25.02.2009, 13:15

Thomas Rau

Mobile Allrounder im Test

Die besten Notebooks unter 1000 Euro

Mehr Laptop brauchen Sie nicht: In der Preisklasse bis 1000 Euro finden Sie rechenstarke und gut ausgestattete Mobilrechner. Doch das Angebot ist riesig und neben echten Schnäppchen lauern viele Lockangebote. Unser Test zeigt, welche Laptops ihr Geld wert sind.

Hohe Rechenleistung, üppige Ausstattung, schickes Design: All das bieten Notebooks unter 1000 Euro. Doch die Auswahl ist groß – und damit auch die Gefahr eines Fehlgriffs. Denn ein Notebook mag zwar mobiler sein als ein PC: Im Gegensatz zum Desktop lässt es sich aber kaum auf- oder umrüsten, wenn man nach dem Laptop-Kauf bemerkt, dass man doch mehr Rechenleistung, ein größeres Display oder mehr Schnittstellen benötigt.
15,4-Zoll-Notebooks sind echte Allrounder
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in dieser Preisklasse bieten Notebooks mit 15,4-Zoll-Display. Diese Laptops sind echte Allrounder, weil sie sich am Schreibtisch und unterwegs nutzen lassen. Denn sie bilden für Privatanwender einen idealen Kompromiss aus Rechenleistung, Ausstattung, Displaygröße und Akkulaufzeit.
Es gibt auch zahlreiche Notebooks mit einem 16 oder 17 Zoll großen Display –sie bieten aber häufig weniger Rechenleistung und Ausstattung als vergleichbar teure Notebooks mit 15,4-Zoll-Display. Besonders günstige Laptops mit Großformat-Display sollten Sie aber meiden: Die Bildqualität dieser vermeintlichen Schnäppchen ist oft enttäuschend und für längere Bildschirmarbeit nicht geeignet.
Tempo: Schnell genug für (fast) Alles
Die Rechenleistung der Notebooks reicht für alle gängigen Anwendungen problemlos aus. Die schnellsten Notebooks unter 1000 Euro arbeiten mit einem Core 2 Duo P8400 oder P8600 – sie sind nur rund zehn bis 20 Prozent langsamer als deutlich teurere Notebooks mit einem Core 2 Duo aus der 9000er-Serie. Aber selbst Notebooks für rund 800 Euro mit einem Core 2 Duo T6400 oder T5800 üppige Rechenleistung, die für die meisten Anwender ausreichen dürfte. Laptops mit einem Pentium Dual Core oder einem AMD Turion X2 RM-70 sind dagegen höchstens für Einsteiger interessant, die außer Surfen und Texte schreiben wenig mit dem Notebook anstellen.
3D-Leistung reicht nicht für alle Spiele
Am besten sind Sie mit Notebooks bedient, die einen Mittelklasse-Grafikchip wie den AMD Mobility Radeon HD3650/HD3670 oder den Nvidia Geforce 9600M GT besitzen: Diese sollten auch anspruchsvollere DirectX9-Spiele bis zu einer Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten flüssig darstellen können. Bei weniger leistungsfähigen Grafikchips wie dem Geforce 9300M/9200M oder dem AMD Mobility Radeon HD3450 müssen Sie die Effekte oder die Auflösung reduzieren. Um DirectX10-Spiele wie Crysis ruckelfrei wiedergeben zu können, brauchen Sie einen High-End-Grafikchip wie den Geforce 9800M GTX oder den AMD Mobility Radeon HD3870, die aber nur in deutlich teureren Notebooks stecken.
Ausstattung: Alles, was Sie brauchen
Um mangelnden Plattenplatz brauchen Sie sich auch bei günstigen Notebooks nicht zu sorgen: Eine Festplatte mit 320 GB ist derzeit Standard, eine 250-GB-Platte dürfen Sie mindestens erwarten. Auch beim Arbeitsspeicher bekommen Sie eine Vollausstattung: Die meisten Notebooks unter 1000 Euro sind derzeit mit 4 GB RAM ausgestattet. Aber auch 3 GB RAM genügen, denn mehr kann ein 32-Bit-Windows ohnehin nicht nutzen. Einige Hersteller installieren daher auch Vista in der 64-Bit-Version: Das bringt einen kleinen Tempovorteil bei speicherintensiven Programmen wie Bild- und Videobearbeitung.
Mit einem WLAN-Modul nach Draft-N bieten die günstigen Notebooks den aktuellen Stand der Technik. Bei vielen ist auch Gigabit-LAN und Bluetooth mit an Bord – aber nicht immer. Ähnliches gilt für aktuelle Schnittstellen wie HDMI für den Anschluss eines LCD-TVs oder e-SATA, das Sie für schnelle externe Festplatten benötigen.
Was Sie nicht bekommen
Technische Neuerungen kommen in günstigen Notebooks erst mit einiger Verzögerung an. Aktuelles Beispiel ist High-Definition-Wiedergabe: Notebooks mit Full-HD-Display und Blu-Ray-Laufwerk kosten derzeit noch deutlich über 1000 Euro. Zwar gibt es durchaus Laptops unter 1000 Euro mit Blu-Ray-Laufwerk: Doch hier müssen Sie auf Full-HD-Auflösung verzichten oder andere Ausstattungs-Kompromisse wie geringere Rechenleistung oder kleinere Festplatte einkalkulieren. Wirklich kinotaugliche Alternativen sind meisten deutlich teurer, wie ein Test der besten Multimedia-Notebooks beweist.
Ebenfalls vergeblich werden Sie bei Notebooks unter 1000 Euro nach den neuesten und schnellsten Prozessoren und Grafikchips suchen: Diese sind beispielsweise den schnellsten Spiele-Notebooks.

Unsere Empfehlungen
Den idealen Allrounder für unter 1000 Euro stellt unser TestsiegerAcer Aspire 5930G dar: Das Notebook mit 15,4-Zoll-Display bietet dank Core 2 Duo P8600 eine sehr hohe Rechenleistung, der Grafikchip Geforce 9600M GT bewältigt auch anspruchsvolle Spiele in der Maximalauflösung von 1280 x 800 Bildpunkten. Die Ausstattung – unter anderem mit 320-GB-Festplatte – ist üppig. Selbst mobil lässt sich das Acer-Notebook ab und zu nutzen – dank drei Stunden Akkulaufzeit.

Deutlich günstiger, aber mit weniger Rechenleistung und Ausstattung tritt unser PreistippSamsung R510-Aura T5800 Driton auf. Der Laptop ist rund 20 Prozent langsamer als das Acer-Notebook – bei vielen Anwendungen werden Sie dieses Tempodefizit aber nicht bemerken. Spielen macht aber auf dem Spar-Notebook nicht wirklich Spaß. Auch auf einen e-SATA-Anschluss muss man beispielsweise verzichten.
Dass schickes Aussehen keine Frage des Preises ist beweist unser Design-TippHP Pavilion DV5-1199eg. Zwar sind auch bei den Notebooks unter 1000 Euro inzwischen glanzlackierte Gehäuse, auffällige Farbgebung, elegante Touch-Tasten und bunte leuchtende LEDs die Regel. Die HP-Notebook im bronzefarbenen Gehäuse wirkt aber auffällig anders und hat uns deshalb besonders gut gefallen.
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