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Motorola Moto 360 (2. Gen) im Test

15.12.2015 | 14:14 Uhr |

Die neue Smartwatch Moto 360 in der 2. Generation ist eine der schönstes Smartwatches auf dem Markt. Die Besonderheit: Die Uhr gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Materialien - sie ist im Moto-Maker frei konfigurierbar. Die Uhr können Sie Ihren Wünschen nach konfigurieren. Wir haben die Android-Watch im Test.

Mit der ersten Moto 360 hat Motorola im Jahr 2014 die erste runde Smartwatch auf den Markt gebracht - kurz danach folgte LG mit der Watch R . Damit sah die Smartwatch einer klassischen Uhr schon sehr ähnlich. Die zweite und damit neue Generation sieht fast genauso aus, macht aber einiges besser.

Fazit: Motorola Moto 360 2. Gen

Die Motorola Moto 360 gehört definitiv zu den schönsten Smartwatches auf dem Markt - Sie können sie sogar im Moto Maker selbst designen. Einziges Manko: Der schwarze Balken im unteren Bildschirmrand stört etwas, das komplett runde Display-Design der Huawei Watch ist besser gelungen. Auf die Funktionen müssen wir im Fazit nicht mehr groß eingehen, die sind bei allen Android-Wear-Uhren identisch. In diesem Fall kommt es tatsächlich auf das Design und den Tragekomfort an - beides ist bei der Moto 360 sehr gut.

Design und Größe der Motorola Moto 360 2. Gen

Die neue Moto 360 (2.Gen) gibt es in zwei Größen für Herren: Mit 42 Millimeter Durchmesser und einem 35 Millimeter großen Display sowie eine größere 46 Millimeter-Version mit 40 Millimetern in der Bildschirm-Diagonalen. Die Damen-Variante misst 42 Millimeter im Durchmesser, unterscheidet sich aber zur Herrenuhr im 4 Millimeter schmäleren Armband, in diesem Fall 16 statt 20 Millimeter. Wechseln Sie das Armband der 46-mm-Variante, achten Sie auf eine Breite von 22 Millimetern.

Das Gehäuse ist 11,4 Millimeter dick - egal, für welche Größe oder Zielgruppe (Herren und Damen) Sie sich entscheiden. Die Uhr kann deshalb an schmalen Handgelenken recht klobig wirken, viele Damen bevorzugen eher dünne Gehäuse - doch irgendwo muss die ganze Technik schließlich unterkommen. Außerdem ist es Geschmackssache.

Video: Die besten Smartwatches im Vergleich

So schön die Uhr auch aussieht und hochwertig verarbeitet ist, so unschön ist auch der schwarze Balken am unteren Display-Rand, durch den angezeigte Inhalte immer abgeschnitten sind. Besonders auffällig bei hellen Ziffernblättern. Hier müssen wir die Huawei Watch loben, die der Moto 350 sehr ähnlich sieht, aber Inhalte komplett rund anzeigt. Unter der schwarzen Fläche befindet sich ein Sensor, der die Umgebungshelligkeit erfasst und dementsprechend die Helligkeit des Displays einstellt - wie es das Smartphone auch macht.

Moto 360 (2. Gen) im Moto Maker konfigurieren

Im Moto Maker können Sie Ihr Moto 360 nach Ihren Vorlieben personalisieren. Sie sehen bei jedem Konfigurationsschritt auch direkt eine passende Vorschau Ihrer Uhr. Die Moto 360 kostet mindestens 299 Euro, je nach Ausstattung wird es teurer.

Im Moto Maker können Sie Ihre Motorola Moto 360 2. Gen designen.
Vergrößern Im Moto Maker können Sie Ihre Motorola Moto 360 2. Gen designen.

Im ersten Schritt wählen Sie das Design aus, ob für Herren oder Damen und die Größe (42 oder 46 Millimeter bei Herren). Die größere Uhr kostet 50 Euro Aufpreis. Danach bestimmen Sie die Farbe der Lünette, also des Metallrings, der das Glas umgibt. Zur Auswahl stehen Silber, Gold und Schwarz - das Material ist stets Edelstahl. Bei der Damen-Variante gibt es Rose Gold statt Schwarz. Möchten Sie statt einer glatten eine geriffelte Oberfläche der Lünette, wählen Sie die Farbe unter "Micro Knurl" für einen Aufpreis von 20 Euro aus. Als nächstes bestimmen Sie die Farbe des Gehäuses, die es in den passenden Farben zur Lünette gibt. Im nächsten Schritt wählen Sie die Art des Armbandes - zur Auswahl stehen Leder und Edelstahl in verschiedenen Farben - Edelstahl kostet 30 Euro Aufpreis.

Wir haben unsere Motorola Moto 360 2. Gen im Moto Maker selbst gestaltet und für eine Schwarz/Gold-Kombination entschieden.
Vergrößern Wir haben unsere Motorola Moto 360 2. Gen im Moto Maker selbst gestaltet und für eine Schwarz/Gold-Kombination entschieden.
© Motorola

Unsere Version: Tester Dennis Steimels hat sich für eine Schwarz/Gold-Variante mit Lederarmband mit 46-mm-Gehäuse entschieden. Der Grundpreis von 299 Euro ist mit diesen Anpassungen auf 379 Euro gestiegen.

Technische Ausstattung der Motorola-Watch

Motorola setzt bei der Moto 360 (2. Gen) auf die Quad-Core-CPU Qualcomm Snapdragon 400 mit 1,2 GHz, die durch den Grafikchip Adreno 305 mit 450 MHz Taktfrequenz unterstützt wird. Im Test lief die Uhr bzw. das Android-Wear-System flüssig. Der LCD des 42,mm-Modells misst 1,37 Zoll und zeigt 360 x 325 Pixel an, beim 46-mm-Modell verteilen sich die 360 x 330 Pixel auf dem 1,56 Zoll großen Display. Die Punktedichte beim größeren Modell ist damit geringer, die Inhalte sind trotzdem ausreichend scharf.

Der interne Speicher misst 4 GB, wovon die Hälfte aber bereits durch das System belegt ist. Bleiben rund 2 GB für Musik, Fotos und sonstige Dateien übrig.

Mobilität: 2 bis 3 Tage Laufzeit

Zum Laden der Motorola-Watch müssen Sie diese nur in die Ladeschale legen.
Vergrößern Zum Laden der Motorola-Watch müssen Sie diese nur in die Ladeschale legen.
© Motorola

Der Akku des kleinen Modells bietet eine Kapazität von 300 mAh und soll laut Motorola rund 1,5 Tage halten. Im Test hatten wir jedoch nur die große Variante mit 400 mAh Akkukapazität, bei der Motorola 2 Tage Durchhaltevermögen verspricht. Und das schafft die neue Moto 360 tatsächlich, spätestens am dritten Tag muss die Uhr aber an die Ladestation. Und diese bietet kabelloses Aufladen. Sie müssen die Uhr lediglich in die Station legen, per Induktion startet die Ladephase.

Android Wear im Alltag

Die Motorola Moto 360 läuft mit dem für Smartwatches angepassten Android Wear. Damit bietet sie im Grunde alle Funktionen, die auch andere smarte Uhren mit diesem Betriebssystem drauf haben. Mit der Anwendung Motorola Connect holen Sie zumindest kleine Zusatzfunktionen auf Ihre Uhr. So lässt sich mit der Smartphone-App beispielsweise ein komplett eigenes Ziffernblatt designen, mit dem Sie die Smartwatch noch indivudeller gestalten - das bietet Android Wear nicht ab Werk.

Um die Moto 360 überhaupt in Betrieb zu nehmen, benötigen Sie die App Android Wear aus dem Play Store . Mit Ihr verbinden Sie Smartphone und Smartwatch per Bluetooth und können einstellen, welche Apps Benachrichtigungen auf der Uhr anzeigen sollen - dazu gehören E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und Co. 

Google Now: Im unteren Bereich der Uhr werden Ihnen Benachrichtigungen angedeutet, die Sie durch einen Wisch nach unten ausblenden. Die können nämlich nerven, wenn Sie nur einen kurzen Blick auf die Uhrzeit werden möchten, da Sie fast ein Drittel des Bildschirms bedecken. Tippen Sie die Meldung an, erhalten Sie mehr Infos. So lesen Sie etwa eine ganze E-Mail. Wischen Sie nach links, können Sie auf diese per Sprachsteuerung antworten. Genauso handhaben Sie es auch mit Nachrichten anderer Anwendungen.

Wischen Sie nach oben, scrollen Sie die Google-Now-Karten durch wie Wetter, Aktien und Termine. Wischen Sie nach links, erhalten Sie entsprechend weitere Infos.

Die Damen-Variante gibt es auch in einem schicken Roségold.
Vergrößern Die Damen-Variante gibt es auch in einem schicken Roségold.
© Motorola

Okay Google: Sprechen Sie den Weckbefehl „Okay Google“ in die Moto 360, starten Sie die Sprachsteuerung – solange eine Bluetooth- oder WLAN-Verbindung zum Smartphone besteht. Nun können Sie den Wecker stellen, mehr über das Wetter erfahren oder eine SMS verschicken und jemanden anrufen. Die Sprachsteuerung erkennt gesprochene Worte sehr zuverlässig und zeigt schnell passende Ergebnisse an.

Auch können Sie eine Google-Maps-Navigation starten. Die App wird dabei auf dem Smartphone ausgeführt, zusätzlich aber auf der G Watch angezeigt – das Handy bleibt also in der Hosentasche.

Display-Sperre: In den System-Einstellungen können Sie unter "Display-Sperre" den Zugriff Dritter verhindern. Das Display der Uhr wird nämlich automatisch gesperrt, wenn Sie die Moto 360 ablegen. Um Sie wieder zu nutzen, müssen Sie ein selbst definiertes Muster eingeben. So können Fremde nicht einfach auf Ihre privaten Nachrichten oder Kontakte sowie Fotos zugreifen. Das ist praktisch, im Test klappt das jedoch nicht immer wie gewünscht.

Tipp: Den Vorgänger gibt es mittlerweile deutlich günstiger im Preisvergleich zu haben

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