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Subnotebook Apple Macbook Air im Test

16.09.2009 | 09:30 Uhr |

Pure Schönheit: Das Macbook Air ist hauchdünn und federleicht. Doch der Test zeigt, dass das für ein perfektes Subnotebook noch nicht genügt.

An keiner Stelle ist das Macbook Air höher als zwei Zentimeter. Und mit 1,36 Kilogramm gehört es auch zu den leichtesten Notebooks - in unserer aktuellen Rangliste bringt nur der Air-Klon MSI X340 mit 1,34 Kilogramm weniger auf die Waage. Trotz dieser Leichtigkeit steckt das Macbook Air in einem soliden Aluminiumgehäuse. Die neuen Modelle hat Apple übrigens im Preis gesenkt: Die Top-Konfiguration bekommen Sie jetzt schon für rund 1600 Euro. Bisher hatte sie über 2000 Euro gekostet. Für unseren Test installierten wir Vista Home Premium auf dem Macbook Air. Den Test unter Mac OS X lesen Sie bei der Macwelt .

Akkulaufzeit
Das Reisegewicht des Macbook Air liegt konkurrenzlos niedrig: Das Subnotebook wiegt nur 1,36 Kilogramm - und auch das Netzteil ist mit 180 Gramm ein Federgewicht. Doch bei der Akkulaufzeit stößt man auf den ersten Kompromiss, den man beim Macbook Air zugunsten des Designs machen muss: Ins flache Notebook passt nur ein relativ kleiner Lithium-Polymer- Akku, und deshalb hält das Macbook Air nur 3:40 Stunden durch - für ein Subnotebook enttäuschend wenig.

Ergonomie
Das zweite Highlight neben dem geringen Gewicht ist das sehr helle und kontraststarke Display des Macbook Air. Zwar besitzt das Panel eine spiegelnde Oberfläche: Doch dank der hohen Helligkeit lässt es sich auch draußen gut ablesen. Außerdem zeigte sich das Display im Test deutlich blickwinkelstabiler als die Bildschirme der meisten Subnotebooks. Auch die Farbwiedergabe beim Macbook Air ist top.
Um die Abwärme der Komponenten schnell aus dem flachen Gehäuse zu befördern, muss der Lüfter im Macbook Air häufig anspringen und mit hoher Drehzahl arbeiten. Mit rund einem Sone unter Last bleibt er zwar unter der Störschwelle, ist aber deutlich hörbar.

Tempo
Mit dem Core 2 Duo SL9600 (2,13 GHz) sitzt der derzeit leistungsfähigste Low-Voltage-Prozessor von Intel im Macbook Air. Er beschleunigt das Subnotebook unter Windows auf 78 Punkte im Sysmark 2007. Damit ist das Macbook Air deutlich leistungsfähiger als die günstigen Subnotebooks, die mit Einkern-Prozessor arbeiten und auf etwa 60 Punkte kommen. In einigen Subnotebooks stecken aber vollwertige mobile Core-2-Duo-Prozessoren: Diese Laptops schaffen über 120 Punkte. Die Solid-State-Platte im Macbook Air lieferte zwar bei den Festplatten-Tests schnelle Übertragungs- und Zugriffszeiten. Im Praxiseinsatz unter Windows machte sich das aber nicht positiv bemerkbar - auch bei festplattenlastigen Praxis-Tests war das Macbook Air nicht schneller als Subnotebooks mit Standard-Festplatte. Die Chipsatz-Grafik Geforce 9400M genügt nur für ältere Spiele.

Ausstattung
Die SSD-Platte bietet nur eine vergleichsweise magere Kapazität von 128 GB. Außerdem fehlt dem Macbook Air ein optisches Laufwerk - selbst die flachsten DVD-Brenner mit sieben Millimeter Bauhöhe würden nicht ins Gehäuse passen. WLAN und Bluetooth hat das Subnotebook eingebaut. Für den Anschluss ans Kabel-Netzwerk muss man den mitgelieferten RJ45-Adapter in der einzigen USB-Schnittstelle am Macbook Air platzieren. Viel mehr Anschlüsse gibt es auch gar nicht: einen Mini-Displayport-Anschluss, der für die meisten externen Monitore einen zusätzlichen Adapter erfordert und einen analogen Audioausgang - das war's.

Handhabung
Die 79 Tasten des Macbook Air liegen im Standard-Raster von 19 Millimetern. Die stabile und leise Tastatur ist beleuchtet - ein Sensor passt die Helligkeit wie auch die Display-Leuchtkraft ans Umgebungslicht an.

Fazit: Das Design steht beim Macbook Air eindeutig im Vordergrund: Das bringt in einigen Bereichen klare Vorteile - zum Beispiel das geringe Gewicht, die flache Bauweise, das hervorragende Display und die stabile Tastatur. Bei anderen Kriterien muss man deswegen aber klare Abstriche machen - etwa bei der Akkulaufzeit und der Schnittstellen-Ausstattung. So bekommen Sie beim Macbook Air also eigentlich nur ein halbes Subnotebook - allerdings zum Preis eines ganzen.

Alternativen: Das ähnlich teure Sony VGN-Z41MD/B ist zwar nicht so flach wie das Macbook Air, bringt aber einen DVD-Brenner und auch sonst deutlich mehr Ausstattung mit. Auch durchaus schick ist das sehr günstige Acer Aspire 3810T .

Varianten: Apple MacBook Air (MC234*/A): getestet
Apple MacBook Air (MC233*/A): mit Prozessor Core 2 Duo 1.86GHz, 120-GB-Festplatte

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