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HP Mini Note 2140 im Test

09.04.2009 | 18:09 Uhr |

Das HP Mini Note 2140 ist anders als andere Netbooks: Es bringt Vista Business mit und richtet sich daher vor allem an Profi-Anwender. Das alleine rechtfertigt allerdings nicht den üppigen Preis von 500 Euro, wie unser Test zeigt.

HP installiert auf dem Mini-Laptop Vista Business mit Service Pack 1. Allerdings legt der Hersteller auch eine Recovery-DVD mit XP Pro bei - Sie können also auf Wunsch die Downgrade-Option von Microsoft nutzen und das für Netbooks besser geeignete XP installieren.

Tempo: Vista bremst
HP rüstet das Mini Note 2140 zwar mit 2 GB Arbeitsspeicher aus: Doch das bringt kein Tempoplus gegenüber einem Netbook mit 1 GB und XP - Vista saugt die 2 GB locker auf ohne schneller zu werden. Im PC Mark 05 erreicht das HP Mini Note 2140 daher auch 1561 Punkte - ein typisches Netbook-Ergebnis.

Ausstattung: Viel fürs Netzwerk
Besonders die gute Ausstattung, die stabile Tastatur und das robuste Gehäuse machen das HP Mini Note 2140 für Business-Anwender interessant. Das Mini-Notebook von HP bringt beispielsweise einen Expresscard-Steckplatz sowie Gigabit-LAN mit - das bietet kein anderer Netbook-Hersteller. Die hervorragende Netzwerkausstattung rundet HP mit einem Draft-N-WLAN und Bluetooth ab. Die beiden USB-Ports sowie der Expresscard-Steckplatz lassen sich im Bios übrigens sperren.

Tastatur: Stabil und schreibfreundlich
Vielschreiber werden sich außerdem über die stabile und ausreichend große Tastatur freuen. Die Tasten liegen in einem angenehmen 17,5-Millimeter-Raster und haben einen deutlichen Anschlag. Gewöhnungsbedürftig ist dagegen der Touchpad: Die Maustasten liegen neben dem Touchpad-Feld, was häufig Fehlgriffe zur Folge hat - arbeiten Sie hier besser mit einer externen USB-Maus. Das robuste Alu-Gehäuse sowie der Festplatten-Fallschutzsensor sorgen dafür, dass der HP-Mini auch unterwegs keinen Schaden nimmt.

Display: Nichts für unterwegs
Das 10,1 Zoll große Display sitzt samt Rahmen hinter einer Glasfront: Das sieht schmuck aus, verstärkt aber den Spiegel-Effekt. Daher eignet sich das HP Mini Note 2140 für draußen weniger - die mittlere maximale Helligkeit liegt mit 176 cd/m2 nicht hoch genug, um Reflexionen zu überstrahlen. Dafür stellt das Mini Note Farben und Hauttöne angenehm kräftig, wenn auch etwas dunkel dar. Außerdem lässt sich die Helligkeit deutlich herunterregeln: Damit können Sie auch in lichtschwacher Umgebung augenschonend arbeiten. Besonderheit: Das Display besitzt ein Seitenformat von 16:9 mit der Auflösung von 1024 x 576 Bildpunkten.

Akkulaufzeit: Zu kurz, um glücklich zu machen
Die Akkulaufzeit des Mini-Laptops von HP beeindruckte uns nicht: Rund zwei Stunden bei der Video-Wiedergabe und weniger als drei Stunden WLAN-Surfen sind enttäuschend. Der Grund: Vista - und der kleine 3-Zellen-Akku (28 Wh) - trotzdem ist das Netbook mit 1180 Gramm nicht wirklich leicht. Aufgrund der kurzen Akkulaufzeit packen Sie besser das Netzteil noch ins Reisegepäck - und laden sich so 420 Gramm zusätzlich auf.

Fazit: Business-tauglich ist das HP Mini Note 2140 auf jeden Fall - aber nur zur Hälfte. Profi-Anwender dürfen sich über ein passendes Betriebssystem (Vista Business oder XP Pro), eine hervorragende Tastatur, ein stabiles Gehäuse und eine Ausstattung mit Business-Touch freuen. Doch im geschäftlichen Einsatz schadet auch eine längere Akkulaufzeit sowie ein entspiegeltes Display nicht - für diesen Preis darf man das erwarten.

Alternativen: Wer Gigabit-Ethernet im Netbook sucht, hat keine andere Wahl: Das bringen nur die Mini-Notes von HP mit. Einen Expresskarten-Platz hat beispielsweise auch das Fujitsu-Siemens Amilo Mini Ui3520.

Varianten: Modell NN355EA mit 1024MB RAM und Windows XP Home
Modell NN356EA mit 2048MB RAM und Windows Vista Home Basic
Modell NN354EA mit 1024MB RAM und Linux

Detaillierte Testergebnisse und technische Daten finden Sie auf der folgenden Seite.

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