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Die besten externen Festplatten (2,5 Zoll)

14.02.2009 | 10:00 Uhr |

Je mehr Notebooks und Netbooks im Einsatz sind, desto wichtiger werden auch externe Festplatten als mobile Backup-Lösung. Das hat Samsung beherzigt und bietet neuerdings Laufwerke zum Mitnehmen an. Lesen Sie, wie sich der erste Vertreter der Serie S2 Portable im Test schlägt, und welchen Platz er sich neben den Geräten von Seagate, Western Digital, Plextor, Freecom, Toshiba oder Philips sichern kann.

Interne Laufwerke von Samsung sind in den Gehäusen oft zu finden. Jetzt schickt Samsung mit der S2 Portable die erste Generation eigener externer 2,5-Zoll-Festplatten ins Rennen. Das Besondere: Der USB-Controller ist in die interne Platte integriert. So kommt das Modell selbst für 2,5 Zoll auf erstaunlich kompakte Maße.

Neben dem koreanischen Hersteller setzt auch Seagate mit der Free Agent Go auf eine ganz aktuelle Modellreihe. Zum Gerät gibt es eine passende Docking-Station. So ist das kleine Laufwerk nicht nur ein Gerät für unterwegs, sondern auch eines mit festem Platz zu Hause. Allerdings zieht der Hersteller eine strikte Grenze zwischen Windows- und Mac-Anwendern. Während die Modelle für die Apfelwelt die Docking-Station gleich mitbringen, müssen die Platzierungshilfen bei den Windows-Varianten extra erworben werden.

Überhaupt zählt, was externe Festplatten so im Lieferumfang haben. Insbesondere bei der mitgelieferten Software gibt es eklatante Unterschiede, wie unsere Testkandidaten zeigen. Während die Platte Conceptronic Grab’n’Go 250 GB etwa ganz auf beigelegte Tools verzichtet, erhalten Sie bei den Modellen Western Digital My Passport Essential, Fujitsu Handy Drive oder Freecom Tough Drive Custom Software zur Datensynchronisation, für den Passwort-Schutz oder zum Sichern mitgeliefert.

Schnittstellentrend: E-SATA
Auf die gebotenen Anschlüsse sollten Sie achten. Wem USB in jedem Fall ausreicht, kann sich beruhigt zurücklehnen. Diese Schnittstelle ist stets vorhanden. Interessanter wird es, wenn Sie ein Notebook besitzen, das bereits mit E-SATA-Port ausgestattet ist. Passend dazu beginnen jetzt Festplattenhersteller, selbst die 2,5-Zoll-Varianten der externen Laufwerke mit dem schnellen Anschluss auszustatten. Bisher war E-SATA (wenn überhaupt) an den 3,5-Zoll-Varianten zu finden. E-SATA (External Serial ATA) ist die nach außen geführte SATA-Schnittstelle. Sie überträgt Daten ohne Umweg über Übersetzungsprotokolle und daher verlustfrei. Das verspricht einen hohen Tempogewinn, den unser Test auch bestätigte.

Beispiel Plextor PX-PH320US Portable HDD: Die Platte erreichte am E-SATA-Port mit maximal 70,50 MB/s im Lesen und 71,29 MB/s im Schreiben locker doppelt so hohe Werte wie über den USB-Anschluss. Hier waren es maximal 33,18 MB/s im Lesen und 28,66 MB/s im Schreiben. Die flotte Schnittstelle muss nicht automatisch extrem teuer sein. Das lässt sich am Modell von Conceptronic darstellen. Das getestete Laufwerk Grab n Go 250 GB kommt auf 39 Cent im Preis pro GB.

Wieviele USB-Ports belegt die Platte?
Den Umgang mit dem USB-Port handhaben die Hersteller nicht einheitlich. So kommt etwa Western Digital bei der My Passport Essential mit einem Port aus. Fujitsus Handy Drive hingegen belegt zwei Schnittstellen am Rechner, die sich die Aufgaben von Datenübertragung und Stromversorgung teilen. Bei Conceptronic wiederum übernimmt der USB-Port die Stromversorgung, wenn das Gerät via E-SATA angesteuert wird.

Geringe Lautheit
Die Geräuschentwicklung bei externen Festplatten des 2,5-Zoll-Bereichs ist kein ausschlaggebende Kriterien bei der Modellwahl. Unsere Tests bestätigten vielmehr, dass die Geräte durch die Bank sehr leise arbeiten. Sie werden selbst bei starker Beanspruchung nicht wirklich lauter. Im Einsatz am Notebook liegt das Betriebsgeräusch sicher unter dem des Rechners und wird so nicht als störend empfunden werden.

Passive Kühlung
Externe 2,5-Zoll-Platten sind passiv gekühlt. Sie haben keine Lüfter, die für die Kühlung sorgen. Die interne Platte ist vielmehr fest mit dem Gehäuse verbunden und nutzt die Gehäuseoberfläche zum Ableiten der Wärme. Deshalb empfiehlt sich ein Gehäuse aus Metall, während Plastik schon aufgrund des Materialtyps weniger gut zur Wärmeableitung geeignet ist. Temperaturmessungen im Geräteinneren sind wegen des festen Zusammenschlusses zwischen interner Platte und Gehäuse nicht möglich, ohne den Verbund aufzubrechen. In unseren Tests haben wir uns darauf beschränkt, die Temperatur zwischen Tischplatte und Gerät zu messen. Die Werte lagen zwischen 34,4 Grad Celsius beim Vertreter von Fujitsu und 38,9 Grad Celsius beim Freecom-Modell. Kein Grund zur Besorgnis. Trotzdem empiehlt sich im täglichen Umgang, die Umgebungstemperatur zu beachten. Hier gilt: Je kühler desto besser für die Datensicherheit.

Mehr zum Thema Kühlung externer Festplatten, Datensicherheit und Lebensdauer der Laufwerke finden Sie im Beitrag „ Sicherheitsrisiko externe Festplatten “ unserer Schwesterzeitschrift tecchannel .

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche externen 2,5-Zoll-Festplatten auf den ersten zehn Plätzen gelandet sind, und warum.

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