136512

Monsterspeicher im Test

Urlaubsbilder, Musik, Filme oder die Dokumente für das Finanzamt: die Datenflut ist riesig. NAS-Systeme helfen, die Daten zu organisieren und sie vor Verlust zu schützen. Wir haben das Buffalo Terastation Live 2TB getestet.

Buffalo Terastation Live 2TB: Crystal-Benchmark
Vergrößern Buffalo Terastation Live 2TB: Crystal-Benchmark
© 2014

Für ein NAS-System ist das Buffalo Terastation Live 2TB kompakt gebaut. Das Metallgehäuse beherbergt vier 500 GByte Festplatten, die sich schnell und einfach austauschen lassen. Ein großer Lüfter an der Rückseite sorgt für die notwendige Kühlung, ohne dabei laut zu sein oder Vibrationen auf andere Gegenstände zu übertragen.

Ebenfalls an der Rückseite befinden sich der Ethernet-Anschluss und zwei USB-Ports. Die LCD-Anzeige über der Frontklappe informiert über die aktuelle IP, den Festplattenstatus und den allgemeinen Betriebszustand.

Sicherheit und Performance
Wir beschränken uns im Test auf den RAID- 5-Betrieb. Hierbei werden alle Daten redundant auf alle vier Platten verteilt. Somit bleibt auch beim Totalausfall auf einer der vier Platten die Datenkonsistenz gewährleistet. In dieser Konfiguration reduziert sich das nutzbare Speichervolumen auf Grund der Datenredundanz auf rund 1,4 GByte. Um es gleich vorweg zu nehmen: Performance-Freaks werden so nicht glücklich werden. Die Terastation schafft im RAID-5-Betrieb eine Schreibrate von maximal 7 MByte/Sekunde und eine Leserate, die bei rund 30 MByte/Sekunde liegt. Diese Werte liefert der Atto-Benchmark (Abbildung oben) und sind mit Vorsicht zu genießen. Der Crystal-Benchmark (Abbildung unten) kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Die frei erhältlichen Benchmarks sind nicht sehr aussagekräftig, was NAS-Systeme anbelangt. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass die Performance der Terastation Live im Alltag mehr als ausreichend ist. Sowohl Zugriffe über das Webinterface als auch über die Shares im Netzwerk gehen flott von der Hand. Gegenüber regulären Netzlaufwerken, die auf einem Unternehmensserver liegen, ist kaum ein Unterschied festzustellen. Die Performance Begrenzungen sind dem Rechenaufwand geschuldet, den die Terastation leisten muss, um die Daten auf den vier Platten zu verteilen. Die verbaute CPU ist hier der limitierende Faktor. Andererseits verbraucht die Terastation nur rund 50 Watt im Betrieb.

Wer die Terastation in erster Linie als sicheren Lagerplatz nutzt, den wird die Performance nicht weiter stören. Größere Backups, so wie sie in Unternehmen vorkommen, werden normalerweise mit Bandlaufwerken durchgeführt. Hier kann die Terastation in punkto Performance mithalten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
136512