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Nokia 5130 XpressMusic im Test

16.05.2009 | 10:00 Uhr |

Telefonieren oder lieber Musik hören? Beim Musik-Handy Nokia 5130 XpressMusic müssen Sie sich nicht entscheiden: Es beherrscht beide Disziplinen. Wie gut, zeigt unser Test.

Schon am Design ist zu erkennen: Das Handy ersetzt einen MP3-Player. Am linken Gehäuserand befinden sich drei Tasten, um einen Song im MP3-Player zu starten bzw. zu beenden und ein Lied weiter oder zurück zu springen. Zusätzlich verläuft am rechten Rand eine LED-Leiste, die im Takt der Musik leuchtet. Da das Blinken im Takt sicher nicht jedermanns Geschmack ist, läst es sich unter der Option "Musiklichteffekte" im Player auch deaktivieren. Auf der linken Geräteseite befinden sich die Lautstärketasten und der Zugang zum microSD-Speicher.

Die MP3-Player-Tasten sind groß und haben einen gut definierten Druckpunkt. Innerhalb des Players kann der Nutzer verschiedene Einstellungen vornehmen. Unter anderem besteht die Möglichkeit, Songs per Zufallswiedergabe abzuspielen und die Klangqualität via Equalizer zu verbessern. Der Equalizer bietet 5 vordefinierte Klang-Menüs und 2 frei erstellbare Menüs. Außerdem lässt sich ein 3D-Klang aktivieren. Doch das Hören nur geschulte Ohren.

Weiter kann der Musikfreund seine Songs nach Titel, Genre und Album sortieren und Abspiellisten zusammenstellen. Mit Sternen bewerten lassen sich die Lieder aber nicht. Schade, denn somit kann man nicht einfach mal eben alle Lieblingsleider anhören. Neben dem Musik-Player hat Nokia noch ein UKW-Radio mit RDS-Anzeige integriert. Ein Sendersuchlauf stellt die richtige UKW-Frequenz aller verfügbaren Radiosender automatisch ein.

Die mitgelieferten Standard-Stereokopfhörer bieten vollen Sound, bei hoher Lautstärke fangen die Kopfhörer in den Bässen jedoch leicht zu brummen an. Alternativ kann man seinen Songs aber über Bluetooth-Stereo-Streaming lauschen. Während der Musik-Player also auf ganzer Linie überzeugt und einen extra MP3-Player in Rente schickt, schwächelt das Handy bei der Kamera deutlich. Fotos schaffen gerade mal eine Auflösung von 1.200 x 1600 Pixeln. Die Kamera kommt ohne Autofokus aus und entsprechend verwischt wirken Fotos und Videos.

Info-Häppchen aus dem Internet
Im Internet surfen macht aufgrund des kleinen Displays wenig Freude. Zudem stehen nur EDGE und GPRS für die Datenübertragung zur Verfügung. Im Test hat es im Schnitt knapp eine halbe Minute gedauert, bis Webseiten wie pc-welt.de, spiegel.de oder focus.de in ihrer mobilen Variante geladen waren. Als Surf-Instrument ist das Nokia 5130 Xpress Music daher nur bedingt geeignet. Wer jedoch mal ein paar News lesen will, für den ist der Browser - Nokia setzt auf Opera mini - eine Hilfe. Schön ist, dass der Nutzer während des Surfens im Netz weiterhin seine Musik im Hintergrund hören kann. Das Musikhandy LG KM380 beispielsweise stoppt die Musik dann.

Ob Nokia bei der Menüführung kreativ war und wie spendabel die Finnen beim Lieferumfang sind, verrät die folgende Seite.

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