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Samsung N220 im Test

22.02.2010 | 09:30 Uhr |

Sparsame Komponenten und ein großer Akku: Diese Kombination im Samsung N220 verspricht eine herausragende Akkulaufzeit. Die PC-WELT hatte das elegante Netbook im Test.

Samsung stattet das Netbook N220 mit den Komponenten aus Intels neuer Netbook-Plattform Pine Trail aus. Im Mini-Notebook sitzen der Prozessor Atom N450 (Taktrate: 1,66 GHz) und der Chipsatz NM10. Als Betriebssystem kommt Windows 7 Starter zum Einsatz.

Tempo
Beim Arbeitstempo bringt Pine Trail dem Samsung N220 kaum Vorteile. In einigen älteren Benchmarks wie dem 3D Mark 03 schnitt das Netbook sogar schlechter ab als Vorgänger-Modelle. Im 3D Mark 06 konnte die neue Grafikeinheit Intel GMA 3150 den Vorgänger GMA 950 zwar deutlich überflügeln: Doch die 3D-Leistung von Netbooks bleibt auch mit Pine Trail sehr bescheiden und untauglich für einigermaßen aktuelle Spiele.

Der große Akku bringt dem Samsung N220 eine lange Laufzeit
Vergrößern Der große Akku bringt dem Samsung N220 eine lange Laufzeit
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Akku-Laufzeit
Im Akku-Test überzeugte das Samsung N220 dagegen: Beim Abspielen eines Videos von der Festplatte hielt es fast sieben Stunden durch - ein neuer Netbook-Rekord. Auch beim Internet-Surfen über WLAN schnitt das Samsung N220 mit über zehn Stunden Laufzeit sehr gut ab.
Ein Grund für das hervorragende Ergebnis ist die Sparsamkeit der Pine-Trail-Komponenten: Beim Video-Test war das Samsung N220 rund zwei Watt sparsamer als die Vorgänger-Generation. Viel entscheidender für die lange Laufzeit: Samsung baut ins N220 einen starken 6-Zellen-Akku mit 64 Wattstunden. Allein der größere Akku bringt rund eine Stunde mehr Akku-Laufzeit als ein 58-Wattstunden-Akku. Aber Achtung: Andere Konfigurationen des N220 stattet Samsung nur mit einem kleineren Akku aus. Durch den dicken Akku steht das Samsung N220 leicht schräg: Das erzwingt beim Tippen auf der Tastatur eine ergonomische Handhaltung.

Display und Betriebsgeräusch
Der Bildschirm im Samsung N220 ist entspiegelt: Damit reflektiert er das Umgebungslicht weniger und lässt sich auch unter verschiedenen Lichtverhältnissen ablesen. Für bewölkten Himmel reicht seine Helligkeit noch aus, bei Sonnenschein erkennt man aber trotz matter Display-Oberfläche nur noch wenig. Sehr angenehm: Auch unter Last arbeitete der Lüfter im Samsung N220 sehr leise.

Tastatur
Die Tastatur im Samsung N220 entspricht dem derzeit angesagten Island- oder Chiclet-Design: Die einzelnen Tasten liegen dabei nicht direkt nebeneinander, sondern haben einen kleinen Zwischenraum. Der Abstand der meisten Tasten ist ausreichend groß, um die richtigen Tasten problemlos zu treffen. Allerdings fallen beim Samsung N220 einige Tasten kleiner aus: Zum Beispiel die Umlaute Ü und Ä. Das kann schnelle Tipper durcheinander bringen. Im Gegenzug führt Samsung einige häufig benutzen Tasten auf der linken Seite - etwa Strg, Alt und Shift - größer aus als bei Netbooks üblich.
Die Tastatur überzeugte beim Schreiben mit einem klaren Druckpunkt und einem ausreichenden Tastenhub. Die Tastatur war außerdem sehr stabil eingebaut.

Ausstattung
Die Hardware im Samsung N220 gleicht der in den meisten anderen Netbooks: Wie viele Netbooks mit Windows 7 Starter besitzt es eine 250 GB große Festplatte. Auch bei den Anschlüssen bietet die Pine-Trail-Generation nichts neues: drei USB-Ports, VGA-Ausgang, LAN-Port, zwei Audiobuchsen sowie Kartenleser und Web-Kamera können auch ältere Netbooks vorweisen. Fürs kabellose Netzwerk bringt das Samsung N220 alles mit: Das WLAN-Modul funkt mit dem aktuellen Standard 802.11n - sendet und empfängt allerdings nur einen Datenstrom gleichzeitig. Auch Bluetooth ist an Bord.
Um mit dem Samsung N220 online zu gehen, zu chatten, Musik zu hören oder Fotos zu betrachten, muss man nicht Windows starten. Das Netbook bootet auf Wunsch nach wenigen Sekunden in Phoenix Hyper-Space, eine Programmumgebung, die im Bios läuft. Allerdings genehmigt sich Hyper-Space 256 MB vom ohnehin nur 1 GB großen Arbeitsspeicher. Das lässt sich aber in einem Konfigurations-Tool unter Windows ändern.

Fazit: Das schicke Samsung N220 ist eine klare Kaufempfehlung, wenn Sie ein aktuelles Netbook suchen. Die neue Pine-Trail-Plattform und der große Akku bringen ihm eine sehr lange Akku-Laufzeit. Die Tastatur eignet sich auch für Vielschreiber und das entspiegelte Display lässt sich unter den meisten Lichtverhältnissen vernünftig nutzen. Allerdings ist das Samsung N220 etwas teurer als andere Windows-7-Netbooks.

Alternativen:
Ungefähr genauso lange wie das Samsung N220 hielt im Akku-Test der 50 Euro günstigere Asus Eee PC1005PE durch. Doch ihm fehlt Bluetooth und sein Display ist nicht besonders hell.

Varianten:
Samsung N220-Marvel: getestet
Samsung N220-Maroh: mit 57-Wattstunden-Akku
Samsung N220-Mito: in rot, mit 57-Wattstunden-Akku

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