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Die Software-Tests im August 2012

24.08.2012 | 08:30 Uhr |

Im Test waren zwei Profiprogramme für Bildbearbeitung: Photoshop CS6 Final und DxO Optics Pro 7 Elite, außerdem die Medienverwaltung Ashampoo Photo Commander 10 und die Salfeld Kindersicherung 2012.

Das Testcenter der PC-WELT prüft laufend neue Programme und sagt Ihnen, ob sich der Kauf einer Software lohnt. Hier die Programme im kurzen Überblick:

Photoshop CS6: Weitreichend verbessert und einfacher zu handhaben

Photoshop erscheint in der Version CS6 mit zahlreichen wichtigen Verbesserungen. Sie können Bildfehler jetzt deutlich genauer als bisher korrigieren. unter anderem mit der neuen adaptiven Weitwinkelkorrektur, die verbogene Kanten in Weitwinkel- und Fisheye-Aufnahmen glättet. Vereinfachungen gibt´s auch bei der Retusche, sie lässt sich besser steuern und das Ergebnis vorher besser abschätzen.

Mit dem neuen „Inhaltsbasierend-verschieben-Werkzeug“ verändern Sie ein Bild. Sie wählen ein Hauptmotiv mit ein paar Klicks aus und ziehen es an eine andere Stelle im selben Foto. Die Software glättet vollautomatisch alle Übergänge und die Lücke an der ursprünglichen Position. Verbleibende kleine Fehler lassen sich mühelos mit Kopierstempel oder anderen Werkzeugen ausgleichen. Gute Ergebnisse liefern außerdem eine neue Kontrastautomatik und die neuen Color-Look-Effekte, mit denen Sie unauffällige bis dramatische Farb- und Kontraständerungen erreichen.

PC-WELT-Test: Adobe Photoshop CS6 Final

DxO Optics Pro 7 Elite: Geeignet für den kompletten Bearbeitungs-Workflow

Die Software ist im wesentlichen ein RAW-Entwicklerwerkzeug, das für den Einsatz ganz am Anfang des Bildbearbeitungs-Workflow konzipiert wurde. Mit einem Preis von knapp 300 Euro richtet sich das Programm an semiprofessionelle und professionelle Nutzer. Die Entwickler haben denn auch konsequent auf Funktionen verzichtet, die nicht unmittelbar zum Workflow gehören. In der optischen Aufbereitung von Fotos überzeugt die Software. Zu jedem ausgewählten Foto schlägt sie ein Preset von Optimierungen vor. Wir haben das mit von anderen Programmen bereits vor-optimierten JPG-Fotos getestet und konnten meist noch deutliche Verbesserungen erzielen.

Highlight sind die nachladbaren „optischen DxO-Module“: Hinter dem sperrigen Begriff stecken Voreinstellungen, die jeweils ganz genau auf eine bestimmte Kamera-Objektiv-Kombination abgestimmt sind. Linsenverzeichnungen, Aberrationen oder ein sensor-typisches Bildrauschen lassen sich damit extrem präzise korrigieren. Auch zur Bereinigung von haltungsbedingten Bildfehlern wie schiefen Horizonten oder perspektivischen Verzerrungen hat DxO Optics Pro 7 Elite mehrere in der Anwendung simple, im Ergebnis tadellose Werkzeuge.

PC-WELT-Test: DxO Optics Pro 7 Elite

Ashampoo Photo Commander 10: Mehr als nur Bildverwaltung

Die Software ist eine Medienverwaltung, die neben Fotos auch Musikstücke und Videoclips katalogisieren und wiedergeben kann. Ihre Stärken entfaltet die Medienverwaltung aber tatsächlich, wenn es um das Sichten, Organisieren und Optimieren von Fotos geht. Wurde ein Foto per Mausklick ausgewählt, lässt es sich über das Register „Quickfix“ bearbeiten.  Änderungen nimmt die Software direkt in den Bildern vor. Will man die Originale behalten, muss man die Änderungen unter einem neuen Namen zu speichern.

Photo Commander 10 bietet auch die Möglichkeit, Bilder beispielsweise mit Hinweispfeilen oder Sprechblasen zu versehen und Beschriftungen hinzuzufügen. Auch hier ist die Handhabung weitgehend intuitiv. Völlig daneben griff in unserem Test allerdings die Funktion, mit der sich doppelte oder ähnliche Bilder aufspüren lassen sollen: Die Fundstücke hatten praktisch nichts miteinander gemein.

PC-WELT-Test: Ashampoo Photo Commander 10

Kinder sicher am PC:Es fehlen noch viele Filter

Mit der Kindersicherung 2012 können Eltern ihren Kinder für die PC- und Internetnutzung zeitliche und inhaltliche Grenzen setzen. Großes technisches Verständnis auf Elternseite ist nicht vonnöten: Ein Assistent führt durch die grundlegende Einrichtung. BeimBlockieren unerwünschter Inhalte bot die Kindersicherung im Test allerdings ein durchwachsenes Bild. Einschlägige Websites mit erotischen Inhalten blockierte die Software zuverlässig.

Anders sah es in den Kriterien „Drogen“ und „Waffen“ aus, hier ließen sich Seiten mit Anleitungen zum Drogenkonsum und Waffenbau aufrufen. Und Filter für Pro Ana-Websites (wo lebensgefährliche Essstörungen als Lifestyle propagiert werden) und politische oder religiöse Extremisten-Websites gibt es gar nicht. Eltern haben allerdings die Möglichkeit, die Liste unerwünschter Urls selbst zu ergänzen. Aber dazu müssen sie sie erst einmal kennen.Ein durchweg positives Bild lieferte unser Test, wenn es darum ging, die PC- und Internetnutzung zeitlich zu limitieren.

PC-WELT-Test: Kinder sicher am PC - Kindersicherung 2012

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