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Samsung ST550 im Test

20.10.2009 | 09:51 Uhr |

"Mehr Display" - Die Samsung ST550 kommt nicht nur mit einem riesigen Touchscreen. Die Digitalkamera besitzt sogar ein Zweitdisplay. Lesen Sie, ob es sich im Test bewährt hat.

Samsung verpasst der ST550 einige Features, um die Digitalkamera aus der Masse herauszuheben: Das augenscheinlichste Merkmal ist das zweite Display, das auf der Gehäusevorderseite sitzt. Es lässt sich für Selbstporträts nutzen, wenn es den Bildausschnitt anzeigt. Möchten Sie Kinder fotografieren, können Sie auf dem Zusatzdisplay der Samsung ST550 Bilder oder Videoclips abspielen lassen - so ist Ihnen die Aufmerksamkeit des Nachwuchses während der Aufnahme sicher.

Ausstattung: Eine weitere Besonderheit der Samsung ST550 ist ihr Micro-SD-Slot. Zwar lässt auch Konkurrent Olympus diesen Speichertyp in seinen neueren Kompaktkameras zu. Um in den XD-Slot der Olympus-Kameras zu passen, müssen Sie die Micro-SD-Karte jedoch zuvor in den beiliegenden Adapter legen.

Die Samsung ST550 ist mit einem 3,5-Zoll-Touchdisplay ausgestattet, das die gesamte Gehäuserückseite einnimmt. Knöpfe gibt's lediglich zum Ein- und Ausschalten der Kamera, Zoomen, Auslösen und Aktivieren des Wiedergabemodus'. Das 4,6fach-Zoomobjektiv stammt aus dem Hause Schneider-Kreuznach und ist vom Typ Varioplan. Diese Bauart kam bereits in der ersten Bridge-Kamera von Samsung, der Pro815, zum Einsatz. Außerdem macht die Samsung ST550 HD-Videos mit 1280 x 720 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde im H.264-Format. Ihr interner Speicher ist mit 100 MB sehr üppig ausgefallen.

Handhabung: Das Touchdisplay der Samsung ST550 reagierte im Test recht schnell und akurat. Um sicher zu gehen, dass ein Befehl auch erkannt wird, können Sie den Vibrationsmodus aktivieren. Die Samsung ST550 vibriert dann bei jedem Fingerdruck. Die Stärke der Vibration ist in drei Stufen einstellbar.
Bildqualität: Bereits bei ISO 80 produzierte die Samsung ST550 leichtes Bildrauschen. Ab ISO 400 wurden die Bildfehler dann deutlicher. Auch die Auflösung der Kamera gab Anlass zur Kritik: Die etwas zu agressive Scharfzeichnung sorgte dafür, dass der Wirkungsgrad in der Bildmitte sehr hoch war (im Weitwinkel sogar bei 110 Prozent, was auf Artefaktbildung hindeutet). Zum Bildrand hin fiel die Auflösung der Samsung ST550 jedoch in allen Messbereichen stark ab, so dass sich ein nur ausreichender mittlerer Wirkungsgrad ergab.

Dafür ermittelten wir einen hohen Dynamikumfang, der besagt, dass die Samsung ST550 selbst bei Motiven mit höherem Kontrast keine ausgefressenen Lichter oder detaillose Schatten abbildet und zudem viele Helligkeitsstufen darstellt. Positiv zu bewerten war auch die nahezu vernachlässigbare Verzeichnung des Objektivs, die gewöhnlich umso stärker ausfällt, je weitwinkliger ein Objektiv ist. Für eine 27-Millimeter-Linse also ein super Ergebnis.

Fazit: Die technische Ausstattung der Samsung ST550 verspricht viel. Vor allem das zweite Display ist eine Neuheit, die bisher Ihresgleichen sucht. Umso enttäuschter waren wir von der Bildqualität der Kamera: Zwar war der Dynamikumfang hoch. Das Bildrauschen fiel jedoch bereits bei niedrigen ISO-Einstellungen auf, und die Auflösung der Samsung ST550 war zu unregelmäßig, was in einem niedrigen Wirkungsgrad resultierte.

Alternative: Die Panasonic DMC-LX3 hat zwar kein zweites Display. Sie ist jedoch nur wenig teurer als die Samsung ST550 und schnitt bei der Bildqualität - vor allem bei der Scharfzeichnung und beim Wirkungsgrad - viel besser ab.

Varianten: Samsung ST550 schwarz-rot

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