Notebook-Test
Toshiba Qosmio G50-10I
Im Test blieb von diesen Versprechungen allerdings kaum etwas übrig: Das Upscaling, das nur beim Abspielen über den installieren Toshiba DVD Player möglich ist, wertet DVD-Filme zwar mit einer deutlich besseren Farbwiedergabe auf. Doch von HD-Qualität sind sie meilenweit entfernt: Mehr Details oder eine schärferes Bild waren nicht feststellbar. Im Gegenteil: Bei Bildern mit vielen bewegten Details – zum Beispiel Menschenmengen – wirkten Strukturen verwaschen und unscharf, die zusätzlichen interpolierten Pixel erzeugten ein unruhiges Flimmern.
Auch die Gestensteuerung ist kaum zu gebrauchen: Nur bei sehr guten Lichtverhältnissen erkannte die Web-Cam die drei Handgesten (erhobener Daumen, Faust, geöffnete Hand) mit denen sich zum Beispiel im Windows Media Center die Medienwiedergabe starten oder pausieren lässt. In den meisten Fällen identifizierte das Notebook aber nur die einfachste Steuergeste – die geöffnete Hand -, oft ließ sich die Gestensteuerung gar nicht zur Zusammenarbeit überreden.
Ausstattung: Auch ohne Blu-Ray-Laufwerk ist das Qosmio G50-10I top ausgestattet. Zwei Festplatten bieten 500 GB Speicherplatz, mit Gigabit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth ist das Notebook auch bei der Vernetzung auf dem neuesten Stand. Fernsehen kann man auch mit dem Qosmio: Ein hybrider TV-Tuner für analogen Kabel- und digitalen DVB-T-Empfang ist an Bord, eine Stabantenne liegt ebenso wie eine Fernbedienung bei. Neben drei USB-Ports besitzt es außerdem eine USB-/e-SATA-Kombi-Buchse.
Ergonomie: Das 18,4-Zoll-Display zeigt die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 – Filme in 1080i/p lassen sich also im originalgetreuen Seitenverhältnis von 16:9 ohne schwarze Balken anzeigen. Die Bildqualität ging in Ordnung, konnte aber nicht vollends überzeugen: Die maximale Helligkeit war nur mittelmäßig, unten lag die Leuchtdichte deutlich höher als im oberen Displaybereich. Farben stellte das Qosmio G50-10I dafür sehr satt und teilweise übertrieben kräftig dar – ideal für TV und Film, aber nicht für farbverbindliche Bildverarbeitung. Durch den weiten stabilen Blickwinkel können auch mehrere Personen problemlos einen Film am Toshiba-Laptop genießen. Dabei stört auch der Lüfter nicht: Er blieb auch unter Last mit maximal 0,8 Sone angenehm leise.
Mobilität: Toshiba steckt einen großen Akku ins Multimedia-Notebook – damit wiegt es zwar knapp fünf Kilogramm. Aber im Akkutest reicht es damit für eine Laufzeit von über 3,5 Stunden.
Handhabung: Die Tastatur besitzt einen vierspaltigen Ziffernblock. Beim Tippen gibt sie etwas nach. Störender beim Schreiben ist allerdings das geringe Druck-Feedback der Tasten und der flache Hub.
Verarbeitung: Toshiba verziert das Qosmio G50-10I mit einem glanzlackierten Deckel, der ein graues Streifenmuster aufweist. Der Rahmen um das Display. Die Handballenablage und die Tastenkappen leuchten in schwarzem Glanzlack. Die Schnittstellen auf der Gehäuserückseite sind in einer silbernen Kunststoffleiste eingefasst – so versprüht das Qosmio einen Hauch von Luxus-Hifi-Anlage. Die Verarbeitung war okay: Nur die Displayabdeckung knarzte schon bei leichtem Druck und stand am unteren Rand etwas vom Panel ab.
Alternativen: Mit hochauflösendem 17-Zoll-Display ist das Fujitsu-Siemens Amilo Xi 2550 ausgestattet. Doch es besitzt ein Blu-Ray-Laufwerk. Etwas kleiner ist das 16-Zoll-Display des Acer Aspire 6920G, doch es besitzt das filmtaugliche Seitenverhältnis 16:9.



