24.02.2009, 09:30

Thomas Rau

Mobiles Heimkino

Acer Aspire 8930G

Voll auf High-Definition ist Acers Notebook Aspire 8930G eingestellt: Es bringt ein Full-HD-Display im Seitenformat 16:9 und ein Blu-Ray-Laufwerk mit. Was der blaue Multimedia-Riese sonst noch leistet, klärt unser Test.
Das Blu-Ray-Laufwerk im Acer Aspire 8930G spielt hochaufgelöste Filme ab, die das 18,4 Zoll große Display mit der Full-HD-Auflösung 1920 x 1080 Bildpunkten im kinotauglichen Seitenformat 16:9 wiedergibt. Im Test zeigte das Display leuchtende, knackige Farben und eine angenehm hohe Helligkeit von über 200 cd/m2. Ganz zufrieden waren wir dennoch nicht: Hauttöne erschienen etwas blass, der Kontrast war für ein Multimedia-Display viel zu niedrig und auch der stabile Blickwinkel gering. Wollen mehrere Personen HD-Filme ohne verfälschte Farben genießen, müssen sie sehr eng vor dem Acer Aspire 8930G zusammenrücken.

Echte Cineasten werden deshalb für den optimalen Kinoabend lieber ein LCD-TV ans Aspire 8930G anschließen. Das lässt sich digital per HDMI oder Displayport erledigen, als analoger Anschluss steht VGA zur Verfügung. Über auffällig blau leuchtende Touch-Tasten links neben der Tastatur steuern Sie die HD-Wiedergabe.

Akkulaufzeit: Bei Blu-Ray reicht's nur für Kurzfilme
Dafür sollte das Notebook aber an der Steckdose hängen: Denn im Akkubetrieb reichte es bei maximaler Displayhelligkeit nicht einmal für 1,5 Stunden Film. Bei Standard-Programmen zeigte sich das Aspire 8930G dagegen genügsamer: Im Test mit dem Mobile Mark 2007 und einer ergonomischen Leuchtdichte von 100 cd/m2 hielt es dank des großen Akkus (71 Wh) fast 3,5 Stunden durch.

Das Acer-Notebook bot im Test eine ordentliche Rechenleistung und erreichte 112 Punkte im Sysmark 2007. Damit liegt es rund 20 Prozent hinter teureren Multimedia-Notebooks, die einen Prozessor aus Intels Core 2 Duo 9000er-Serie verwenden. Allerdings ist es auch langsamer als viele Notebooks der 1000-Euro-Preisklasse, in denen ein Core 2 Duo P8400 (2,26 GHz) oder P8600 (2,4 GHz) arbeitet: Denn Acer setzt auf den niedriger getakteten Core 2 Duo P7350 mit 2 GHz.

Tempo: Ordentliche Rechenleistung
Der Mittelklasse-Grafikchip Nvidia Geforce 9600M GT ist viel zu langsam, um effektreiche Spiele in der maximalen Displayauflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten wiederzugeben. Doch bei aktuellen DirectX9-Spielen kann man immerhin bis 1280 x 800 Bildpunkten und manchmal sogar bis 1440 x 900 Bildpunkten in hoher Detailstufe spielen.

Hinten besitzt das Gehäuse keine Anschlüsse, alle Schnittstellen liegen wenig platzsparend links und rechts am Notebook. An der Gehäusefront hat man Zugriff auf den Kartenleser. Bis auf Firewire besitzt das Acer Aspire 8930G alle wichtigen Anschlüsse - e-SATA beispielsweise als Kombi-Buchse mit USB. Auch eine Web-Cam und ein in den Touchpad integrierter Fingerprint-Leser sind mit dabei.

Kleine Defizite bei Ausstattung und Support
Von deutlich teureren Multimedia-Notebooks unterscheidet sich das Acer Aspire 8930G nur in Details: So arbeitet etwa sein Netzwerk-Chip nur mit Fast-Ethernet-Tempo und die Festplatte ist mit 320 GB nicht außergewöhnlich groß. Allerdings können Sie nachrüsten: Das Acer Aspire 8930G bietet einen freien Schacht für den Einbau einer zusätzlichen Festplatte.

Im Aspire-Notebook sitzt eine Tastatur mit einem vierspaltigen Ziffernblock - das große Gehäuse nutzt Acer also vorteilhaft aus. Die Tastatur bietet einen deutlichen Tastenanschlag und ist stabil eingebaut - so gehört es sich für einen echten PC-Ersatz.

Im Praxiseinsatz zeigte das Aspire 8930G übrigens ein paar nervigen Defizite: Da Acer keine Recovery-DVD beilegt, muss man sich mittels des installierten Tools eRecovery ein eigenes Backup-Medium brennen. Allerdings benahm sich der Brenner im Acer-Notebook sehr zickig und wollte viele Rohlinge nicht beschreiben.

Ebenfalls wenig anwenderfreundlich: Wählt man zum Herunterladen eines Treibers auf der Acer-Webseite das Aspire 8930G aus, bekommt man die Treiber für alle Modellvarianten angezeigt, nicht nur für eine bestimmte Konfiguration. Der Anwender muss dann selbst wissen, welche Hardware in seinem Laptop steckt, um die richtige Datei herunterzuladen.
Fazit: Acers große Multimediamaschine bietet viel fürs Geld - Rechenleistung, Ausstattung und natürlich mobilen HD-Genuss. Das ist nicht das ganz große Kino, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
Alternativen: Etwas rechenstärker ist das ähnlich teure Medion Akoya S5610, das zum Blu-Ray-Laufwerk aber nur ein 15,4-Zoll-Display mit 1280 x 800 Bildpunkten mitbringt.
Varianten: Acer Aspire 8930G-904G32BN: mit Core 2 Quad Q9000 (2,0 GHz)
Acer Aspire 8930G-844G32BN: mit Core 2 Duo P8400 (2,26GHz), NVIDIA GeForce 9700M GT

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