Acer Aspire 6920G

Acer Acer Aspire 6920G
Hersteller: Acer
Kategorie: Notebook
Preise: -
Testnote: -
Leserwertung:

3 1

18.09.2008, 10:39

Thomas Rau

Notebook mit 16:9-Display

Sony VGN-FW11M

Ideal für High Definition: Das Sony VGN-FW11M besitzt ein filmtaugliches Breitbilddisplay im 16:9-Seitenformat und ein Blu-Ray-Laufwerk. Sein Innenleben basiert auf Centrino 2.
Breiter ist besser: Dieses Motto beherzigt Sony beim VGN-FW11M. Das 16,4 Zoll große Display weist ein Seitenformat von 16:9 auf – darauf lassen sich Filme in den HD-Formaten 720p oder 1080p/i ohne störende Balken darstellen. Den Trend zum 16:9-Format hatte Acer mit seinen Blu-Ray-Notebooks Aspire 6920G und 8920G im Frühjahr eingeläutet. Auf der IFA stellten kürzlich viele Hersteller Laptops mit 16:9-Display vor: Spätestens im Weihnachtsgeschäft werden entsprechende Produkte zahlreich verfügbar sein.
Tempo: Das Sony-Notebook bringt es auf 117 Punkte im Sysmark 2007 – das ist sehr schnell. Die 4 GB RAM, die Sony ins VGN-FW11M packt, beschleunigen vor allem Video- und Bildbearbeitung. Gegenüber 3 GB ergibt sich allerdings kein Tempovorteil. Und auch dass Notebooks dank Centrino 2 jetzt DDR2-800-Riegel statt wie bisher nur DDR2-667 unterstützen, macht sich in der Praxis nicht bemerkbar. Weniger Power auf die Straße bringt die Mitteklasse-Grafikkarte Mobility Radeon HD3470: Sie genügt nur Gelegenheitsspielern. In älteren Spielen wie Far Cry schafft sie auch bei maximaler Displayauflösung flüssige Bildraten. Doch bei anspruchsvolleren DX9-Spielen reicht es höchstens für 1280 x 800 Bildpunkte – und auch dann nicht immer für die optimalen Effekte.

Ausstattung: Das Blu-Ray-Laufwerk spielt HD-Scheiben mit maximal zweifachem Tempo ab. Brennen kann es nur DVDs und CDs – davon aber alle Medienformate. Die sonstige Hardware entspricht mit 250-GB-Festplatte, Gigabit-Ethernet, 11n-WLAN und Bluetooth dem, was man in dieser Preisklasse mindestens erwarten kann. Bei den Schnittstellen darf natürlich der HDMI-Ausgang nicht fehlen. Ebenso passend für ein Multimedia-Notebook sind der Firewire-Port und der Kartenleser. Bei den USB-Ports beschränkt sich Sony auf drei Buchsen. Wie üblich installiert der Hersteller auch auf dem VGN-FW11M eine Vielzahl von Multimedia-Programmen, die teilweise hochwertig (Premiere Elements, Photoshop Elements), teilweise aber auch von zweifelhafter Qualität sind.

Ergonomie: Richtig enttäuscht waren wir von der Bildqualität des Displays im Sony VGN-FW11M – keine Spur von Film- und Fernsehtauglichkeit. Die Helligkeit war höchstens mittelmäßig, die Leuchtdichte sehr unregelmäßig verteilt und auch beim Kontrast ergaben sich nur schwache Messwerte. Die Farbwiedergabe gelang etwas besser, wobei Hauttöne zu hell erschienen. Insgesamt kann das Display nicht mit der Qualität der Bildschirme in teureren Multimedia-Notebooks wie dem Dell Studio 1535 oder dem Asus M70SA mithalten, erst recht nicht mit einem guten LCD-TV.

Mobilität: Im Akkutest schaffte der Sony-Laptop knapp über drei Stunden – das ist recht ordentlich. Allerdings bremst das VGN-FW11M im Akkubetrieb den Prozessor: Das Notebook ist dadurch rund 25 Prozent langsamer als andere Centrino-2-Laptops mit P8400. Mit einem Gewicht von 2,88 Kilogramm ist das 16,4-Zoll-Notebook nicht viel schwerer als die Standard-Geräte mit 15,4 Zoll großem Display.

Verarbeitung: Das Sony VGN-FW11M präsentiert sich im klassischen silberfarbenen Gehäuse mit angenehm zurückgenommenen Designelementen – eine grüne LED am Displayscharnier ist das Äußerste an Farbspektakel. Von den schön geschwungenen Formen waren die meisten Kollegen begeistertet. Weniger angetan waren wir von der Verarbeitung: Das Gehäuse ließ beim Anheben und schon bei leichtem Druck auf die Handballenablage ein deutliches Knarzen hören.
Fazit: Rechenleistung und Ausstattung des Sony VGN-FW11M gehen angesichts des Preises in Ordnung. Selbst bei Akkulaufzeit und Gewicht steht es besser da, als die meisten Multimedia-Notebooks. Doch an der Displayqualität hat Sony zu sehr gespart –sie ist für ein Blu-Ray-Notebook schlichtweg enttäuschend.

Alternativen: Ein deutlich besseres Display bietet das Dell Studio 1535, das rund 200 Euro teurer ist. Ein günstigeres Notebook mit Blu-Ray-Laufwerk ist das Acer Aspire 6920G.
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