08.09.2009, 09:30

Thomas Rau

Multimedia-Notebook

Dell Studio 15 im Test

Schickes Multimedia-Notebook im Test: Das Dell Studio bringt ein 15,6-Zoll-Display mit - und ist erstaunlich leicht und ausdauernd.
Dell stattet die Multimedia-Notebooks der Studio-15-Serie nun mit einem 15,6-Zoll-Display im Seitenformat 16:9 aus. Die Vorgänger besaßen noch ein 16:10-Display mit 15,4 Zoll Diagonale. Gleich geblieben ist das ansprechende Design des Notebooks mit der leicht ansteigenden Keilform und auffälligen Extras wie der beleuchteten Tastatur. Einen besonders persönlichen Touch kann man dem Studio 15 verleihen, wenn man ein Spezialdesign für den Deckel wählt: Unser Testgerät besaß beispielsweise ein Muster aus verschiedenen Rottönen (Horizonte del Infinito) - Dell berechnet dafür einen Aufpreis von 89 Euro.
Tempo
Das Dell Studio 15 arbeitet mit einem Core 2 Duo P8600 (2,4 GHz): Der beschleunigt das Notebook auf ordentliche 116 Punkte im Leistungs-Test Sysmark 2007. In dieser Preisklasse gibt es aber auch Notebooks, die auf 130 Punkte und mehr kommen.
Ähnliches gilt für die 3D-Leistung: Die Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD4570 ist ein gutes Mittelklasse-Modell - für die meisten DirectX9-Spiele ist sie in der maximalen Displayauflösung von 1366 x 768 Bildpunkten schnell genug. Bei World in Conflict schaffte sie beispielsweise 34 Bilder pro Sekunde. Bei DX10-Effekten geht ihr aber rasch die Puste aus.
Ausstattung
Unser Testmodell des Dell Studio 15 besaß einen DVD-Brenner: Das Notebook lässt sich auch mit einem Blu-Ray-Laufwerk ausstatten - dafür nimmt Dell einen Aufpreis von 140 Euro. Die Festplatte fasst 320 GB - in dieser Preisklasse darf man eigentlich eine 500-GB-Platte erwarten: Die gibt es übrigens bei Dell zum gleichen Preis wie das 320-GB-Modell - allerdings nur mit einem Umdrehungstempo von 5400 rpm, während unsere 320-GB-Platte mit 7200 rpm rotierte.
Dell installiert auf dem Studio 15 die 64-Bit-Version von Vista Home Premium: Damit kann das Notebook die eingebauten 4 GB Arbeitsspeicher vollständig nutzen, was einen kleinen Tempovorteil bei Anwendungen wie Foto- und Videobearbeitung bringt. Die Netzwerk-Ausstattung ist mit Gigabit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth auf dem neuesten Stand. Auf Wunsch bekommt man das Dell Studio 15 auch mit einem UMTS-Modem - der passende Mini-Card-Steckplatz und die entsprechenden Antennen sind vorhanden. Bei den USB-Schnittstellen beschränkt sich das Dell Studio 15 auf drei Anschlüsse - einer ist als Kombibuchse mit e-SATA ausgeführt. Ebenfalls an Bord ist Firewire - auf diese Schnittstelle verzichten einige Notebooks inzwischen.
Ergonomie
Die Bildqualität des 15,6-Zoll-Displays war ordentlich, reichte aber nicht an die Top-Displays in dieser Preisklasse heran. Die gleichmäßige Ausleuchtung führt zu einem angenehm homogenen Bildeindruck. Allerdings war die Helligkeit mit 187 cd/m2 nur mittelmäßig: Unter freiem Himmel reicht sie nicht aus, um die Reflexionen auf der spiegelnden Display-Oberfläche zu überstrahlen. Auch der Kontrast lag niedrig. Farben wirkten natürlich, aber ebenso wie Hauttöne etwas zu blass.
Der Lüfter drehte häufig, war aber meist sehr leise. Nur wenn das Notebook unter Last stand, konnte man ihn in ruhiger Umgebung wahrnehmen.
Akkulaufzeit
Das Dell Studio 15 muss nicht unbedingt auf dem Schreibtisch stehen bleiben - es eignet sich auch für den gelegentlichen Einsatz unterwegs: Es wiegt nur 2,68 Kilogramm und ist damit sehr leicht für ein 15,6-Zoll-Notebook. Im Akkubetrieb hielt es über vier Stunden durch - ein gutes Ergebnis.
Handhabung
Anders als bei den meisten Notebooks mit 15,6-Zoll-Display fehlt der Tastatur des Dell Studio 15 ein separater Ziffernblock. Beim Tippen gab die Tastatur etwas nach, auf der linken Seite klapperten die Tasten beim schnellen Schreiben. Doch insgesamt hat man ein gutes Schreibgefühl auf dem Dell Studio 15.
Fazit: Dem Dell Studio 15 fehlt es im Test etwas am Tempo, das man in dieser Preisklasse erwarten darf. Dafür überzeugte das leichte Multimedia-Notebook mit einer ordentlichen Akkulaufzeit. Insgesamt ist das Dell Studio 15 für das Gebotene etwas zu teuer - dafür entschädigt das schicke Design ein bisschen.
Alternativen: Deutlich schneller und mit einer leistungsfähigeren 3D-Karte ist das Samsung R620-Aura P8700 Sanija ausgestattet. Ein Blu-Ray-Laufwerk besitzt das ebenfalls elegante, aber deutlich schwerere Acer Aspire 5935G.
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