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Nexoc Osiris E702

16.01.2006 | 13:00 Uhr |

Das Spiele-Notebook ist top bei Tempo und Ausstattung – allerdings auch teuer.

Neben Dell mit dem XPS M170 haben auch einige weniger bekannte Anbieter Notebooks mit Nvidias Top-Grafikchip Geforce Go 7800 GTX im Angebot: Zum Beispiel Nexoc, das beim Osiris E702 auf einen Barebone von Clevo setzt, den auch Wortmann für das Terra Anima 1750 verwendet.

Bei den Spiele-Benchmarks liegt das Nexoc Osiris E702 auf dem Niveau des Dell XPS M170 – bessere 3D-Leistung im Mobilrechner finden Sie derzeit nicht. Far Cry beispielsweise bereitete dem Nexoc-Notebook selbst in der hohen nativen Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten und aktivierter Kantenglättung keinerlei Probleme. Bei F.E.A.R. kam es mit maximalen Effekten erst bei der nativen Auflösung mit 38 Bildern pro Sekunde ins Stolpern.

Spielen macht aber nur an der Steckdose Spaß: Im Akkubetrieb lässt Nexoc den Prozessor nur mit maximal 1,16 MHz laufen und würgt damit die Grafikleistung ab. Trotz dieser Bremse schaffte das Osiris E702 selbst bei Office-Arbeit nur etwas über zwei Stunden Laufzeit. Dank des schnellen Prozessors lieferte das Notebook auch bei anderen Anwendungen als Spielen eine Top-Leistung und gehörte zu den schnellsten Mobilrechnern.

Die Ausstattung ist üppig: Das Osiris E702 wartet mit einer 100-GB-Festplatte und Gigabit-LAN sowie zahlreichen Schnittstellen auf – darunter ein serieller Port, ein DVI-I-Anschluss, vier USB-Buchsen sowie ein S/P-DIF-Ausgang. Zum Fernsehen mit dem Notebook lässt sich eine TV-Karte nachrüsten - eine Buchse fürs TV-Kabel ist am Gehäuse vorhanden.

Positiv: Die Tastatur besitzt ein abgesetztes Nummernfeld – sie war aber nicht nur groß, sondern auch recht leise und vermittelte ein angenehmes Schreibgefühl. Das deutlich spiegelnde Display hätten wir uns heller gewünscht – Farben waren kräftig, fielen aber zu dunkel aus. Der Kontrast war sehr hoch.

Unter Last erwies sich das Nexoc Osiris E702 erwartungsgemäß nicht als Leisetreter: Die Lüfter waren deutlich zu hören – Spieler mit Kopfhörer stört das nicht, aber eventuell Zimmergenossen. Kritik müssen wir an der Verarbeitung unseres Testgerätes anmelden: Das Gehäuse wirkte nicht sehr stabil, außerdem war die Festplatte nicht richtig verschraubt – als wir das Notebook im Testlabor nach der Lautstärke-Messung im Keller wieder starten wollten, meldete es einen Boot-Fehler, da sich die Festplatte vom IDE-Anschluss gelöst hatte.

Fazit: Reichlich Power für Spiele und Standard-Programme bietet das Nexoc-Notebook. Auch die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen – das sollte man angesichts des Preises aber erwarten dürfen. Für den mobilen Einsatz ist es allerdings zu schwer und besitzt eine zu kurze Akkulaufzeit.

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