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Samsung Q70-Aura T7300 Devon

14.04.2008 | 10:00 Uhr |

Leichtes Notebook im schwarzen Gehäuse mit 13,3 Zoll großem Bildschirm – hört sich nach dem Apple Macbook an. Ist aber das Samsung Q70: Ein 2-Kilo-Laptop mit DirectX10-Grafikkarte.

Nur Einsteiger-Tempo schafft die Geforce 8400M G im Samsung Q70.
Vergrößern Nur Einsteiger-Tempo schafft die Geforce 8400M G im Samsung Q70.
© 2014

Mobilität: Bei leichten Notebooks scheint das 13,3-Zoll-Format ein neuer Trend zu werden. Immer mehr Hersteller setzen auf Laptops in dieser Größe – auch Samsung mit dem Q70. Gegenüber einem 14-Zoll-Notebook mit Widescreen-Display spart man mit dem 13,3-Zoll-Format rund zwei Zentimeter in der Breite und der Tiefe. Mit aufgeklapptem Display ist ein 13,3-Zoll-Notebook rund ein Zentimeter niedriger als ein 14-Zöller. Die Unterschiede sind also nicht groß, können aber in der Bahn oder im Flugzeug der entscheidende Vorteil sein, um bequem arbeiten zu können. Das Samsung Q70 bringt 2,02 Kilogramm auf die Waage – ist also deutlich leichter als das Apple Macbook und wiegt rund 300 bis 400 Gramm weniger als die meisten 14-Zoll-Notebooks. Im Akkutest kam der Samsung-Laptop auf eine Laufzeit von 2:41 Stunden – mittelmäßig.

Geschwindigkeit: Mit 92 Punkten im Sysmark 2007 rangierte die Rechenleistung des Samsung Q70 im oberen Mittelfeld. Trotz seines geringen Gewichts arbeitet es also so schnell wie ein Standard-Notebook.

Im Vergleich mit anderen Notebooks, die zwischen 2 und 2,4 Kilo wiegen, bietet das Q70 eine gute Rechenleistung.
Vergrößern Im Vergleich mit anderen Notebooks, die zwischen 2 und 2,4 Kilo wiegen, bietet das Q70 eine gute Rechenleistung.
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Warum Samsung allerdings die Geforce 8400M ins Q70 einbauen musste, ist nicht recht nachvollziehbar: Die Grafikkarte treibt den Stromverbrauch deutlich nach oben, ist aber so leistungsschwach, dass man selbst bei älteren Spielen wie „Far Cry“ Auflösung und/oder Effekte reduzieren muss, um ruckelfrei spielen zu können. Höchstens Gelegenheitsspieler oder Nutzer grafisch wenig anspruchsvoller Games werden mit dieser Lösung zufrieden sein.

Ausstattung: Unser Testgerät besaß nur eine 160-GB-Festplatte – offiziell verkauft Samsung das Q70 mit einer 200-GB-Platte. Ein Lightscribe-fähiger Brenner ist ebenso mit an Bord. In unserem Testgerät steckte ein 11g-WLAN-Modul, laut Samsung wird das Q70 aber mit dem aktuellen 11n-Modul von Intel verkauft. Netzwerkseitig verfügt das Q70 außerdem über Bluetooth sowie Fast Ethernet. Nicht besonders umfangreich fällt das Schnittstellenangebot aus: Man findet nur zwei USB-Ports, ein digitaler Monitorausgang fehlt - es gibt nur VGA. Immerhin besitzt das Q70 einen Firewire-Port sowie einen Speicherkartenleser. Docking-fähig ist das Q70 übrigens nicht.

Ergonomie: Oben und in der Mitte zeigte das spiegelnde Display des Q70 eine hohe Helligkeit von fast 200 cd/m2. Am unteren Rand war das Display allerdings fast 30 Prozent dunkler. Auch beim Kontrast maßen wir sehr schwache Werte. Dafür ging die Farbwiedergabe in Ordnung und der stabile Blickwinkel war relativ groß. Wenn das System unter hoher Last arbeitete, war der Lüfter deutlich hörbar – für empfindliche Anwender können die maximal gemessenen 1,6 Sone schon zu laut sein.

Handhabung: Fast alle Tasten des Q70 besitzen Standardbreite, nur einige hat Samsung verkleinert, um Platz zu sparen. Schnelltipper müssen sich an das etwas veränderte Tasten-Layout gewöhnen. Im Schreibtest überzeugte die stabil eingebaute Tastatur mit einem deutlichen Tasten-Feedback.

Verarbeitung: Auf den ersten Blick gefällt das Samsung Q70 mit dem glänzenden Klavierlack-Deckel und der polierten, kratzfesten Handballenablage. Beim Anheben knarzt das Gehäuse allerdings deutlich, auch die Plastikabdeckungen für die Displayscharniere wirken wenig stabil. Manchen Anwender könnte auch stören, dass der Akku hinten übers Gehäuse hinausragt.

Fazit: Das Samsung Q70 bietet hohe Rechenkraft in einem sehr tragbaren Gehäuse. Die 3D-Leistung genügt allerdings nur Gelegenheitsspielern. Die Tastatur überzeugt, Display und Verarbeitung dagegen weniger.

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