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LG Electronics Arena (KM900)

Für alle iPhone-Hasser bringt LG ein Konkurrenzprodukt auf den Markt. Ob sich das 5-Megapixel-Fotohandy Arena durchsetzen wird, zeigt der Test.

Das iPhone punktet durch seine einfache Bedienbarkeit. Also hat sich LG ein paar Details abgeschaut und ein neues Konzept daraus gemacht. Das Ergebnis: das Benutzer-Interface S-Class.

Das System bietet vier Startseiten (Homescreens), auf die der Nutzer jeweils bestimmte Programme legen kann. Mit einem schnellen Wisch von rechts nach links oder links nach rechts kommt er auf die unterschiedlich gefärbten Seiten. Eine steht für Kontakte, eine für Multimedia-Dateien, eine für Widgets und eine für Verknüpfungen. Während zu den Widgets der Zugriff auf E-Mails oder Taschenrechner zählt, könnte bei den Verknüpfungen der Zugriff auf den Musik-Player, die Kamera oder das Schreiben von Nachrichten stehen. Der Vorteil: Das Design, das an die Seiten eines Würfels erinnert, bietet viermal mehr Platz für Direktzugriffe als gewohnte Handy-Menüs.

Der Anwender kann sich dabei Programme und häufig angerufene Kontakte so zurechtlegen, dass er schnell darauf Zugriff hat. Zum Stöbern in Multimedia-Inhalten darf der Benutzer mit dem Finger über die 3D-Darstellung von Musik- und Fotodateien fahren. Dabei sind die Namen und Dateien wie auf einer Filmrolle angeordnet. Das sieht schick aus und funktioniert sehr bequem, wenn man zum Beispiel ein bestimmtes Lied oder Foto sucht.

Vier Mal so viele Schnellzugriffe
Um die vier Würfelseiten zu personalisieren, hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung. Dort erfährt man, dass sich Daten und Programme auf den Homescreen schieben oder löschen lassen, wenn der Nutzer längere Zeit auf den Screen drückt. Am unteren Bildschirmrand erscheint dann die etwas irreführende Bezeichnung "Lesezeichen bearbeiten", die die gewünschten Daten bereit hält. Apple-Nutzer kennen den Trick mit dem längern Drücken des Bildschirms vom iPhone.

Etwas gewöhnungsbedürftiger ist die Funktion, innerhalb eines Programms weitere Menüpunkte auszuwählen oder zu bestätigen. Dies geschieht nämlich im Display oben links. Bei den meisten Handys erfolgt die Menübedienung am unteren Bildschirmrand.

Insgesamt lässt sich das Arena, das teilweise aus Metall gefertigt ist, erst nach einiger Einarbeitungszeit schnell bedienen. Außerdem reagiert das Handy etwas zäh auf Eingaben. Insbesondere wenn mehrere Dateien oder Kontakte auf einem Homescreen liegen, dauert es mehr als eine Sekunde, bis der Bildschirm komplett dargestellt wird. Beim Antippen von Menüpunkten muss man häufig mehrmals drücken. Insgesamt ist die Bedienung also noch unausgereift.

Wie gut sich das Arena als Multimedia-Handy schlägt, verrät die folgende Seite.

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