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Nokia N97 mini im Test

25.11.2009 | 14:47 Uhr |

Das Nokia N97 musste viel Kritik einstecken: Zu dick, zu klobig, zu langsam beim Scrollen. Was der kleine Bruder Nokia N97 mini besser macht, verrät der Test.

Nokia hat sich die Kritik am N97 zu Herzen genommen und sein Top-Modell aus der N-Serie überarbeitet. Das Symbian-S60-Smartphone Nokia N97 mini wurde verschlankt und einer Schönheits-OP unterzogen. Mit mattiertem Metalldeckel auf der Geräterückseite und einer glänzenden Metallumfassung wirkt es nun viel schmucker als der große Bruder aus Kunststoff. Zudem hat es sich Nokia nicht nehmen lassen, "Designed in Finland" auf das Nokia N97 mini zu drucken. Auf dem N97 ist dieser Text nicht zu finden. Und das zu Recht.

Die kleineren Gehäusemaße bringen natürlich Einbußen mit sich: Das Display des Nokia N97 mini beispielsweise ist von 3,5 Zoll auf 3,2 Zoll geschrumpft. Und der Nutzer muss auf das Touchpad neben der Tastatur verzichten. Geblieben ist das dreizeilige Buchstaben-Layout. Die einzelnen Tasten sind einen Tick größer als beim N97 - damit lässt sich ganz komfortabel eine E-Mail verfassen. Der Druckpunkt ist gut definiert. Umlaute werden über die Umschalttaste erreicht. Schön: Wie beim großen N97 gibt es am linken Gehäuserand des Nokia N97 mini eine Sperrtaste. Einmal schieben reicht - schon ist das Display gesperrt respektive wieder aktiviert.

Weitere Abstriche muss der Anwender dagegen beim internen Speicher hinnehmen: Statt 32 GB des Nokia N97 bietet das Nokia N97 mini nur 8 GB. Doch da er sich per Micro-SD-Karte jederzeit aufstocken lässt, ist das kein Drama. Schade, dass die Speichererweiterung unter dem Akkudeckel sitzt. Schnell mal rein - raus zum Tauschen funktioniert beim Nokia N97 mini also nicht.

Der Startbildschirm auf dem Nokia N97 mini: wie gehabt

Das Display stellt die Inhalte scharf da. Die maximal einstellbare Helligkeit könnte aber höher sein. So ist der Bildschirm bei heller Sonne etwas schwer zu lesen. Die Benutzeroberfläche des Nokia N97 und des Nokia N97 mini ähneln sich wie eineiige Zwillinge. So lässt sich der Startbildschirm fast komplett nach eigenen Wünschen einrichten. Dazu stehen fünf Felder bereit, in die sich Anwendungen wie Facebook, E-Mail-Zugang oder Multimedia-Funktionen legen lassen. Wichtige Kontakte erscheinen inklusive Foto gleich in der ersten Reihe (können aber auch in jedes andere der fünf Felder gelegt werden). Mit einem Wisch lässt sich wie schon beim Nokia N97 der Bildschirm des Nokia N97 mini leer räumen. Somit kann niemand aus Versehen vertrauliche Daten ablesen, wenn das Handy auf dem Tisch liegt.

Multimedia auf dem Nokia N97

5-Megapixel-Kamera fürs Nokia N97 mini
Vergrößern 5-Megapixel-Kamera fürs Nokia N97 mini
© 2014

Die Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv macht wieder Fotos mit 5 Megapixel Auflösung. Die Fotos zeigen natürliche Farben und sind schön scharf. Einzig bei heller Sonne kommt die Belichtung nicht ganz mit und sorgt bei Landschaftsaufnahmen schnell für überbelichtete Fotos. Die Anfangsblendenöffnung liegt bei F2,8. Damit ist das Nokia N97 mini nicht so lichtstark wie das Nokia N86 (F2,4). Die Folge: Das Nokia N97 mini muss sehr viel früher den Blitz zuschalten, um eine Aufnahme zustande zu bringen.

Der Autofokus braucht zwei Sekunden, um scharf zu stellen - das ist derzeit Standard bei den Fotohandys. Der Nutzer kann verschiedene Motivprogramme, den Weißabgleich, den ISO-Wert und einiges mehr einstellen. Auf Gesichtserkennung und Lächelmodus wie bei der asiatischen Konkurrenz verzichtet Nokia weiterhin. Schade: Auch ein Panorama-Modus fehlt.

Ein Dual-LED-Blitz, der Objekte in bis zu vier Metern Entfernung ausleuchtet, hellt dunkle Szenen auf. Videos werden mit bis zu 30 Bildern pro Sekunden im 16:9-Format aufgezeichnet. Die Qualität reicht für Youtube bestens aus. Wer mag, kann Fotos und Videos via TV-Out auf dem Fernseher zeigen oder direkt auf die fest voreingestellten Services Ovi, flickr oder Vox online stellen.

Kleiner Rückschritt gegenüber dem Nokia N97: Die Kameralinse des Nokia N97 mini ist nicht mehr geschützt. Der Auslöser sitzt am rechten Gehäuserand. Es braucht allerdings schon etwas Schmalz in den Fingern, wenn er gedrückt wird. Und damit besteht leicht die Gefahr, das Bild zu verwackeln.

MP3-Player und UKW-Radio auf dem Nokia N97 mini

Für Musikfreunde gibt es einen MP3-Player, der nahezu alle gängigen Formate, darunter MP3-, AAC- und WMA-Dateien abspielt. Der Sound über die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer ist etwas basslastig, aber sehr gut. Wer jedoch eigene Lieblingskopfhörer besitzt, kann sie über den 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss problemlos einstöpseln.

Weiter hat Nokia ein UKW-Radio eingebaut. Die Bedienung ist genial. Ein Knopfdruck reicht aus und das Handy sucht automatisch alle in der Region zur Verfügung stehenden Sender ganz automatisch. Zudem zeigt das Handy den Sendernamen und die Frequenz an. Ein weiterer Knopfdruck reicht, um zum nächsten Sender zu springen.

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