10.06.2008, 10:00

Thomas Rau

Mobile Penryn-Power

Asus F3S

Notebooks mit einem Prozessor aus Intels Penryn-Familie sind derzeit die Tempo-Könige unter den Mobilrechnern. Im Asus F3S arbeitet neben dem Core 2 Duo T9300 die Mittelklasse-Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD 2600.
Besonders viele Notebooks gibt es nicht, die auf Intels schnellste Mobil-CPUs aus der T9000er-Serie setzen. Kein Wunder – denn eine High-End-CPU will mit entsprechend teuren Komponenten wie schneller Grafikkarte, viel RAM und großer Festplatte umgeben sein: Das macht in der Summe meist ein leistungsfähiges, aber teures Notebook, das deutlich über 100 Euro kostet. Auch das Asus F3S liegt bei über 1100 Euro.
Tempo: Mit dem Core 2 Duo T9300, der mit 2,5 GHz taktet und über 6 MB L2-Cache verfügt, liegt das Asus F3S bei der Rechenleistung im Spitzenfeld. Asus steckt 3 GB RAM ins F3S – das Maximum dessen, was sich unter Vista-32-Bit nutzen lässt: Bei den meisten Anwendungen allerdings – auch bei Foto- und Videobearbeitung – bringt das keinen deutlichen Tempozuwachs gegenüber anderen Penryn-Notebooks, die nur mit 2 GB RAM ausgestattet sind. Und auch das Intel Turbo Memory (1 GB) wirkt sich nicht spürbar aus. Der Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD2600 spendiert Asus 512 MB Speicher: Das nützt aber nicht viel: Für Spiele mit DirectX10-Effekten, bei denen diese Speichermenge erst Sinn macht, ist die Karte zu langsam. Im 3D Mark 06 liegt sie mit rund 2800 Punkten auf dem Niveau des Geforce 8600M GT von Nvidia. Diesen Grafikchip erreicht sie vor allem in älteren Spielen wie Far Cry aber nicht – dennoch reicht es für 40 Bilder pro Sekunde in der maximalen Auflösung 1440 x 900 Bildpunkte ohne Kantenglättung. Mit diesen Einstellungen läuft F.E.A.R. nicht ganz ruckelfrei: Hier mussten wir auf 1280 x 800 herunter gehen. Company of Heroes bringt es dagegen auf bei voller Auflösung auf spielbare 32 Bilder pro Sekunde – allerdings nur im DX9-Modus. Bei DX10-Effekten und hohen Details schaffte das Asus F3S selbst in der XGA-Auflösung nur 10 Bilder pro Sekunde.

Ausstattung: In der Preisklasse über 1000 ist eine Hardware-Ausstattung, wie sie das Asus F3S mitbringt, inzwischen (Mindest-)Standard: 250-GB-Festplatte, Lightscribe-fähiger DVD-Brenner, Gigabit-Ethernet, 11n-WLAN und Bluetooth. Auch bei den Schnittstellen wird das Asus F3S seinem hohen Preis gerecht – unter anderem mit e-SATA, DVI-I für einen externen Digital-Monitor, Fingerprint-Leser und einer um 180 Grad drehbaren Web-Cam. Allerdings verfügt das Notebook nur über drei USB-Buchsen – eine an der Frontseite und zwei hinten am Gehäuse.

Ergonomie: Das spiegelnde Display ist nicht besonders hell – es eignet sich also nur für Innenräume, nicht für draußen. Positiv: Die Helligkeit lässt sich sehr weit herunterregeln. Man kann also auch in abgedunkelter Umgebung ohne Kopfschmerzgefahr am Notebook arbeiten. Die maue Durchschnitts-Helligkeit von 136 cd/m2 beeinträchtig auch den Genuss von Spielen und Filmen: Schade, denn Farben stellt das Asus F3S überzeugend kräftig dar, Hauttöne wirken natürlich und die Helligkeit ist gleichmäßig verteilt – das sorgt für einen homogenen Bildeindruck. Die hohe Rechenleistung fordert ihren Tribut in einem unter Last deutlich hörbaren Lüfter. Wenn der Luftquirl mal nicht arbeitet, hört man oft die laute Festplatte.
Mobilität: Das Asus F3S ist im Akkubetrieb zwar sehr schnell. Die Freude an dieser Rechenleistung hält aber nicht lange vor, denn schon nach weniger als zwei Stunden ohne Netzstrom ist Schluss. Viel herumtragen sollten Sie das Notebook ohnehin nicht: Es bringt wuchtige 2,92 Kilogramm auf die Waage.

Handhabung: Die Tastatur ist stabil eingebaut. Beim schnellen Tippen klappern die Tasten aber hörbar. Der Tastendruckpunkt ist erfreulich deutlich. Über das Touchpad lässt sich der Cursor präzise steuern. Die Touchpad-Tasten nerven aber mit unterschiedlichen Druckpunkten: Im äußeren Bereich sind sie weich und klapprig, je weiter innen man drückt, desto mehr Kraft muss man aufwenden.

Verarbeitung: Äußerlich macht das Asus F3S nicht viel her – Displaydeckel und Handballenablage sind in matt-silber gehalten. Das Gehäuse knarzt beim Hochheben etwas, ist aber insgesamt stabil verarbeitet, wenn auch die Plastikabdeckung der Displayscharniere nicht sehr solide wirkt.
Fazit: Das Asus F3S zeigt sich als leistungsstarkes Allround-Notebook mit guter Ausstattung. Der hohe Preis geht in Ordnung. Zum schnellen Prozessor hätte aber eine rechenstärkere 3D-Karte besser gepasst.

Alternative: Mehr Rechentempo zum gleichen Preis bietet das schönere Samsung R700-Aura T9300 Dillen. Deutlich besser ausgestattet, aber auch rund 200 Euro teurer ist das Fujitsu-Siemens Amilo Xi 2550.
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