685111

Nikon Coolpix S1100pj im Test

12.01.2011 | 12:00 Uhr |

Mit der Coolpix S1100pj bringt Nikon seine zweite Digitalkamera mit integriertem Projektor. Lesen Sie im Test, wieso das Gerät nicht überzeugen konnte.

Im Gegensatz zur Vorgängerin Coolpix S1000pj arbeitet der Projektor der Coolpix S1100pj bei gleicher Auflösung mit 14 statt 10 ANSI-Lumen. Darüber hinaus hat Nikon den Projektionsabstand auf maximal 2,4 Meter vergrößert. Bei der S1000pj lag er noch bei maximal 2 Metern.

Bildqualität: Die Auflösung der Nikon Coolpix S1100pj verlief sehr ungleichmäßig. Einmal lagen die Messwerte bei kurzer, mittlerer und langer Brennweite im Schnitt um 10 Prozentpunkte auseinander. Außerdem fiel die Auflösung zum Bildrand hin deutlich ab, so dass die Kamera lediglich einen mangelhaften Wirkungsgrad erzielte, der umgerechnet einer Auflösung von 3,4 Megapixeln entspricht.

Was das Bildrauschen angeht, so wurde die Nikon Coolpix S1100pj auf ISO 200 optimiert. Die Ergebnisse waren gut und blieben es auch bei höheren Empfindlichkeiten. Lediglich bei ISO 80 und 100 produzierte die Kamera etwas erhöhte Werte. Die hohe Eingangsdynamik sorgt dafür, dass die Nikon Coolpix S1100pj auch kontrastreiche Motive mit vielen Details einfängt. Dafür war ihre Ausgangsdynamik - die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den hellen und dunklen Bildbereichen - nur ausreichend, was auf einen nur bedingt fließenden Helligkeitsverlauf hindeutet.

Handhabung: Sie aktivieren den Projektor über einen Knopf auf der Gehäuseoberseite. Mit dem Drehram um den An-/Ausschalter justieren Sie die Schärfe der Projektion - die wirklich beeindruckend war. Um zwischen den Aufnahmen hin- und herzublättern reicht es, wie beim iPhone quer über den Bildschirm zu streichen.

Ausstattung: Der Bildschirm der Nikon Coolpix S1100pj misst 3,62 Zentimeter in der Diagonalen und ist berührungsempfindlich. Zur Bildstabilisierung setzt Nikon auf ein optisches Verfahren, sprich, eine bewegliche Linsengruppe im Objektiv verhindert ungewollte Unschärfen.

Fazit: Wie auch schon das Vorgängermodell Nikon Coolpix S1000pj   hat auch die Coolpix S1100pj Schwächen bei der Bildqualität. Vor allem die gemessene Auflösung und die Ausgangsdynamik waren zu niedrig. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk der 14-Megapixel-Kamera auch eher auf dem integrierten Projektor, der die Kamera zu einer besonderheit macht.

Alle Testergebnisse zum Nikon Coolpix S1100pj finden Sie im Artikel "10 Digitalkameras im Vergleich" in der PC WELT 1/2011.

Varianten:
Nikon Coolpix S1100pj schwarz
Nikon Coolpix S1100pj grün

ALLGEMEINE DATEN

Testkategorie

Digitalkameras

Digitalkamera-Hersteller

Nikon

Nikon Internetadresse

www.nikon.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

379 Euro

Nikons technische Hotline

09001/225564

Garantie des Herstellers

12 Monate

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Bildqualität (50%)

3,22

Ausstattung (25%)

4,42

Handhabung (20%)

2,91

Service (5%)

2,77

Testnote

befriedigend (3,44)

Preis-Leistung

noch preiswert

DIE TECHNISCHEN DATEN

Objektiv: Vergrößerungsfaktor / Brennweite

5,0fach / 28,0-140 Millimeter

Sucher

nein

Bildstabilisator

optisch

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

7,62 Zentimeter / 0,46 Megapixel / nein

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

nein / nein

Digitales Zoom: maximal

4fach

Anschlüsse

USB

Anzahl Motivprogramme / Makromodus: minimaler Abstand

21 / 3 Zentimeter

Rote-Augen-Funktion / Gesichtserkennung

ja / ja

Serienbildfunktion / Videofunktion

1 Bilder/s / 1280 x 720 (30 Bilder/s)

interner Speicher / einsteckbare Speicherkarten

79 MB / SDHC

Akku / Ladegerät / Netzteil

ja / ja / nein

Software

Nikon View NX 2

0 Kommentare zu diesem Artikel
685111