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Navigon 7310 im Test

15.06.2009 | 10:00 Uhr |

Geballte Navigation: Das Navigon 7310 zeichnet den individuellen Fahrstil auf, schlägt gleich drei Routen vor und bietet 3D-Darstellung von Gebäuden und Landschaften.

Besonderheit: Das Navigon 7310 verzichtet auf Multimedia-Funktionen, ist dafür randvoll mit Navigation. So bietet das Gerät eine Sprachsteuerung, die nicht nur einzelne Worte, sondern auch ganze Sätze versteht. Mit der Stimme lassen sich Ziele definieren und Einstellungen am Gerät ändern. Das klappte beispielsweise mit der Lautstärkenregelung im Test gut, solange es im Auto sehr ruhig war. Bei Umgebungslärm verstand uns das Navigon 7310 hingegen manchmal nicht sofort. Bemerkenswert ist auch die Bildschirmdarstellung: Denn das Gerät zeigt signifikante Gebäude dreidimensional und berücksichtigt landschaftliche Gegebenheiten.

Ausstattung: Der mobile Lotse bietet eine Sonderform von TMC (Traffic Message Channel). Er zeigt die Staunachrichten nicht nur am 4,3-Zoll-Touchscreen an, sondern liest die Infos auch vor - praktisch. Per Bluetooth-Schnittstelle lässt sich das Handy mit dem Navi verbinden. Zum Lieferumfang gehört das Kartenmaterial für 40 Länder West- und Osteuropas. Die Daten entpuppten sich im Test als äußerst aktuell. Im Karton liegt zudem ein Gutschein für "Fresh Maps": Das Angebot gilt 24 Monate und umfasst vierteljährliche Karten-Updates zum Vorzugspreis von rund 20 Euro statt der sonst fälligen 100 Euro. Voraussetzung: Der Dienst wird innerhalb von 30 Tagen nach dem Gerätekauf aktiviert. Sollte trotz allem noch Kartenfehler vorkommen, kann man diese unter "My Report" speichern und sie an Navigon zu melden, wenn das Gerät mit dem PC verbunden ist. Neben einer Stofftasche für unterwegs liegen dem Navi ein Stromadapter mit integriertem TMC-Empfänger und ein Saughalter für die Windschutzscheibe bei. Vermisst haben wir ein Handbuch. Wir fanden es auf dem Navi aufgespielt, nicht aber ausgedruckt.

Handhabung: Das Navigon 7310 ist sehr schmal und mit einer glänzenden Bildschirmoberfläche versehen. Sie spiegelte teils stark. Trotzdem schnitt das Gerät in Sachen Kontrast und Helligkeit gut ab. Die Zieleingabe ist übersichtlich strukturiert und funktioniert nach Adresse und Sonderzielen (POIs) reibungslos. Etwas mehr Geduld benötigte der Touchscreen. Auf den Fingerdruck reagierte er oft zögerlich.

Navigation: Beim Berechnen der Routen ergab der Test sehr unterschiedliche Ergebnisse. Der Grund: Das Navi schlägt nicht nur eine Strecke, sondern maximal drei Varianten vor. Darunter findet sich mit "My Routes" die Strecke, die neben Wochentag und Uhrzeit auch die persönlichen Präferenzen des Fahrers berücksichtigt. Ließen wir alle Varianten errechnen, dauerte der Vorgang recht lange. Schneller ging es mit nur einer Route. Sie war nach durchschnittlich 11 Sekunden erstellt. Der GPS-Erstempfang dauerte 32 Sekunden - ein mittleres Ergebnis. Die vorgeschlagenen Routen unterschieden sich teilweise signifikant, blieben jedoch alle sinnvoll. Als hilfreich erwies sich zudem der weiter entwickelte Spurassistent. Auch die wirklichkeitsgetreue Darstellung von Schildern verfeinerte Navigon. Sie umfasst nun Wegweiser von Autobahnen und Landstraßen. Neben dem straßennamengenauen Routing ist "Clever Parking" praktisch. Hier schlägt das Navi Parkmöglichkeiten am Ziel und in seiner Umgebung vor. Ohne Stromzufuhr hielt der Akku zwei Stunden - kurz.

Fazit: Ein mobiler Lotse, dessen Extras stets das Navigieren im Auge haben und gut gelungen sind. Das Navigon 7310 ist zudem sehr stylisch und spricht Anwender mit Sinn für Eleganz an. Sie werden sich auch vom gesalzenen Preis nicht abschrecken lassen.

Alternativen: Garmin Nüvi 865TFM - Navi mit Sprachsteuerung, die per Fernbedienung am Lenkrad aktiviert wird.

Alle Testergebnisse und die technischen Daten des Navigationsgeräts 7310 von Navigon finden Sie auf der nächsten Seite dieses Tests.

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