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Garmin-Asus nüvifone A50 im Test

02.09.2010 | 11:12 Uhr |

Das nüviphone A50 ist fürs Auto gemacht. Vorinstallierte Europa-Karten warten auf ihren Einsatz, die Navigation ist das Kerngeschäft des Android-Handys. Wie gut sich das Handy auf der Straße schlägt, verrät der Test.

Startbildschirm für Autofahrer
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Das Garmin-Asus nüviphone A50 wurde für diejenigen entwickelt, die immer auf Achse sind und regelmäßig fremde Adressen ansteuern. Damit die Fahrt auch an der Grenze nicht endet, hat Navigationsspezialist Garmin Kartenmaterial für 42 europäische Länder in den 4 GByte großen internen Speicher gepackt. Die Daten können regelmäßig per Lifetime Map Update kostenlos aktualisiert werden. Der Vorteil gegenüber Google: Wer die Karten im Ausland nutzt, muss keine gefürchteten Roaming-Gebühren zahlen.

Vollgas-Navigation
Mit Hilfe der vorinstallierten Karten gelangt der Nutzer sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto gut ans Ziel. Per Pedes werden typische Fußgängerwege wie Unterführungen oder Parkanlagen in die Routenberechnung mit einbezogen. Allerdings kennt das Garmin-Asus nüviphone A50 bei weitem nicht alle Fußwege und so kann es durchaus zu Umwegen kommen.

übersichtliche Anzeige auf dem Garmin-Asus nüviphone A50
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Die Nutzerführung über das Navi-Menü war intuitiv, nur während des Autofahrens ist es als Beifahrer manchmal schwierig, die kleinen Buchstaben auf dem Touchscreen zu treffen. Eine Sprachsteuerung, die die Eingabe erleichtern würde, fehlt.

Die Berechnung der Route dauerte bis zu 30 Sekunden. Die Sprachansagen kommen laut und deutlich aus dem Lautsprecher. Wer während der Fahrt eine Route ändern und beispielsweise nicht mehr über die Autobahn fahren will, muss die Route erst beenden, dann in die Einstellungen gehen, "Autobahnen vermeiden" anklicken und die Route neu starten. Während die Navigationslösung sonst überzeugt, sollte Garmin diesen Punkt noch einmal überarbeiten.

Besser als ein Beifahrer: Navi mit Fahrspurassistent
Das kapazitive 3,5-Zoll-Display eignet sich gut, um fotorealistische Bilder von Autobahnen und Bundesstraßen samt ihren Fahrspuren anzuzeigen. Ein Fahrspurassistent für große Kreuzungen sorgt zusätzlich dafür, dass das Einfädeln gelingt. Wer mehr Details auf der Karte sehen will, kann per Zwei-Finger-Geste in die Karte hineinzoomen - sehr schön.

Das Handy liefert aktuelle Daten zu Tankstellen, Parkmöglichkeiten, Polizeirevieren und Kliniken. Sie können direkt aus der Kartenanwendung - oder auch dem Adressbuch - dort anrufen oder sich gleich hinlotsen lassen.

Staumeldungen in Echtzeit
Zusätzlich hat der Nutzer die Möglichkeit, Online-Dienste in Echtzeit abrufen. Die nüvifone Online Services bieten unter anderem Verkehrsnachrichten, Radarinfos, Wetterberichte und Flugstati. Sie sind die ersten 30 Tage kostenlos verfügbar. Danach besteht die Möglichkeit, die Staumeldungen und Radarinfos für 50 Euro im Jahr zu abonnieren. Ferner erlaubt das integrierte GPS ortbezogene Dienste. Über Googles lokale Suche findet man so ganz unkompliziert eine Sehenswürdigkeit, einen Thai-Imbiss oder eine Apotheke in der Nähe. Um diese Services abzurufen, empfiehlt sich ein entsprechender Datentarif.

Windschutzscheibenhalterung für das nüviphone A50
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Das Garmin-Asus nüviphone A50 wird mit einer Windschutzscheibenhalterung fürs Auto sowie einem Ladekabel für den Zigarettenanzünder ausgeliefert - sehr schön, denn das spart Geld für weiteres Zubehör. Bei Nokias Navigations-Handys muss dieses Zubehör beispielsweise separat erworben werden.

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