17.11.2008, 12:22

Thomas Rau

Netbook-Schönling

Acer Aspire One A150X

Das leichte Acer Aspire One A150X bezaubert mit blauem Glanz-Design. Doch die Schönheit des Mini-Laptops von Acer ist nicht makellos.
Nach der Linux-Version bringt Acer nun auch ein Netbook mit Windows XP Home heraus. Statt des kleinen Flash-Speichers ist eine große Notebook-Festplatte mit an Bord. Das ansprechende Design bleibt dagegen gleich: Das Acer Aspire One A150X glänzt mit einem dunkelblau lackierten Deckel und einem schwarzen Panelrahmen, der das 8,9 Zoll große Display umgibt. In Blau ist auch die Handballenablage gehalten – sie glänzt weniger als der Deckel, dafür hinterlassen Fingerabdrücke aber auch weniger auffällige Spuren.
Tempo: Im Acer-Netbook stecken die üblichen Komponenten für diese Mini-Notebook-Klasse – Intel Atom N270 (1,6 GHz), 1 GB RAM und eine 120-GB-Festplatte von Western Digital. Dementsprechend ordnet sich das Aspire One beim PC Mark 05 mit 1552 Punkten zwischen die anderen Atom-Netbooks ein: Gegenüber den etwas schnelleren Netbooks von Medion und MSI fällt beim Acer Aspire One A150X das Festplatten-Tempo etwas ab: Im Praxisbetrieb ist das aber kaum relevant.
Ausstattung: Unser Modell besaß eine 120-GB-Festplatte. Acer bietet das Aspire One A150X für rund 20 Euro mehr auch mit einer 160-GB-Platte an. Das WLAN-Modul versteht sich nur auf den Standard 11g mit theoretisch bis zu 54 MBit/s – ein Draft-N-Modul würde höhere Datenraten bieten. Auch Bluetooth hat Acer beim Aspire One nicht eingebaut. Das Netbook besitzt zwei Kartenleser: Der auf der linken Gehäuseseite diente beim Linux-Modell zum Erweitern des Flash-Speichers – unter Windows ist er ein normaler SD-Karten-Slot. Die sonstige Schnittstellen-Ausstattung entspricht mit einem VGA-Ausgang, drei USB-Ports und zwei Audiobuchsen dem derzeitigen Netbook-Standard.
Mobilität: Das Windows-Modell des Acer Aspire One ist mit 1,06 Kilogramm zwar etwas schwerer als die Linux-Variante. Doch damit ist es eines der leichtesten Netbooks mit Standard-Festplatte – nur Mini-Laptops mit Flash-Speicher sind noch leichter. Das Netzteil wiegt allerdings 340 Gramm und ist damit eines der schwereren Exemplare. Das Aspire One ist auch deshalb so leicht, weil Acer ihm nur einen 3-Zellen-Akku mitgibt: Damit hält das Netbook nicht einmal zwei Stunden beim Abspielen eines Videos durch. Und beim WLAN-Surfen mit reduzierter Helligkeit reicht es nur für magere 2:12 Stunden. Acer bietet für das Netbook auch einen 6-Zellen-Akku an (Preis: rund 100 Euro), der in etwa eine doppelte Laufzeit bringt. Mit dem großen Akku wiegt der Mini-Laptop 1260 Gramm.
Ergonomie: Auf den ersten Blick sieht das Display des Aspire One angenehm hell aus. Doch die Messwerte können diesen Eindruck nicht bestätigen: Die maximale Helligkeit beträgt im Durchschnitt nur 150 cd/m2. Das ist zu wenig, um auch unter freiem Himmel problemlos mit dem Acer-Netbook arbeiten zu können, da es ein spiegelndes Glare-Display verwendet. Für Innenräume reicht die Helligkeit natürlich aus. Doch sie lässt sich nicht sehr weit herunterregeln: In dunklen Umgebungen strahlt das Display deshalb zu hell, was bei längerem Arbeiten die Augen anstrengt. Auch der Kontrast lag in unseren Messungen vergleichsweise niedrig. Nervig: Der Lüfter arbeitet fast ständig – schon bei geringer Last summt er mit rund 1,1 Sone vor sich hin.
Handhabung: Die Tastatur des Aspire One ist 24 Zentimeter breit – fast so groß wie bei Netbooks mit 10,2-Zoll-Display. Daher liegen die Tasten in einem angenehm breiten 17,5-Millimeter-Raster – auch schnelles Tippen funktioniert damit problemlos, zumal keine wichtigen Tasten verkleinert sind. Beim Schreiben überzeugt die stabile Tastatur mit einem deutlichen Tasten-Druckpunkt und gutem Hub.
Fazit: Das Acer Aspire One A150X empfiehlt sich mit seiner guten Tastatur und dem geringen Gewicht als Chat- und Mail-Netbook fürs Sofa. Denn für den Einsatz unterwegs fällt die Akkulaufzeit zu kurz aus und das Display ist für wechselnde Lichtverhältnisse wenig geeignet. Schade – denn das schicke Netbook würde man gerne auch größerem Publikum präsentieren.
Alternativen: Das Dell Inspiron Mini 9 ist genauso leicht, hält aber dank eines größeren Akkus länger ohne Netzstrom durch. Dafür besitzt es nur 16 GB Flash-Speicher. Rund 20 bis 40 Euro teurer sind die 10,2-Zoll-Netbooks Asus Eee PC 1000H, MSI Wind U100-1616XP und Samsung NC10, die mit einem 6-Zoll-Akku ausgestattet sind, und damit schwerer als das Acer Aspire One A150X.
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