24.04.2009, 10:45

Thomas Rau

Netbook mit hellem Display

MSI Wind U120-1616UXP

Den Nachfolger des beliebten Wind U100 wertet MSI mit einem UMTS-Modem auf. Doch sein eigentliches Highlight macht den Mini-Laptop zum idealen Netbook für den Sommer.
Ob im Biergarten oder am Strand: Das mit über 250 cd/m2 extrem helle entspiegelte Display des MSI U120-1616XP lässt sich selbst in der Sommersonne problemlos ablesen. Auch der Kontrast liegt mit 604:1 sehr hoch - für Mails und andere Texte ist das ideal. Weniger gut kommt das 10,1 Zoll große Display mit Farben zurecht - vor allem im hellen Bereich löst der Bildschirm Nuancen nicht sehr gut auf: Die Urlaubsfotos schauen Sie also lieber auf dem großen Monitor zuhause an.

Akkulaufzeit: Vier Stunden sind nicht gut genug
Mit 1,32 Kilogramm bringt das MSI Wind U120-1616UXP viel Gewicht auf die Waage - für ein 10-Zoll-Netbook mit 6-Zellen-Akku ist es aber nicht außergewöhnlich hoch. Weniger gut: Die Akkukaufzeit fällt trotz des großen Akkus (49 Wh) nicht besonders üppig aus: Beim WLAN-Surfen mit ergonomischer Helligkeit (100cd/m2) musste es bereits nach vier Stunden wieder an die Steckdose, bei der Video-Wiedergabe hielt es 3:17 Stunden durch. Unpraktisch fürs Stromsparen: Die eingebauten Funkmodule für WLAN, Bluetooth und UMTS lassen sich über die dafür vorgesehene Tastenkombination nicht gemeinsam ausschalten.

Ausstattung: WLAN, Bluetooth, UMTS sind dabei
Wer das Wind U120 als mobile Surfmaschine einsetzen will, wird darüber nicht klagen: Mit 11n-WLAN, Bluetooth und dem HSDPA-Modem von Ericsson, das ein Download-Tempo von 7,2 MBit/s unterstützt, ist man mit dem MSI-Netbook fürs kabellose Internet ideal gerüstet. SIM-Wechsler haben allerdings schlechte Karten: Um die Mobilfunkkarte einzulegen, muss man den Akku entfernen - und nur mit spitzen Fingernägeln bekommt man das SIM-Plättchen aus dem Kartenschacht auch wieder heraus.

Web-Kamera zur Gesichtskontrolle
Die restliche Hardware-Ausstattung bietet das, was derzeit für Netbooks üblich ist: 1 GB RAM, Festplatte mit 160 GB, sowie drei USB-Ports, einen VGA-Ausgang, zwei Audiobuchsen, einen Kartenleser und eine Webcam. Die kann man übrigens auch zur Windows-Anmeldung einsetzen - MSI installiert dafür eine überraschend flinke Software: Zuverlässig funktionierte die Gesichtskontrolle im Test aber nur, wenn wir für gute Lichtverhältnisse sorgten: Bei schummriger Beleuchtung erkannte die Kamera das Gesicht nicht, und sperrte uns vom Netbook-Zugang aus.

Tastatur: Groß und gut
Chat-Freunde und sonstige flinke Tipper dürfen sich beim MSI Wind U120 über eine stabile und leise Tastatur freuen, deren Tasten einen klaren Anschlag bieten. Die meisten Tasten liegen in einem angenehm großen 17,5-Millimeter-Raster - nur einigen Satzzeichen-Tasten hat MSI eine Schrumpfkur angedeihen lassen. Eine externe Maus muss man allerdings aks Zusatzinvestition einplanen: Denn das leicht bremsende Touchpad mit seinen lapprigen Tasten nervte im Praxistest extrem.

Der laute Lüfter stört
Noch eine Nervensäge: Der Lüfter des MSI-Netbooks rauschte unter Last mit 1,3 Sone - ein klarer Minuspunkt. Hier muss MSI unbedingt per Bios-Update nachbessern. Beim Tempo erlebten wir dagegen weder gute noch böse Überraschungen: Das Wind U120 erreicht beim PC Mark 05 1554 Punkte und liegt damit auf dem für Netbooks üblichen niedrigen Niveau. Bei unserem Testmodell waren Deckel und Displayrahmen mit einer weißen Glanzlackierung versehen, auf der Fingerabdrücke deutlich sichtbar blieben. Das Display lässt sich übrigens kaum weiter als 90 Grad öffnen - stößt man dann nur leicht an den Bildschirm, kippelt das Netbook bedenklich, bei stärkerer Berührung fällt es nach hinten um: Ein ähnlich unbalanciertes Netbook ist uns noch nicht untergekommen.
Fazit: Der Sommer kann kommen - das MSI Wind U120-1616XP ist mit dem sonnentauglichen Display, der schreibfreundlichen Tastatur und der guten Netzwerk-Ausstattung eigentlich ideal für unterwegs. An die Netbook-Spitze kann es sich nicht ganz vorarbeiten: Dafür fehlt ihm vor allem eine längere Akkulaufzeit.
Alternativen: Das Samsung NC10 hält im Akkubetrieb fast acht Stunden durch und ist etwas leichter. Ebenfalls UMTS und ein sehr helles Display bringt das LG X110 mit, das aber mit seinem 3-Zellen-Akku nicht einmal zwei Stunden durchhält.
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