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Rollei XS-8

08.09.2008 | 13:33 Uhr |

Rollei stattet die XS-8 mit einem hauseigenen Apogon-Objektiv aus. Neben 21 Motivprogrammen gibt's einen Panorama-Assistenten und eine VGA-Videofunktion. Die USB-Schnittstelle unterstützt allerdings nur den Full-Speed-Modus.

Besonders spendabel gibt sich Rollei beim Lieferumfang der XS-8. Neben dem üblichen Zubehör - Handschlaufe, USB-Kabel, AV-Kabel, Akku und Ladegerät - legt der Hersteller einen Schultergurt und einen zweiten Akku bei. An Software gibt's Zoner Photostudio 9 Xpress zum Verwalten, Bearbeiten und Präsentieren der Bilder.

Ausstattung: Bei den technischen Daten hält sich die XS-8 etwas zurück - so arbeitet sie "nur" mit 8 Megapixeln und einem Lichtempfindlichkeitsbereich von ISO 64 bis ISO 400. Ihr Display ist 3 Zoll groß und dient auch als Sucher. Bilder lassen sich mit einer Sprachnotiz versehen, die maximal 30 Sekunden lang sein darf. Schärfe und Sättigung sind in jeweils drei Stufen wählbar. Außerdem steht neben sechs Voreinstellungen auch ein manueller Weißabgleich zur Verfügung. Die 8-Megapixel-Kamera hat einen Bildstabilisator und eine Gesichtserkennung mit Lächel-Auslöser, die bis zu fünf Gesichter erkennt. Interessant: Rollei gibt im Handbuch an, dass die Gesichtserkennung nicht funktioniert, wenn ein Gesicht eine Brille trägt oder von Haaren verdeckt ist.

Bildqualität: Der begrenzte ISO-Bereich wirkt sich leider nicht positiv auf das Bildrauschen der XS-8 aus. Waren bei ISO 64 und 200 die Bildfehler noch akzeptabel, stellten wir bei ISO 100 und 400 kritische Bildfehler fest. Die Eingangsdynamik, also die Anzahl der möglichen Blendenstufen, war mittelmäßig - hier können Probleme bei der Schärfentiefe auftreten. Dafür war die Ausgangsdynamik sehr hoch, was bedeutet, dass die Kamera viele Helligkeitsabstufungen darstellen kann. Bei den Tageslicht-Testbildern bemerkten wir, dass helle Flächen nur wenig Struktur besaßen und etwas überstrahlten. Und auch die Auflösung stellte uns nicht zufrieden, da die Ergebnisse der drei Messbereiche sehr weit auseinander lagen und bei kurzer Brennweite zudem zum Bildrand hin deutlich abfielen. Insgesamt erzielte die XS-8 dadurch einen nur mittelmäßigen Wirkungsgrad. Die Helligkeit verlief dagegen nahezu gleichmäßig über den gesamten Messbereich. Lediglich bei mittlerer Brennweite stellten mit einen minimalen Helligkeitsabfall am Bildrand fest.

Handhabung: Die Menüstruktur der XS-8 gefiel uns recht gut, da sie intuitiv und einfach zu navigieren war. Durch die vier eingelassenen Tasten für Aufnahmemodus, Menü, Bestätigung und Playmodus sowie dem Vier-Wege-Bedienkreuz machte die Kamerarückseite einen aufgeräumten Eindruck und sollte selbst Kameraeinsteiger nicht überfordern.

Fazit: Die Rollei XS-8 ist vor allem hinsichtlich ihres Preises interessant. Die Bildqualität hatte zwar ihre Macken, vor allem wegen des Bildrauschens und der ungleichmäßigen Auflösung. Dafür gefielen uns die Bedienung und die Haptik der XS-8 sehr gut.

Alternative: Etwas günstiger, mit ähnlicher Bildqualität, aber etwas weniger Ausstattung, gibt's die Samsung S860 . Sie ist allerdings etwas dicker als das Rollei-Modell.

Einkaufsratgeber Digitalkameras - darauf müssen Sie achten.

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