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Lexxum Lexx-Armendron (8 GB)

06.10.2008 | 16:31 Uhr |

„Magisch“, „mystisch“ und „märchenhaft“ - so beschreibt die Pressemeldung den vorliegenden Multimedia-Player: „Nicht von dieser Welt“. Ob der Außerirdische auch gut klingt und wie es mit den Multimediafunktionen aussieht, haben wir getestet.

Das Besondere an diesem Gerät ist neben der hübschen Verpackung vor allem der Name. Der Rest ist Standard: Das Design ist eine Mischung aus dem des iPod Nanos der ersten Generation (vorne schwarz und hinten verchromtes Metall) und dem ebenfalls nicht mehr erhältlichen Maxfield Max-Diamond (abgeflachte Kanten). Der Player ist nur 52 Gramm schwer und liegt gut in der Hand. Als Bedienelemente dienen blau beleuchtete Sensortasten. Dieses Konzept funktionierte gut. Auch die Menüs haben uns gefallen. Der Player war insgesamt sehr angenehm zu bedienen. Das Farbdisplay ist von guter Qualität, mit einer Bilddiagonale von 1,8 Zoll und einer Auflösung von 128 x 160 Bildpunkten aber ziemlich klein – Diashows und Videoplayer-Funktionen sind nur als nette Gags zu verstehen. Von einigen Testversuchen abgesehen wird man sie wohl kaum nutzen, was auch an der mit 1,7 MB/s nur mäßig schnellen Datenraten liegen dürfte. Viel sinnvoller sind das eingebaute Diktiergerät sowie das Radio-Teil. Beide Extras haben jedoch klanglich nicht viel zu bieten, sie klangen sehr dumpf. Die MP3- und WMA-Player-Logik arbeitete deutlich besser, die Ohrhörer sind hochwertig. Der Klirrfaktor betrug nur 0,044 Prozent, die Frequenzgangabweichungen im Line-Out-Modus gerade mal 1 dB im Bassbereich. Unter Last, also mit Ohrhörern wird die Bassabschwächung allerdings stärker – Paukenschläge, die rund 8 dB leiser sind als sie sollten, hauen niemanden vom Hocker. Dies kann auch nicht durch ein Firmware-Update behoben werden, das zwar weder mitgeliefert oder herunterladbar, aber laut Hersteller zumindest „generell möglich“ ist. Die Webseite ist auch sonst sehr wenig hilfreich. Sie bietet kaum nützliche Infos, keine Tools, Handbücher oder Installationsanleitungen. Der fest integrierte Akku hatte für 7:41 Stunden Musik genügend Saft.

Fazit: Durch die Bank nur Standardtechnik, -Leistungen und -Funktionen. Lediglich der Preis ist vergleichsweise hoch. Auch deswegen landete der Player nur im Mittelfeld aller bisher von uns getesteten Multimedia-Player.

Alternativen: Mit 8 GB gleich viel Kapazität und genauso teuer, aber mit einem größeren Display kommt der Zen von Creative. Und der ähnlich ausgestattete Transcend T.sonic 820 etwa bietet zwar nur 4 GB Speicher, kostet dafür aber auch nur die Hälfte des vorliegenden Modells.

Einkaufsratgeber MP3-Player - darauf müssen Sie achten.

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