23.02.2009, 11:15

Thomas Rau

Notebook ganz in Weiß

Sony VGN-NS21S

Ganz in Weiß: Schon das schicke Design macht neugierig auf das Sony VGN-NS21S. Ob die inneren Werte des Notebooks mit 15,4-Zoll-Display dem äußeren Schein entsprechen, klärt unser Test.
In mattem Weiß sind Deckel und Handballenablage des Sony VGN-NS21S gehalten. Sie sind mit einer strukturierten, geriffelten Oberfläche versehen, die sich angenehm anfühlt. Für die Gehäuseunterschale verwendet Sony dagegen den typischen, wenig ansehnlichen schwarzen Kunststoff.

Im Sony-Notebook sitzt der Core 2 Duo T6400 mit 2,0 GHz. Er ist Intels derzeitiges Einsteigerangebot mit Penryn-Kern (45 Nanometer-Architektur) und damit quasi der Nachfolger des Core 2 Duo T5800: Diese CPU findet sich häufig in Notebooks um 700 Euro, basiert aber noch auf dem älteren Merom-Kern (65 Nanometer-Architektur). Die übrigen technischen Daten (Taktrate, FSB-Takt, L2-Cache) der beiden Prozessoren sind identisch.

Solide Rechenleistung, für Spiele kaum geeignet
In der Rechenleistung reiht sich das Sony VGN-NS21S eher bei den Notebooks der 700-Euro-Klasse ein: Es erzielte 96 Punkte im Sysmark 2007 - ein ordentliches Ergebnis. Vor allem beim Office-Teil des Benchmarks war es überdurchschnittlich schnell.

Der Grafikchip im Sony-Notebook, ein Mobility Radeon HD3430, ist durch sein 64-Bit-Speicher-Interface gehandicapt: Nur bei älteren Spielen reicht es noch für eine ruckelfreie Darstellung in der maximalen Display-Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten (WXGA). Mit 1848 Punkten im 3D Mark 06 liegt er auf dem Niveau von Einsteigerkarten wie dem Geforce 9200M GS.

Mittelmäßig ausgestattet, aber mit gutem Display
Das Sony-Notebook bietet zwar vier USB-Anschlüsse und zwei Speicherkartenleser - je einen für Memory Sticks und SD-Karten. Aktuelle Schnittstellen wie HDMI und e-SATA fehlen allerdings. Expresscards nimmt das VGN-NS21S nur im kleinen 34-Format auf.

Die Hardware-Ausstattung des VGN-NS21S ist mit einer 250-GB-Festplatte nicht besonders üppig für diese Preisklasse: Das Sony-Notebook macht dies aber mit seinem guten Display wieder wett. Das spiegelnde Panel leuchtete mit 175 cd/m2 recht hell und gab vor allem Farben angenehm neutral wieder. Der Kontrast ist nicht überragend, aber ordentlich. Ein weiterer Ergonomie-Pluspunkt: Der Lüfter blieb jederzeit leise.

Sony trickst bei der Akkulaufzeit
Eigentlich hätte sich auch die Akkulaufzeit des Sony-Notebooks eine so positive Note verdient: 3:44 Stunden hielt der Laptop im Test ohne Netzstrom durch. Sony bremst im Akkubetrieb allerdings den Prozessor fest auf 1,2 GHz - die lange Akkulaufzeit kann man also nur mit Anwendungen sinnvoll nutzen, die wenig Rechenkraft beanspruchen.

Die weißlackierte Tastatur federte links leicht nach, rechts dagegen nicht: Das erzeugt ein schwammiges, ungleichmäßiges Schreibgefühl. Tastenanschlag und -hub sind ausreichend, könnten aber etwas deutlicher ausfallen.
Fazit: Wie viele Sony-Notebooks ist auch das VGN-NS21S etwas teurer als vergleichbar ausgestattete Notebooks. Dafür stimmt das Design und die Displayqualität - und auch die Akkulaufzeit, wenngleich Sony sie sich mit einem gebremsten Prozessor erschwindelt.
Alternativen: Das Samsung R510 Aura T5800 Driton ist günstiger, aber trotzdem etwas schneller und besser ausgestattet.
Zum gleichen Preis wie das Sony-Notebook bringt das Fujitsu-Siemens AMilo Pi 3540 ein Blu-Ray-Laufwerk mit - allerdings überzeugt sein Display nicht.
Varianten:
Sony VGN-NS21M: mit Pentium Dual Core T3400 (2,16 GHz), 3 GB RAM, Intel GMA X4500HD
Sony Vaio VGN-NS21Z: mit Core 2 Duo P8600 (2,40GHz), 320 GB Festplatte
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