05.03.2009, 10:00

Thomas Rau

Netbook mit UMTS

Toshiba NB100-12N

Always online: Toshiba stattet das Netbook NB100-12N mit einem UMTS-Modem aus - so kann man mit dem Mini-Laptop überall ins Internet. Was das Netbook sonst noch auszeichnet, klärt unser Test.
Das Mobilfunk-Modem von Ericsson unterstützt den UMTS-Turbo HSPA: Im Idealfall kann man Daten also mit maximal 7,2 MBit/s empfangen und mit 2 MBit/s senden. Außerdem besitzt das Modem F3507g auch einen GPS-Empfänger: Der ist im Toshiba-Netbook aber standardmäßig de-aktiviert, auch eine Navigations-Software liegt nicht bei. Das UMTS-Modem steckt als Mini-PCI-Express-Karte auf der Hauptplatine. Die SIM-Karte für den Mobilempfang schiebt man auf der rechten Seite des Netbook-Gehäuses ein: Einigermaßen zuverlässig funktioniert das aber nur mit langen Fingernägeln, denn der SIM-Steckplatz liegt recht tief. Zum Einsetzen und Entnehmen der Karte muss das Netbook ausgeschaltet sein, sonst erkennt die Modem-Software sie nicht.

Highlight Mobilfunk-Modem
Abgesehen vom UMTS-Modem und dem Steckplatz für die SIM-Karte entspricht das NB100-12N weitgehend dem ersten Netbook von Toshiba, dem NB100-11J. Wie dieses bringt auch das UMTS-Netbook 1 GB Arbeitsspeicher und eine mittelmäßig schnelle 120-GB-Festplatte mit. Das WLAN-Modul arbeitet nur mit dem älteren 11g-Standard. Dafür besitzt das NB100-12N im Gegensatz zum Vorgänger Bluetooth.

Ebenfalls Standardkost bekommt man bei den Schnittstellen: Das Toshiba-Netbook bietet unter anderem drei USB-Ports, zwei Audio-Anschlüsse sowie - platzsparend hinten am Gehäuse platziert - einen VGA- und einen Netzwerkanschluss. Ein Speicherkartenleser und eine VGA-Webcam sind ebenfalls mit dabei.

Akkulaufzeit: Durchschnittlich mobil
Das Toshiba NB100-12N wiegt 1100 Gramm: Damit ist es 40 Gramm schwerer als der Vorgänger ohne UMTS. Im Mini-Laptop steckt ein 4-Zellen-Akku mit 38 Wh - er ragt auf der Rückseite rund 1,5 Zentimeter übers Gehäuse hinaus. Ohne Netzstrom hielt das Netbook knapp drei Stunden beim Abspielen eines Videos durch und rund 3,5 Stunden beim Surfen per WLAN - ein recht ordentliches Ergebnis. WLAN und Bluetooth lassen sich beim NB100-12N übrigens nicht getrennt abschalten.

Das 8,9 Zoll große Display mit der Netbook-typischen Auflösung 1024 x 600 Bildpunkten spiegelt. Die maximale durchschnittliche Helligkeit ist mit 168 cd/m2 zwar ordentlich, liegt aber nicht hoch genug, um das Netbook-Display auch draußen problemlos ablesen zu können. Farben gibt das NB100-12N sehr ordentlich wieder, allerdings mit einem leichten Stich ins Rote. Gut: Das Display lässt sich sehr weit öffnen. So kann man trotz des sehr geringen vertikalen Blickwinkels auch in unterschiedlichen Arbeitspositionen das Display immer optimal positionieren. Die Scharniere halten das Display stabil in der eingestellten Position.

Die Tastatur ist nichts für große Hände
Die Tasten des Toshiba-Netbooks liegen in einem 16-Millimeter-Raster: Für schnelles Tippen oder Anwender mit großen Fingern ist das zu klein - man vergreift sich oft. Außerdem fallen viele Tasten - zum Beispiel die Umlaute - noch schmaler aus. Bei schwacher Beleuchtung muss man mehr oder weniger blind tippen, denn die blaue Beschriftung der schwarzen Tasten kann man dann kaum erkennen. Trifft man die richtigen Tasten aber, verwöhnt die stabile Tastatur mit einem angenehmen Anschlag.

Bei den Tempo-Tests schnitt das Toshiba NB100-12N ab wie die meisten Netbooks: Im PC Mark 05 erreichte es 1505 Punkte. Im Sysmark 2007 schaffte es 40 Punkte. Bei Office-Anwendungen war es aber kaum langsamer als günstige Standard-Notebooks der 500-Euro-Klasse.
Fazit: Das Toshiba NB100-12N ist solide verarbeitet und recht leicht. Mit dem integrierten UMTS-Modem könnte es also der ideale Mini-Laptop zum Surfen sein. Doch das spiegelnde Display lässt sich draußen kaum gebrauchen. Außerdem ist die Akkulaufzeit nur mittelmäßig.
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