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Digitalkamera

Nikon Coolpix S800c im Test

28.11.2012 | 09:30 Uhr |

Die Nikon Coolpix S800c setzt das von Smartphones und Tablets bekannte Betriebssystem Android ein. Das bedeutet, dass Sie die Kamera mit Apps nach Wunsch bestücken können. Worauf Sie dabei achten müssen, und was die Kamera sonst auf dem Kasten hat, sagt unser Test.

Als Nikon die Coolpix S800c im August 2012 der Presse vorstellte, wurden hitzige Diskussionen geführt: Welchen Sinn hat das mobile Betriebssystem Android auf einer Digitalkamera? Noch dazu in Version 2.3 und ohne SIM-Kartenslot? Denn die Nikon Coolpix S800c kann eine Internetverbindung lediglich per WLAN herstellen. Dazu gibt's USB 2.0, HDMI und Bluetooth.

Nikon Coolpix S800c im Test-Video

Handhabung: Überwiegend gut, zum Teil etwas umständlich

Sie bedienen die Nikon-Kamera wie vom Smartphone gewohnt über das Touchdisplay. Dieses misst zwar "nur" 3,5 Zoll, löst aber mit 819000 Pixeln sehr hoch auf, so dass Inhalte klar und scharf dargestellt werden. Zudem reagiert die berührungsempfindliche Oberfläche schnell und korrekt. Nach dem ersten Einschalten geben Sie über die virtuelle Tastatur Ihre Daten ein, um die Verbindung zu Ihrem Google-Konto herzustellen oder ein neues einzurichten. Im Test klappte das tadellos.

Auch die Verbindung zum WLAN stellte kein Problem dar, vorausgesetzt, die Login-Daten sind bekannt. Neben dem Touchdisplay stehen drei physische Tasten für die Bedienung der Kamera bereit: Die Menütaste bringt Sie in das Kameramenü, in dem Sie alle Kameraeinstellungen finden. Mit dem Home-Button (Haus-Symbol) gelangen Sie zu vier blätterbaren Startbildschirmen. Die dritte Taste ist die Zurücktaste, mit der Sie einen Menüschritt rückgängig machen.

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Die bereits genannten Startbildschirme lassen sich wie bei einem Smartphone mit Apps belegen, indem Sie lange auf das entsprechende App-Icon tippen und es auf den gewüschten Startbildschirm (oder den Mülleimer zum Löschen) ziehen. Ab Werk finden Sie auf den Startbildschirmen einen Nachrichten-Ticker, die wichtigsten Funktionen (Aufnahme, Wiedergabe, Hochladen, Browser und Einstellungen), die Google-Suche sowie den Musikplayer. Am rechten Bildschirmrand sind drei Symbole permanent platziert, über die Sie zwischen den einzelnen Funktionen der Nikon Coolpix S800c wechseln: dem Aufnahmemodus mit diversen Einstellungsmöglichkeiten, dem Wiedergabemodus und der Apps-Übersicht, durch die Sie vertikal scrollen können.

Die Besonderheit der Nikon Coolpix S800c ist das Android-Betriebssystem.
Vergrößern Die Besonderheit der Nikon Coolpix S800c ist das Android-Betriebssystem.
© Nikon

Die Bedienung der App-Übersicht, das Herunterladen der Apps aus dem Google Play Store sowie Handhabung der Kamera gefielen uns größtenteils sehr gut. Ein großes Manko hat die Bedienung jedoch: Während der Akku geladen wird, können Sie die Kamera nicht verwenden - dabei hätte man währenddessen so schön Angry Birds spielen können. Außerdem hält der Akku nicht sehr lange durch, was dadurch noch unterstützt wird, dass Sie erst umständlich konfigurieren müssen, wann sich die Kamera tatsächlich ausschalten und nicht im Standby-Modus bleiben soll.

HANDHABUNG

Nikon Coolpix S800c (Note: 2,22)

Bedienung und Menüstruktur

einfach

Abmessungen (L x B x H), Gewicht

111 x 60 x 27 Millimeter / 181 Gramm

Arbeitsgeschwindigkeit

schnell

Qualität Bildschirm

kontrastreich und scharf

Handbuch: deutsch / ausführlich / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Ausstattung: Tolle technische Daten

Sicherlich liegt das Hauptaugenmerk bei der Nikon Coolpix S800c auf dem Android-Betriebssystem, das in der etwas betagten Version 2.3 aufgespielt ist. Aber auch die "Kamera-Ausstattung" des Nikon-Geräts kann sich sehen lassen. So kommt ein 15,9-Megapixel-Sensor zum Einsatz, ein 10fach-Zoomobjektiv mit 25 bis 250 Millimetern Brennweite und Bildstabilisator.

Der interne Speicher ist 2,4 GB groß und lässt sich per SDXC- oder SDHC-Karte erweitern. Neben WLAN b/g/n können Sie das Gerät auch via Bluetooth ansprechen, etwa, um mit einem Bluetooth-Headset Musik zu hören. Den dazu nötigen Player hat die Kamera bereits integriert.

AUSSTATTUNG

Nikon Coolpix S800c (Note: 3,66)

Objektiv: Vergrößerungsfaktor / Brennweite

10,0fach / 25,0-250 Millimeter

Sucher

nein

Bildstabilisator

optisch

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

8,89 Zentimeter / 0,82 Megapixel / nein

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

nein / nein

Anschlüsse

USB, HDMI, WLAN

Anzahl Motivprogramme / Makromodus: minimaler Abstand

20 / 10 Zentimeter

Bildqualität: Rauschen hui, Auflösung pfui

Die Nikon Coolpix S800c beeindruckte uns mit ihrem Rauschverhalten. Sogar bei hoher Lichtempfindlichkeit - ISO 3200 - blieben die Bildfehler vernachlässigbar. Auch die Eingangsdynamik der Kamera war sehr gut. Sie kann also auch kontrastreiche Motive mit allen Details darstellen, ohne dass Lichter ausbrennen und Schatten absaufen.

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Etwas schlechter fiel dagegen die Ausgangsdynamik aus: Die Anzahl der Helligkeitsstufen, die die Nikon Coolpix S800c zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen darstellt, war nur befriedigend. Der große Schwachpunkt der Kamera ist jedoch ihre Auflösung. Im gesamten Brennweitenbereich fällt die Auflösung ab der Bildmitte sehr stark ab - was in den Testbildern zum Teil auch mit bloßem Auge sichtbar war.

BILDQUALITÄT

Nikon Coolpix S800c (Note 3,93)

Wirkungsgrad / effektive Auflösung

41,10 % / 2,66 Megapixel

Bildrauschen: bei ISO 125 / 200 / 400 / 800 / 1600

2,65 / 2,82 / 3,00 / 3,05 / 3,97

Darstellbare Blendenstufen (Eingangsdynamik)/ Helligkeitsstufen (Ausgangsdynamik)

8,9 / 247

Scharfzeichnung

13,30 %

Randabdunklung: Weitwinkel / Normal / Tele

0,7 / 0,1 / 0,7 Blenden

Verzeichnung: Weitwinkel / Normal / Tele

0,6 / 0,2 / -0,1 %

Fazit der Coolpix S800c

Die Kamera ist mit einem 10fach-Zoomobjektiv ausgestattet.
Vergrößern Die Kamera ist mit einem 10fach-Zoomobjektiv ausgestattet.
© Nikon

Die Nikon Coolpix S800c ist die erste Android-Kamera, die tatsächlich auf dem Markt erhältlich ist. Die Bedienung über das Touchdisplay gefiel uns gut, das Einrichten des WLANs und die Verknüpfung mit dem Google-Konto klappten einwandfrei. Allerdings zeigte sich die Bildqualität, vor allem die Auflösung, verbesserungswürdig. Und dass sich die Kamera während des Ladens nicht benutzen lässt, gab ebenfalls Punktabzug.

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Nikon Coolpix S800c

Bildqualität (50%)

3,93

Ausstattung (25%)

3,66

Handhabung (20%)

2,22

Service (5%)

2,79

Aufwertung

0,50 (Bluetooth, Touchdisplay)

Testnote

befriedigend (2,96)

Preis-Leistung

noch preiswert

ALLGEMEINE DATEN

Nikon Coolpix S800c

Testkategorie

Digitalkameras

Digitalkamera-Hersteller

Nikon

Internetadresse

www.nikon.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

399 Euro

Nikons technische Hotline

09001/225564

Garantie des Herstellers

12 Monate

TECHNISCHE DATEN

Nikon Coolpix S800c

Objektiv: Vergrößerungsfaktor / Brennweite

10fach / 25-250 Millimeter

Sucher

nein

Bildstabilisator

optisch

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

8,89 Zentimeter / 0,82 Megapixel / nein

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

nein / nein

Digitales Zoom: maximal

4fach

Anschlüsse

USB, HDMI, WLAN

Anzahl Motivprogramme / Makromodus: minimaler Abstand

20 / 10 Zentimeter

Rote-Augen-Funktion / Gesichtserkennung

ja / ja

Serienbildfunktion / Videofunktion

120 Bilder/s / 1920 x 1080 (30 Bilder/s)

interner Speicher / einsteckbare Speicherkarten

2380 MB / SD(XC)

Akku / Ladegerät / Netzteil

ja / ja / ja

Software

Android 2.3

TESTERGEBNISSE

Nikon Coolpix S800c

Arbeitsgeschwindigkeit

schnell

Qualität Bildschirm

kontrastreich und scharf

Handbuch: deutsch / ausführlich / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Service

Service-Hotline: deutschsprachig / Wochenenddienst / Öffnungsstunden / durchgehend / per E-Mail erreichbar

ja / nein / 8 Stunden / ja / ja

Internetseite: deutschsprachig / Handbuch verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

ja / ja / ja

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