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Canon Pixma MP630

09.10.2008 | 10:31 Uhr |

Canon setzt beim Pixma MP630 auf eine neue Tintengeneration, die höhere Ausgabequalität liefern soll. Das bestätigte sich im Test. Allerdings ging der hohe Standard zu Lasten des Arbeitstempos.

Besonderheit: Mit dem Canon Pixma MP630 löst der Hersteller den MP610 ab. Rein äußerlich fällt auf, dass der Nachfolger mit einem kleineren Gehäuse auskommt. Die wahren Änderungen stecken jedoch im Inneren des Multifunktionsgeräts: So hat Canon dem MP630 eine weiterentwickelte Tintengeneration verpasst. Die einzelnen Farben befinden sich in kleineren Kartuschen, die jeweils mit neuen Chips versehen sind. Auch den Druckkopf unterzog der Hersteller einer Überarbeitung - zu erkennen an der zum MP610 geänderten Farbanordnung im Druckkopf.

Qualität: Die Weiterentwicklung von Tinten und Druckkopf kam der Druckqualität zugute: So lieferte das Multifunktionsgerät Texte mit einem sehr klaren Schriftbild, das den recht runden Buchstabenrändern zu verdanken war. Gerade bei feinen Linien spielte das Gerät seine Stärke voll aus. Auffallend homogen fielen Farbflächen auf Normalpapier aus. Auch die Testkopien überzeugten dank der guten Details, Farben und Graustufen. Das lag allerdings nicht nur am neuen Druckwerk, sondern gleichermaßen an der verbauten Scaneinheit. Sie überzeugte nicht nur bei der Farbgebung der Scans, sondern auch in der Tiefenschärfe.

Tempo: Die qualitativen Steigerungen gingen allerdings zu Lasten der Arbeitsgeschwindigkeit. Im Vergleich zum Vorgänger büßte der MP630 in dieser Disziplin Punkte ein, was auch an den zahlreichen Düsenreinigungsläufen lag. Wir stoppten beispielsweise für 10-Seiten Grauert-Brief 1:38 Minuten. Der Vorgänger schaffte die Aufgabe noch in 53 Sekunden. Doch auch bei farbigen Dokumenten wie unserem Zehnseiter aus Acrobat benötigte der MP630 mit 3:44 Minuten etwas länger als der MP610 (3:26 Minuten). Schnell dagegen waren Scans und Kopien erstellt.

Ausstattung: Wie der Vorgänger bietet das Gerät zwei Papierzuführungen, Vorschaudisplay und eingebaute Duplex-Einheit. Vorne am Gehäuse finden sich Speicherkartenslots, Infrarot-Schnittstelle und Pictbridge-Anschluss. Die Bedienung ohne PC funktioniert über ein Drehrad und ist intuitiv.

Verbrauch: Mit Energie geht der MP630 sparsam um: Im Standby-Modus schaltete das Gerät zuerst auf 4,8 Watt, kurz danach sogar auf geringe 1,9 Watt. Ausgeschaltet ging es tatsächlich auf 0 Watt - lobenswert. Bei den Seitenpreisen errechneten wir 3,4 Cent für das schwarzweiße und 7,3 Cent für das farbige Blatt. Der MP630 liegt damit leicht über seinem Vorgänger.

Fazit: Ein Allround-Kombigerät, das hohe Qualität liefert und eine runde Ausstattung mitbringt. Allein beim Tempo muss man einen gewissen Kompromiss machen.

Alternative: Für Anwender, die eine ähnliche Ausstattung suchen und den Tick mehr Arbeitstempo zu schätzen wissen, bietet sich der Canon Pixma MP610 an. Das Kombigerät ist zwar wuchtiger in der Bauweise, dafür allerdings auch schneller. Außerdem lassen sich inzwischen Kartuschen von Drittanbietern einsetzen, was die Unterhaltskosten weiter senken hilft.

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