17.09.2008, 11:14

Thomas Rau

Multimedia-Perle

Dell Studio 1535

Schlank und schick: Mit dem Studio 1535 bringt Dell eine neue Notebook-Serie an den Start. Sie setzt auf ansprechendes Design und überrascht mit interessanten Kleinigkeiten.
Die Studio-Linie siedelt Dell unterhalb der XPS-Serie an. Die Notebooks der Inspiron-Reihe rutschen damit ins Einstiegssegment ab. Das Studio 1535 übernimmt das keilförmige Design der XPS-Geräte: Vorne ist das Notebook flach, zur Gehäuserückseite erhöht es sich. Ebenfalls aus der XPS-Reihe stammen die Steuertasten für die Medienwiedergabe, die als Sensortasten ausgeführt sind. Etwas anderes hat Dell von Apple abgeschaut: Die Tastatur des Studio 1535 lässt sich von unten beleuchten. Auf den ersten Blick ungewohnt: Die Status-LEDs für Numlock und Capslock sind nicht bei den anderen LEDs platziert, sondern sitzen direkt über den entsprechenden Tasten.
Tempo: Beim Studio 1535 verzichtet Dell auf Centrino 2. Mit dem T8300 (2,4 GHz) kommt noch ein Core 2 Duo aus der ersten Penryn-Generation zum Einsatz. Der Rechenleistung schadet das nicht: Sie liegt mit 112 Punkten im Sysmark 2007 im oberen Bereich. Gegenüber schnelleren Laptops fehlt dem Dell Studio 1535 nur im Office-Bereich etwas Power - trotz der mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotierenden Festplatte. Die Grafikkarte Mobility Radeon HD3450 gehört in die untere Mitteklasse: Ältere DX9-Spiele wie Far Cry laufen bei 1280 x 800 Bildpunkten ruckelfrei, für die maximale Auflösung des Displays in unserem Testgerät (1440 x 900) ist sie in den meisten Spielen zu schwach.

Ausstattung: Unser Testgerät war mit 2 GB und einer 160-GB-Festplatte ausgestattet. Doch im Dell-Shop lässt sich das Studio 1535 natürlich auch mit zeitgemäßeren 4 GB RAM und einer 320-GB-Platte bestücken. Das Ausstattungs-Highlight ist das schubladenlose Blu-Ray-Laufwerk in Slot-In-Bauweise. Fürs Vernetzen bietet das Studio 1535 11n-WLAN, Gigabit-Ethernet und Bluetooth, ein Modem fehlt. Auch das Angebot an Schnittstellen ist ordentlich – neben einem HDMI-Ausgang gibt es vier USB-Ports, eine Web-Cam und einen Fingerabdruck-Scanner. Einen e-SATA-Port besitzt das Studio 1535 nicht.

Ergonomie: Im spiegelnden Display sorgen weiße LEDs für die Hintergrundbeleuchtung (WLED-Backlight). Das schlägt sich in einer hervorragenden Helligkeit nieder: Die maximale Leuchtdichte liegt bei 269 cd/m2 – damit kann man auch unter freiem Himmel problemlos mit dem Studio 1535 arbeiten. Bestnoten holt sich der Bildschirm im Dell-Notebook auch beim Kontrast, der Helligkeitsverteilung und dem Blickwinkelverhalten. Der Lüfter dreht oft, bleibt aber mit maximal 0,8 Sone unter der Störgrenze.

Mobilität: Im Akkutest schaffte das Dell Studio 1535 knapp über drei Stunden – das ist angesichts der Ausstattung und der Akku-Kapazität (58 Wh) ganz okay. Auch das Gewicht geht mit 2,76 Kilogramm in Ordnung: Das Dell Studio 1535 kann man also gelegentlich mitnehmen. Wenn man unterwegs Blu-Ray-Filme schauen will, sollte man auf Titanic und Ben Hur verzichten: Bei der HD-Wiedergabe hält das Dell Studio 1535 nur knapp über 1,5 Stunden durch.
Handhabung: Die Tastatur des Dell Studio 1535 gibt beim Tippen leicht nach – daraus resultiert ein etwas schwammiges Schreibgefühl. Der Tasten-Druckpunkt ist aber noch spürbar. Blindschreiber werden monieren, dass der Cursorblock nicht abgesetzt ist. Mit den Sensortasten lässt sich bequem die Musik- und Video-Wiedergabe steuern, die Lautstärke regeln und Medien aus dem Slot-In-Laufwerk auswerfen.

Verarbeitung: Den Deckel des Dell Studio 1535 kann man mit verschiedenen Farben und Mustern nach dem persönlichen Geschmack gestalten. Unser Testmodell besaß einen matt-blauen Deckel. Das Gehäuse ließ schon bei geringem Druck ein leises Knarzen hören – mit dem schönen Studio 1535 sollte man also pfleglich umgehen.
Fazit: Das Dell Studio 1535 kann mit guten inneren und äußeren Werten überzeugen. Seine Stärken legen weniger bei Rechenkraft und Ausstattung, sondern im formschönen Design und nützlichen Kleinigkeiten wie der beleuchteten Tastatur. Sein Highlight ist das großartige Display – es macht das Dell Studio 1535 zum idealen Multimedia-Notebook.

Alternativen: Ein ähnlich gutes Display bringt das deutlich teurere Asus M70SA mit. Wer ein Blu-Ray-Notebook mit auffälligerem Design wünscht, greift zum Acer Aspire 6920G.
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