24.09.2010, 08:08

Alexander Kuch

Multimedia-PC mit viel Software

Packard Bell Ixtreme I7202 GE im Test

Der Packard Bell Ixtreme I7202 GE ist für Fotobearbeitung optimiert. Ein Bildbearbeitungsprogramm für den Hausgebrauch bringt der PC gleich mit.
Der Packard Bell Ixtreme I7202 GE hat eine TV-Karte für den digitalen Fernsehempfang über DVB-T und DVB-S an Bord. Mit Intels Core i5 und 6 GB Arbeitsspeicher kann er aber mehr als nur Medienwiedergabe: Für digitale Fotobearbeitung legt Packard Bell dem Ixtreme I7202 GE das Programm Adobe Photoshop Elements 7 und verschiedene Magix-Programme zur Musikbearbeitung bei. Auch die Anschlussvielfalt ist für den Multimedia-Einsatz brauchbar. Von der Grafikkarte sollten Sie aber nicht zuviel erwarten.
Ausstattung: Der Prozessor Intel Core i5 750 kommt mit seinen vier Kernen und der Turbo-Boost-Technik auf eine maximale Taktfrequenz von 3,19 GHz. Für einen PC, der 750 Euro kostet, sind 6 GB Arbeitsspeicher reichlich bemessen. Perfekt für die Filmwiedergabe wäre der PC, wenn der DVD-Brenner auch Blu-ray-Scheiben abspielen könnte. Für die Bedienung des Windows-Mediacenters legte Packard Ball aber eine Fernbedienung bei.
Ein echter Schwachpunkt beim Packard Bell Ixtreme I7202 GE war die Einsteiger-Grafikkarte Nvidia Geforce GT 220. Zehn USB-Anschlüsse bot der PC, allerdings beherrschte keine davon USB 3.0. Externe Festplatten können Sie alternativ an den beiden eSATA-Buchsen anschließen. Der eingebaute Speicherkartenleser kann mit den Formaten CF, SD, MMC, MS und XD umgehen. Zum Anschluss eines Surround-Lautsprechersets dient der optische S/P-DIF-Ausgang.
Lobenswert war die Software-Ausstattung beim Packard Bell Ixtreme I7202 GE: Außer dem Büropaket Works 9 waren das Brennprogramm Nero 9 Express Essentials SE und das Antivirusprogramm G-Data Internet Security SE vorinstalliert. Als einer der wenigen PC-Hersteller legte Packard Bell dem Ixtreme I7202 GE das Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop Elements 7 bei. Kritik gibt's dafür beim Betriebssystem: Windows 7 Home Premium war zwar in der 64-Bit-Variante vorinstalliert, allerdings müssen Sie die Wiederherstellungs-DVD mühsam selbst erstellen.
Geschwindigkeit: Zwischen Prozessor- und Grafikleistung herrschte beim Packard Bell Ixtreme I7202 GE ein Missverhältnis: Im Test erledigte der Vierkernprozessor seine Aufgaben zufriedenstellend, die Grafikkarte ist aber maximal für Bildbearbeitung geeignet. Für Videobearbeitung und Spiele ist sie zu schwach. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit des DVD-Brenners war in Ordnung.
Stromverbrauch/Betriebsgeräusch: Ein Stromfresser war der Packard Bell Ixtreme I7202 GE zwar nicht, unter Last stieg der Energieverbrauch auf annehmbare 176 Watt. Das Betriebsgeräusch war nur als leises Säuseln wahrnehmbar und störte nicht: maximal 0,8 Sone hat PC WELT im Test ermittelt.
Handhabung: Alle vier Speichersteckplätze sind beim Packard Bell Ixtreme I7202 GE bereits belegt. Bei späteren Speichererweiterungen verlieren Sie also zumindest die beiden RAM-Module mit je einem Gigabyte. Nach dem Auspacken des PCs war eines der Speichermodule aus dem Steckplatz gerutscht und hing frei im Gehäuse. Dies muss kein Fertigungsfehler, sondern könnte auch ein Transportschaden sein. Nach dem Einstecken erkannte Windows jedenfalls wieder problemlos die 6 GB Kapazität. Für weitere Steckkarten ist im PC kein Platz mehr. Vier SATA-Anschlüsse und ebenso viele Einbauschächte erlauben immerhin den Einbau weiterer Festplatten.
Fazit:Hardware- und Software-Ausstattung des Packard Bell Ixtreme I7202 GE sind für Medienwiedergabe und Bildbearbeitung optimiert. Dabei leisten der Vierkernprozessor und der überdurchschnittlich große Arbeitsspeicher gute Dienste. Abstriche machen müssen Sie aber bei der Grafikleistung: Die Einsteiger-Karte ist für ernsthafte Spieler uninteressant. Akustisch blieb der Packard Bell Ixtreme I7202 GE im Test unauffällig.
Alternativen: Der Acer Aspire M5400 hat eine bessere Grafikleistung, kostet aber rund 50 Euro mehr.
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