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Civilization 5 im Test

22.09.2010 | 14:25 Uhr |

Eine sehr alte Strategieserie bekommt eine moderne Neuinterpretation. Civilization 5 verändert sich stärker als all seine Vorgänger. Das steht dem Spiel überraschend gut.

Civilization 5 kommt in diesen Tagen in den Handel und unsere Schwesterpublikation Gamestar hat das Spiel ausführlich getestet :

Sollen wir die Straße bauen, diese verdammte Straße? Im Westen hat sich Ramses, der Gottkönig der Ägypter, mit der Inselstadt Asyut bis nah an unser Festland herangeschoben, im Ozean kreuzt bereits seine Flotte. Aus Vorsicht haben wir den Küstenstreifen zugekauft, für den letzten Rest der Staatskasse, aber wir brauchen einen Sicherheitskordon für unsere Fregatten. Besorgt beobachten wir die Landefähren mit den ägyptischen Streitwagen. Die Invasion ist nur noch ein Frage der Zeit, vielleicht acht Runden, vielleicht sechs. Wir müssten unsere Armee an die Küste verlegen, Katapulte in Stellung bringen, Schwertkämpfer verschieben. Dabei wäre eine Straße zum Meer hilfreich.

Auf der Landkarte erweitern Sie das Reich mit Städten, modernisieren Gelädefelder und interagieren mit Konkurrenznationen und Stadtstaaten (wie Sidon oben rechts).
Vergrößern Auf der Landkarte erweitern Sie das Reich mit Städten, modernisieren Gelädefelder und interagieren mit Konkurrenznationen und Stadtstaaten (wie Sidon oben rechts).
© 2014

»Ja, dann bau sie doch!«, hören wir Civilization-Veteranen rufen. Ach Freunde, wenn's nur so wäre wie gewohnt! Ihr hättet dabei sein sollen, als wir unser erstes Reich in den Sand gefahren haben, weil sein herrliches Wegenetz die Staatsfinanzen implodieren ließ. In Civilization 5 kostet Infrastruktur Geld, und exzessiver Straßenbau ist einer der schnelleren Wege in den Ruin. Es ist eine kleine Änderung, aber sie zwingt Serienkenner zu fundamentalem Umdenken. Und sie bleibt nicht die einzige: Das neue Civilization ist ganz eindeutig Civ, und dennoch der größte Schritt für die Serie seit 19 Jahren.

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