Chromebooks sind noch nicht ausgereift

Dienstag den 14.06.2011 um 17:51 Uhr

von Jason Cross

Ein Computer, der nur in der Lage ist einen Browser und nichts weiteres auszuführen, hat seine Vorteile. Alles wird über den Chrome Browser mit Ihren anderen Computern synchronisiert. Es fährt schnell hoch und erwacht noch schneller aus dem Schlafmodus. Es kann neue Aktualisierungen herunterladen und installieren, ohne Sie damit zu belästigen. Aber für jeden Vorteil des „Internet"-Computers können wir mindestens zwei gravierende Nachteile finden, sodass wir uns doch wieder nach einem umfangreicheren Betriebssystem sehnen.

Google greift Notebooks mit Chromebooks an

Ankündigung der ersten Chromebooks
Ankündigung der ersten Chromebooks

In den letzten Tagen, während wir diesen Test geschrieben haben, taten sich immer wieder Situationen auf, in denen wir uns geärgert haben. Wie oft wollten wir einfach nur etwas von einem Fenster zum nächsten ziehen? Wir haben versucht Web-Apps zu verwenden, um Bilder zu bearbeiten und Diagramme in Tabellenkalkulationsprogrammen zu erstellen, aber letztendlich haben wir uns immer die schnellere und umfangreichere Desktop-Version gewünscht. Ein weiteres Ärgernis ist die Notwendigkeit einer Internetverbindung. Wenn wir irgendwo hinfliegen, müssen wir auf das Wi-Fi verzichten und können nicht einmal Musik hören, weil die Festplatte dafür zu klein ist. Wobei das Abspielen von Medien sowieso kein Genuss ist, das Geräusch der Boxen nervt und es werden nur wenige Dateiformate unterstützt. Sie können auch keine RAW-Fotos Ihrer Spiegelreflexkamera bearbeiten. Uns kam es so vor, als müssten wir uns die ganze Zeit Gedanken machen, wie wir die Einschränkungen möglichst gut umgehen können. Sicher finden sich Mittel und Wege die Probleme zu umgehen, aber so wollen wir nicht am Computer arbeiten.

Test: Die schnellsten Tablet-PCs

Bildergalerie öffnen Die ersten Chromebooks von Google

Letztendlich scheint das Experiment ein paar Jahre in die Zukunft zu gehören. Irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, kann der Tag kommen, an dem Web-Anwendungen so gut und umfangreich sind, dass diese die klassischen Programme ersetzen können. Zusammen mit besseren, energieeffizienteren Prozessoren, günstigeren Flash-Speichern und einer Handvoll Aktualisierungen und Änderungen bei Chrome OS, könnte ein guter neuer Browser-basierter Computer veröffentlicht werden. Alles andere würde wenig Sinn machen. Aber bis dahin finden Sie bessere Windows-basierte Notebooks, die sich im Preisbereich zwischen 300 und 350 Euro befinden. Diese Notebooks sind zwar nicht so kompakt wie das Chromebook und fahren nicht so schnell hoch, aber dafür bieten diese Notebooks auf Grund des Funktionsumfangs viele weitere Vorteile. Derzeit können wir es uns nicht vorstellen ein Chromebook weiterzuempfehlen. Momentan sind Chrome OS-Laptops etwas für Technik-Enthusiasten. Sogar Android 3.0-Tablets scheinen leistungsstärker, flexibler und umgänglicher als diese Chromebooks zu sein.

Die besten Tablet-PCs im Test

Der Originalartikel wurde von Jason Cross verfasst.

Dienstag den 14.06.2011 um 17:51 Uhr

von Jason Cross

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