Notebook

Dell Inspiron 15R im Test

Donnerstag den 12.05.2011 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

Das Dell Inspiron 15R bietet einen aktuellen Sandy-Bridge-Prozessor, überzeugte im Test aber vor allem durch seine Software.
Sandy-Bridge-Notebook Dell Inspiron 15R im Test
Vergrößern Sandy-Bridge-Notebook Dell Inspiron 15R im Test

Schön aufgeräumt strahlte uns der Desktop des Dell Inspiron 15R nach dem ersten Start entgegen: Statt unzähligen Werbe- und Programmverknüpfungen wie bei anderen Herstellern sieht man nur einen Link zu Ebay sowie die großen Icons von Dell Stage. Diese übersichtliche Benutzeroberfläche ist eigentlich für Touch-Geräte gedacht, aber auch auf dem Inspiron 15R installiert. 
Ebenfalls angenehm anders: Für die installierte Sicherheits-Software McAfee bekommt man 15 Monate lang Updates. Fast alle anderen Hersteller installieren dagegen auf ihren Notebooks nur Testversionen mit 60 oder 90 Tagen Laufzeit, für die man danach zahlen muss. Sehr nützlich: Das System-Tool PC Checkup liefert umfangreiche Infos zum Akku, etwa die aktuell noch abrufbare Kapazität.  

Aktuelle Notebooks und Netbooks im Test

Geschwindigkeit

Die Rechenleistung des Dell-Notebooks ist ordentlich, das 3D-Tempo dagegen nur mäßig. Der Core i5-Prozessor aus der Sandy-Bridge-Familie beschleunigt Programme dank der vier logischen Kernen und der Übertaktungs-Funktion Turbo-Boost. Der Vorsprung vor vergleichbaren Notebooks mit einem Prozessor der ersten Core-Generation lag bei rund 20 Prozent.
Das 3D-Tempo der eingebauten Grafikkarte AMD Radeon HD 6470M erreichte dagegen nur höheres Einsteiger-Niveau: Viele aktuelle Spiele liefen selbst mit DirectX9-Effekten nicht ruckelfrei in der maximalen Bildschirmauflösung. Das Dell Inspiron 15R nutzt neben der 3D-Karte die sparsamere Prozessorgrafik der Intel-CPU. Zwischen beiden wechselt es nicht je nach Anwendung, wie es Notebooks mit Nvidia Optimus tun: Man muss dafür ein anderes Energieschema wählen oder den aktiven Grafikchip im AMD-Treiber einstellen. Gut gemeint, aber nervig: Man kann im Treiber einzelnen Programmen auch manuell einen Grafikchip zuweisen. Daran erinnert eine störende Meldung, die bei jedem Start eines Dell-Programms aufleuchtet.

Geschwindigkeit Messergebnisse
Startzeit 61 Sekunden
Geschwindigkeit bei Büro-Programmen 111 Punkte
Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen 141 Punkte
Geschwindigkeit bei 3D-Spielen 1986 Punkte
Brenndauer CD / DVD / Blu-ray (Minuten) 10:01 / 5:00 /
Kopie von DVD auf Festplatte (Minuten) 10:45
USB-Anschlüsse: Lese- / Schreibrate 152,9 / 82,0 MB/s

  Ausstattung

Auch an der Gehäuserückseite sind beim Dell Inspiron 15R
Anschlüsse angebracht
Vergrößern Auch an der Gehäuserückseite sind beim Dell Inspiron 15R Anschlüsse angebracht

Die meisten Notebooks mit USB 3.0 verzichten auf einen e-SATA-Anschluss. Das Dell Inspiron 15R hat dagegen beide schnellen Anschlüsse an Bord. Alle Schnittstellen sind sinnvoll am Gehäuse verteilt, ein USB-3.0-, die VGA- und die Netzwerkbuchse liegen beispielsweise hinten: So vermeiden Sie Kabelsalat, wenn viele Peripheriegeräte am Laptop hängen. Beim Netzwerk-Equipment knausert Dell: Der LAN-Anschluss bietet nur Fast-Ethernet-, kein Gigabit-Tempo und Bluetooth fehlt komplett.  

Der Datenturbo: Alle Infos zu USB 3.0

Mobilität

Trotz der hohen Rechenleistung arbeitete das Dell Inspiron 15R im Akkubetrieb sehr sparsam. Im Test lief es knapp sechs Stunden – sehr gut für ein 15-Zoll-Notebook.  

Bildschirm Messergebnisse
Helligkeit 167 cd/m²
Helligkeitsverteilung 77 %
Kontrast 600:1
Entspiegelung gering

Bildschirm

Der 15,6 Zoll große Bildschirm besitzt eine spiegelnde Oberfläche. Außerdem war er nur mäßig hell. Bei anderen Herstellern gibt es auch in dieser Preisklasse bessere Displays. Der Bildschirm ist beim Dell Inspiron 15R übrigens nicht ganz hinten am Gehäuse angebracht, sondern um 1,5 Zentimeter nach vorne gerückt. Damit sitzt man näher am Bildschirm, der sich durch diesen Aufbau aber nicht weit über 90 Grad öffnen lässt – man ist beim Einstellen des idealen Einblickwinkels also weniger flexibel. Den Bildschirminhalt kann man übrigens kabellos an einem Fernseher ausgeben: Das Dell Inspiron 15R unterstützt nämlich Intel Wireless Display, das als Funkersatz für das HDMI-Kabel herhalten kann, wenn man eine passende Empfängerbox für das TV besitzt. 

Mobilität Messergebnisse
Akkulaufzeit 5:55 Stunden
Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil 2,72 / 0,46 Kilogramm

Umwelt & Gesundheit

Der Lüfter war im normalen Betrieb nur selten zu hören. Unter Last drehte er nach rund drei Minuten auf 1,6 Sone auf: Das lässt sich in einer leisen Umgebung deutlich wahrnehmen.

Umwelt & Gesundheit Messergebnisse
Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last 0,4 / 1,6 Sone
Stromverbrauch: Ruhe / Last / Bereitschafts-Modus / Aus 16,7 / 52,7 / 1,7 / 0,9 Watt

Intels Turbo-Prozessor Sandy Bridge im Test

Donnerstag den 12.05.2011 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

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