28.11.2008, 10:22

Thomas Rau

Notebook-Schönheit

Samsung X360

Konkurrenz fürs Macbook Air: Samsung will mit dem leichten, flachen und schicken Subnotebook X360 der Flunder von Apple Konkurrenz machen. Ob es gelingt, zeigt unser Test.
Mit geschlossenem Displaydeckel ist das Samsung X360 vorne 1,8 Zentimeter dünn. An der Gehäuserückseite misst es 3,4 Zentimeter. Die Tastatur liegt 1,1 Zentimeter über dem Schreibtisch. Fürs Gehäuse nutzt Samsung eine Magnesium-Legierung. Der Notebookdeckel ist schwarz - den oberen Teil hat Samsung mit glänzendem Klavierlack überzogen, der andere präsentiert sich mit einer matten Anmutung in gebürsteter Alu-Optik. Die Glanzlackierung auf dem Deckel und der Handballenablage ist sehr anfällig für Fingerabdrücke, der Deckel fängt sich leicht Kratzer ein. Bei unserem Testgerät blättert bereits nach kurzem Gebrauch die schwarze Farbschicht vom Deckel ab: Das lässt sich aber ebenso wie die Fingerabdrücke mit dem beigelegten Putztuch bereinigen. Kurios: Unser Testmodell wies zwei Y-Tasten auf - die Z-Taste war mit dem falschen Buchstaben beklebt.
Tempo: Das Samsung X360 ist ganz aufs Stromsparen ausgerichtet. Der Prozessor Core 2 Duo SU9300 mit Penryn-Kern stammt aus der Ultra-Low-Voltage-Reihe: Seine maximale Verlustleistung beträgt nur zehn Watt - die Standard-Notebook-CPUs liegen bei 25 oder 35 Watt. Im Vergleich zu seinem Vorgänger U7600 mit gleichem Takt (1,2 GHz), aber dem älteren Merom-Kern, ist der SU9300 bei CPU-lastigen Tests rund zehn Prozent schneller. Ebenfalls eher sparsam als schnell ist die 120 GB große 1,8-Zoll-Festplatte von Toshiba: Sie kam im Lesetest auf durchschnittlich 27,5 MB/s - Standard-Notebook-Festplatten sind rund doppelt so schnell. Selbst die 4 GB DDR3-Speicher, die Samsung ins X360 einbaut, helfen der Rechenleistung kaum. Sie fällt daher mit nur 71 Punkten im Sysmark 2007 bescheiden aus - das schaffen auch Standard-Notebooks aus der 600-Euro-Klasse und Subnotebooks, die auf normale Mobil-CPUs statt auf die Stromsparmodelle setzen. Die sind allerdings auch deutlich schwerer und dicker.

Ausstattung: Wie das Macbook Air hat das X360 kein optisches Laufwerk an Bord. Einen passenden USB-DVD-Brenner bietet Samsung für 220 Euro an. Dafür besitzt es deutlich mehr Schnittstellen - unter anderem drei USB-Buchsen und einen HDMI-Ausgang sowie einen Expresscard-Slot für das kleine Kartenformat /34. Einen Firewire-Port hat es nicht. Ins Netz kommt man per Gigabit-LAN, 11n-WLAN oder Bluetooth. Das Subnotebook ist auch docking-fähig - die Dockingstation kostet 240 Euro.

Mobilität: Das Samsung X360 wiegt nur zarte 1,38 Kilogramm samt Akku. Doch Subnotebooks mit integriertem Brenner wie das Lenovo Thinkpad X300 oder das Sony VGN-Z11WN wiegen nur rund 100 Gramm mehr. Im Akkutest hielt das Samsung-Subnotebook 5,5 Stunden durch - sehr ordentlich.

Ergonomie: Das 13,3-Zoll-Display zeigt die für diese Diagonale übliche Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten. Dank LED-Hintergrundbeleuchtung strahlt es extrem hell und erreicht mit durchschnittlich 282 cd/m2 sogar fast die von Samsung versprochenen 300 cd/m2 - damit ist es auf jeden Fall Outdoor-tauglich. Die gleichmäßig verteilte Leuchtdichte sorgt für ein angenehmes Bild. Nur die Kontrastwerte enttäuschten im Test. Farben brachte das X360 sehr natürlich und leuchtend aufs Display, Hauttöne gerieten allerdings etwas zu hell. Der Lüfter lief auch unter voller Last nicht lauter als 0,5 Sone - damit kann man das X360 auch gefahrlos in leisen Umgebungen verwenden.

Handhabung: Die Tasten des X360 haben Standardgröße. Ähnlich wie bei vielen Laptops von Apple und Sony liegen die Tasten nicht direkt nebeneinander, sondern haben einen kleinen Abstand voneinander, da beim X360 die Tastatur nicht wie üblich ins Gehäuse gesetzt ist, sondern ein Rahmen mit Tastenlöchern über den Tasten liegt. Diese Bauweise macht die Tastatur sehr stabil, der Druckpunkt könnte allerdings etwas ausgeprägter sein.
Fazit: Das schicke X360 hat kein Gramm zu viel - und empfiehlt sich deshalb für design-bewusste und mobile Anwender, die zugunsten einer langen Akkulaufzeit auf hohes Rechentempo und üppige Ausstattung verzichten.
Alternativen: Kaum schwerer ist das rund 2000 Euro teure Sony VGN-Z11WN, das mit über sieben Stunden Akkulaufzeit glänzt. Für rund 1400 Euro bekommen Sie das solide verarbeitete Lenovo Thinkpad X300 - mit 1,52 Kilogramm ebenfalls ein Leichtgewicht.
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