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10 Sicherheitspakete im Test

29.04.2009 | 09:07 Uhr |

Wir haben 10 Programme getestet, die den PC gegen alle Gefahren des Internets absichern. Nicht alle erfüllen diese Aufgabe wirklich gut. Außerdem verraten wir, wie Sie auch gratis geschützt sind.

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Die Zahl neuer Viren wächst rasend schnell: Bereits im zweiten Halbjahr 2008 tauchten jeden Monat mehr als 90.000 neue Schädlinge auf. Das sind mehr als 3000 pro Tag. Sicherheitspakete sollen den PC davor schützen. Damit das funktioniert, müssen die Hersteller der Tools sehr schnell auf Bedrohungen reagieren und neue Techniken in die Software einbauen. Wir haben im Sicherheitslabor rund 600.000 Viren auf die Programme losgelassen und genau geprüft, wie sie damit fertig werden. Internet-Sicherheitspakete schirmen die Daten eines Rechners mit mehreren Schichten ab. Am wichtigsten bleibt allerdings ein vorsichtiger Anwender, der nicht auf bösartige Tricks hereinfällt.

Firewall und Web-Filter: Achten Sie auf die äußerste Verteidigungslinie.
Wird ein PC Ziel einer Virenattacke, sollte als Erstes die Firewall Einhalt gebieten und keine unerwünschten Datenpakete auf den PC lassen. Zusätzlich hilft die Intrusion Prevention (Einbruchserkennung). Sie analysiert, ob sich bösartiger Code in Daten befindet, die auf den PC gelangen. Beim Phishing wird versucht, über Mails und Websites an Log-in-Daten zu kommen.

Sehr gute Filter warnen den Anwender bereits beim Aufruf von betrügerischen Websites. Ein guter Phishing-Filter blockiert zum einen entsprechende Mails, wenn diese eintreffen. Er schlägt aber auch Alarm, wenn der Anwender versehentlich auf eine gefälschte Website gerät.

Wichtig: Ihr neues Tool sollte eine gute Verhaltensanalyse haben.
Wenn trotz Firewall und Web-Filter Programmcode auf den PC gelangt, schaltet sich der Virenwächter ein. Er kontrolliert, ob der Code als Virus bekannt ist. Wird auch dieser Wächter passiert, steht als letzte Bastion die Verhaltensanalyse bereit. Die Verhaltensanalyse prüft jeden Schritt des Codes. Kommet ihr etwas verdächtig vor, bremst sie die Ausführung, meldet das Problem und macht im besten Fall alle Aktionen rückgängig.

Versagt auch dieses Schutzschild, ist der PC infiziert. Die meisten Testkandidaten nutzen eine Verhaltensanalyse. Nur Avira Antivir Premium Security Suite 8.2, McAfee Internet Security Suite 2009 und Webroot Internet Security Essentials zeigten im entsprechenden Test keinen Ausschlag, Trendmicro Internet Security Pro 2009 mit 7 Prozent nur einen minimalen. Dafür funktionierten bei diesen Tools andere Mechanismen, die ihnen meist noch gute Werte einbrachten.

Der Artikel stammt aus der aktuellen PC-WELT 5/2009, die jetzt am Kiosk liegt .

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