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Toshiba NB100-11J

05.12.2008 | 09:30 Uhr |

Auch Toshiba springt jetzt auf den Netbook-Zug auf: Im Test hatten wir den NB100-11J, den ersten Mini-Laptop des Notebook-Herstellers mit Intel Atom und 8,9-Zoll-Display.

Große Preisspanne: Die Preisempfehlung von Toshiba für das NB100-11J liegt bei 449 Euro, bei Online-Händlern findet man es für rund 430 Euro, und im Media-Markt kostet das Netbook 399 Euro. Die technischen Daten des NB100-11J versprechen gewohnten Netbook-Standard: Ein 8,9-Zoll-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten, den Atom-Prozessor N270 von Intel mit 1,6 GHz, 1 GB RAM und eine 120-GB-Notebook-Festplatte. Das Gehäuse ist solide verarbeitet, der Displaydeckel wirkt massiv. Er ist mit einer schwarzen Glanzlackierung versehen: Das wirkt schick, solange man das Netbook regelmäßig reinigt - sonst bleiben Fingerabdrücke sichtbar und das Netbook sieht schnell abgegriffen aus. Der 4-Zellen-Akku ragt hinten über das Gehäuse hinaus, doch das Netbook steht auch mit ausgebautem Akku stabil.

Tempo: Netbooks mit Atom-CPU und 2,5-Zoll-Festplatte liegen beim Rechentempo sehr eng zusammen und erreichen im PC Mark 05 zwischen 1500 und 1600 Punkte. Mit 1568 Punkten machte auch das Toshiba NB100-11J da keine Ausnahme.

Ausstattung: Die Festplatte im NB100-11J fasst 120 GB. Andere Netbooks bieten zu einem ähnlichen Preis eine 160 GB große Platte. Auch bei der Kommunikations-Ausstattung schneidet das Toshiba-Netbook schlechter ab als die Konkurrenz: Das WLAN-Modul unterstützt nur den Standard 11g mit maximal 54 MBit/s. Bluetooth ist nicht integriert. Die Schnittstellen sind sinnvoll verteilt: Die Audiobuchsen liegen vorne, die Anschlüsse für einen externen Monitor und das Netzwerkkabel hinten am Gehäuse.

Ergonomie: Das Display des NB100-11J besitzt eine spiegelnde Glare-Oberfläche. Die Helligkeit liegt mit durchschnittlich 172 cd/m2 aber nicht hoch genug, um es beispielsweise im Sonnenlicht problemlos ablesen zu können. Auch beim Kontrast maßen wir keine besonders hohen Werte, er reicht aber für Texte aus. Farben stellt das Display recht kräftig dar, mit einem Hang zu einem leichten Rotstich. Steht das Netbook unter voller Last, kann man den Lüfter deutlich hören.

Mobilität: Im NB100-11J steckt ein 4-Zellen-Akku mit 38 Wh. Damit hält das Toshiba-Netbook über drei Stunden beim Abspielen einer Videodatei und fast vier Stunden beim WLAN-Surfen durch - ein gutes Ergebnis für ein 8,9-Zoll-Netbook mit 4-Zellen-Akku. Mini-Laptops mit 6-Zellen-Akku laufen aber deutlich länger. Dafür ist das NB100-11J angenehm leicht: Es wiegt nur 1060 Gramm. Das Netzteil bringt dagegen aber satte 380 Gramm auf die Waage.

Handhabung: Auf der 21 Zentimeter breiten Tastatur sind zahlreiche Tasten verkleinert – zum Beispiel die Umlaute und viele Satzzeichen. Auch die Enter-Taste ist nur eine Zeile hoch. Die Tasten liegen in einem 16-Millimeter-Raster: Schnelles Tippen fällt damit auf dem Netbook nicht leicht, meist muss man das Zwei-Finger-System bemühen. Hat man sich an die kleinen Tasten gewöhnt, schreibt man aber gerne am NB100-11J: Die Tastatur ist stabil, die Tasten vermitteln einen klaren Druckpunkt und haben einen ausreichenden Hub.

Fazit: Das Toshiba NB100-11J bietet solide Netbook-Standardkost – dafür kostet es aber zu viel. Denn es gibt günstigere Netbooks mit umfangreicherer Ausstattung, längerer Akkulaufzeit, besserem Display und größerer Tastatur. Ein Vorteil des NB100-11J ist sein geringes Gewicht – allerdings nur, wenn man das recht schwere Netzteil unterwegs nicht mitnimmt.

Alternativen: Bei den Netbooks mit 8,9-Zoll-Display ist das Dell Inspiron Mini 9 ist dank passiver Kühlung leiser als das Toshiba NB100-11J. Das Amilo Mini Ui 3520 von Fujitsu-Siemens hat eine schlechtere Tastatur, aber ein besseres Display.

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