Neue Systemkamera Olympus OM-D ©Olympus
Nach sieben PEN-Modellen bringt Olympus mit der OM-D eine neue Systemkamerareihe. Doch wie schon die PEN ist auch die OM-D eigentlich keine Neuheit. Vor 40 Jahren hat sie bereits in analoger Form existiert – als erste kompakte und damit reisetaugliche Wechselobjektiv-Kamera.
Das Gehäusedesign der OM-D (Modell E-M5) entspricht ganz der aktuellen Retrowelle: klare Linien, gummierte Oberfläche, wahlweise in komplett schwarz oder schwarz-silberfarben erhältlich. Im Inneren der Systemkamera findet sich modernste Technik, die dank des staub- und spritzwassergeschützen Gehäuses auch Fototouren bei schlechtem Wetter aushält.
PC-WELT hatte die Gelegenheit, die Olympus OM-D auszuprobieren. Bitte beachten Sie, dass die OM-D, mit der diese Testbilder gemacht wurden, noch eine Vorabversion der Software (Version 0.9) aufgespielt hatte. Dennoch möchten wir Ihnen die Aufnahmen nicht vorenthalten.
Kaufberatung: Die optimale Systemkamera finden
Ausstattung: Sucher, Blitz und reichlich Einstellungen
Die meisten Systemkameras verzichten aus Gründen der Kompaktheit auf einen Sucher, und auch der integrierte Blitz ist längst kein Standardmerkmal. Olympus geht bei der OM-D einen Kompromiss ein: Der Sucher ist fest eingebaut, der Blitz liegt in einer Aufsteckversion bei und lässt sich bei Bedarf am Blitzschuh befestigen.
Das 3-Zoll-Touchdisplay lässt sich nach oben und vorne aufklappen. Es stellt 610 000 Bildpunkte dar, was überdurchschnittlich viel ist. Zum Ausrichten des Motivs haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können permanent das Livebild auf dem Display anzeigen lassen, oder Sie nutzen den elektronischen Sucher. Der Clou dabei ist ein integrierter Sensor, der den Sucher automatisch aktiviert und das Display ausschaltet, sobald Sie mit dem Auge in die Nähe des Suchers kommen.
Der Bildsensor nimmt Fotos mit 16,1 Megapixeln auf, Videos werden mit 1920 x 1080 Bildpunkten im Mpeg-4-Format aufgezeichnet. Eine weitere Besonderheit ist der mechanische Bildstabilisator, der nicht nur horizontale und vertikale Bewegungen ausgleicht, sondern auch Wackler entlang der vertikalen und horizontalen Achse sowie Rotationsbewegungen verringern soll. Im Test funktionierte der Stabilisator sehr gut.
Art Filter: Perfekt für Einsteiger und Spaßfotografen
Trotz ihres stolzen Preises von 1299 Euro sollte die Olympus OM-D auch Kameraneulinge nicht überfordern. Grund dafür sind die verschiedenen Filter, die Olympus bereits in den PEN-Modellen bereitstellt. Sie erleichtern das Fotografieren und bringen überzeugende Ergebnisse. Neben den bereits bekannten Filtern wie „Pop Art“ und „Lochkamera“ bietet die OM-D zwei neue Filter: den „Dramatischen Effekt“, der den Kontrast und die Farben einer Aufnahme verstärkt, sowie den „Gemälde“-Modus, der ein Motiv in Wasserfarben taucht.
Originalaufnahme
Crossbelichtung: Simuliert einen Diafilm, der wie ein Farbnegativfilm belichtet wurde
Diorama: Simuliert ein Tilt-Shift-Objektiv und produziert so eine sehr begrenzte Schärfeebene. Vor allem Aufnahmen aus großer Entfernung wirken dadurch wie Miniaturen einer Modelleisenbahn.
Dramatischer Effekt: Verstärkt Korn, Kontraste und Farben
Gemälde: Nimmt dem Bild die Tiefe und verändert die Farben
Lochkamera: Sehr starke Vignettierung
Pop Art: Extreme Verstärkung der Farben
Körniger Film
Sepia
Soft Fokus: Weichzeichner
Nicht mehr ganz neu, aber sehr nützlich für Anwender, die sich nicht für einen Filter entscheiden können, ist das Filter-Bracketing. Ist es aktiviert, schaltet die Kamera selbständig alle Filter durch und macht jeweils eine Aufnahme vom gewählten Motiv. Zur Verarbeitung der Daten brauchte die OM-D im Test nur wenige Sekunden.
Zwei weitere neue Funktionen sind die Optionen „Bulb“ und „Time“. Mit ihnen können Sie die Belichtung einer Aufnahme live auf dem Bildschirm verfolgen und beenden, sobald Sie damit zufrieden sind. Sie eignen sich daher besonders gut für Motive mit Lichteffekten, etwa ein Feuerwerk oder eine Lasershow. Sie benötigen dazu jedoch unbedingt ein Stativ, da die langen Belichtungszeiten sonst nur Unschärfen produzieren.
Neues Objektiv: Motorzoom macht der Kamera Beine
Passend zur OM-D bringt Olympus ein brandneues Objektiv auf den Markt: Das M.Zuiko Digital ED 12-50mm 1:3,5-6.3 EZ lässt sich wahlweise manuell oder elektromagnetisch steuern. Zum Umschalten schieben Sie einfach den kompletten Objektivring ein Stück nach hinten. Die Bedienung des Motorzooms ist sehr gut gelöst und gefiel uns besser als die Panasonic-Lösung: Statt eines Schiebereglers, der den Fingern eine eher untypische Haltung abverlangt, passen Sie den Zoom wie gehabt über den Objektivring an. Dieser muss jedoch nur minimal angetippt werden und reagierte im Test einwandfrei.
Insgesamt hat das neue Zoom einen sehr positiven Einfluss auf die Arbeitsgeschwindigkeit der Systemkamera – vor allem hinsichtlich des Autofokus. Die OM-D ist damit sicherlich die schnellste aller Olympus-Systemkameras. Übrigens: Die PEN und die OM-D verwenden die gleichen Objektive, so dass Sie kein neues Sortiment brauchen.
Bildqualität: Guter erster Eindruck, Labortests folgen
Zwar konnten wir die Olympus OM-D noch nicht unseren Labortests unterziehen. Der erste Eindruck der Gehäuse-Objektiv-Kombi war trotz Vorab-Software jedoch sehr gut. Architekturbilder gelangen ohne sichtbare Verzeichnung. Selbst in dunklen Bildbereichen waren noch Details erkennbar. Die Schärfe blieb bis zu den Bildrändern konstant.
Vergleichstest: Die beste Systemkamera
Fazit: Vielversprechende Kamera
Olympus hat mit der OM-D eine aufregende Systemkamera im Sortiment, die uns im Praxistest überzeugte. Zwar gehört sie mit knapp 1300 Euro zu den teuersten Modellen bisher.
Dafür bekommen Sie jedoch ein wertiges und robustes Magnesiumgehäuse in zwei Farbkombinationen sowie ein Motorzoomobjektiv, das durch Bildqualität und Arbeitsgeschwindigkeit punkten konnte.
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Das Model wird in Szene gesetzt.
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Das Model wird in Szene gesetzt.
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Bitte lächeln!
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Lochkamera"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Lochkamera"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Dramatischer Effekt"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Crossbelichtung"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Sepia"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Körniger Film"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Crossbelichtung"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Dramatischer Effekt"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Soft Fokus"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Spiel mit Licht und Schatten
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Sepia"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Filter "Körniger Film"
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D
Foto-Shooting mit der Olympus OM-D