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Pearl Navi V35-1

18.03.2009 | 15:50 Uhr |

Beim Anbieter Pearl gibt es ein Navigationssystem zu einem super günstigen Preis. Das Gerät beschränkt sich auf Kartenmaterial für Deutschland. Der Test offenbart, ob das der einzige Kompromiss ist.

Besonderheit: Pearl konzentriert sich beim V35-1 auf ein Navigationssystem mit Deutschlandkarte. Das Material stammt von Tele Atlas und offenbarte im Test einige Aktualitätslücken. So wollte uns das Navi mehrmals durch gesperrte Straßen oder in Sackgassen führen. Außerdem war dem Gerät so manche Autobahnauffahrt unbekannt. Die Routeneingabe ließ sich mit dem Finger oder dem integrierten Stift einfach durchführen. Der Touchscreen reagierte schnell und punktgenau.

Navigation: Bis zum ersten GPS-Signal vergingen 42 Sekunden. Das ist nicht eben schnell. Der Grund: Mit dem Klick auf "GPS" im Menü öffnete sich gleichzeitig die Software und bremste damit das Tempo des Signalempfangs ab. Dafür erreichte das Pearl-Modell in der reinen Routenberechnung mit durchschnittlich 7 Sekunden ein noch ordentliches Ergebnis. Die stimmliche Führung war etwas gewöhnungsbedürftig. Teilweise kamen die Kommandos sehr früh und wurden zum akuten Zeitpunkt nicht mehr oder erst so knapp davor wiederholt, dass es für eine ruhige Reaktion fast zu spät war. Die Anweisungen selbst empfanden wir als präzise, wenn auch recht streng in der Tonlage. Mit 1 Stunde 45 Minuten hielt der Akku für ein 3,5-Zoll Gerät lange.

Handhabung: Der vorhandene Spurassistent hätte am Bildschirm ruhig deutlicher dargestellt sein können. Außerdem war der Screen mit Icons überladen, die den Kartenausschnitt stark einschränkten. Als übersichtlich stellte sich dafür die Menüführung heraus.

Ausstattung: Der Anbieter versieht das Navi mit Musik- sowie Video-Player und integriert einen E-Book-Reader. Auch digitale Fotos lassen sich mit dem Gerät via SD-Kartenslot ansehen. Dafür muss der Anwender auf das straßennamengenaue Navigieren (Text to Speech) verzichten und TMC (Traffic Message Channel) optional für rund 20 Euro nachrüsten. Lobenswert ist der Lieferumfang, der neben dem Saughalter und dem Stromadapter fürs Auto auch ein Netzteil zum Aufladen per Steckdose umfasst. Zudem gefiel das ausführliche Handbuch.

Fazit: Das Navi konzentriert sich auf das Notwendigste. Diese Erwartung erfüllt es zu einem sehr günstigen Preis, auch wenn der Anwender Defizite in der Kartenaktualität in Kauf nehmen muss.

Alternative: Navgear Streetmate GT-35-3D (rund 100 Euro): Wiederum ein 3,5-Zoll-Navi. Immerhin ist dieses Modell aber mit Kartenmaterial von D, A, CH sowie Hauptstraßen Westeuropas und TMC (Traffic Message Channel) ausgestattet.

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