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Gigabyte GA-P55-UD4 im Test

21.10.2009 | 14:30 Uhr |

Die Gigabyte GA-P55-UD4 ist zwar optisch ansprechend, konnte jedoch im Test nicht recht überzeugen. Lesen Sie, wo die Schwächen der Sockel-1156-Platine liegen.

Komplett in blau gehalten, dürfte die Gigabyte GA-P55-UD4 auch Modding-Fans begeistern. Uns gefiel vor allem der niedrige Stromverbrauch, der der Platine eine Auszeichnung eingebracht hat.

Handhabung: Die Gigabyte GA-P55-UD4 hatte Probleme mit den installierten Speichermodulen von OCZ. Immer wieder brach die Platine die Tests plötzlich ab und startete das System neu. Mit Speicherriegeln von Corsair klappten die Tests jedoch anstandslos. Die Gigabyte GA-P55-UD4 war die sparsamste Platine des ganzen Testfelds. Sie erzielte sowohl im Idle-Modus als auch bei Last die niedrigste Leistunsgaufnahme.

Ausstattung: Als einer der wenigen Hersteller bestückt Gigabyte die GA-P55-UD4 mit einem Floppy-Anschluss. Außerdem gibt's zwei 16x-PCIe-Slots, von denen jedoch nur einer die volle 16fache Bandbreite liefert. Der andere Steckplatz arbeitet mit 8facher Geschwindigkeit. Sind der 16x- und der 8x-Slot mit je einer Grafikkarte bestückt, die in Nvidias SLI- oder ATIs CrossfireX-Verbund zusammengeschlossen sind, reduziert sich das Tempo zudem auf jeweils 8fach.

Als einzige Platine des Testfelds bietet die Gigabyte GA-P55-UD4 zwei Firewire-Anschlüsse - einen normalen und einen in Mini-Ausführung. Außerdem können Sie zwei eSATA-Schnittstellen nutzen. Was den Software-Lieferumfang angeht, so zeigt sich Gigabyte bei der GA-P55-UD4 gewohnt spendabel und legt verschiedene Tools bei, die etwa Systeminfos anzeigen, beim Übertakten helfen oder das Bios updaten.

Tempo: Die Geschwindigkeitsergebnisse der Gigabyte GA-P55-UD4 lagen größtenteils im Mittelfeld. Lediglich der Open-GL-Wert, den die Platine beim Cinebench-Test produzierte, war ein Ausreißer nach unten.

Overclocking: Die Gigabyte GA-P55-UD4 ließ mit der getesteten Bios-Version die höchsten und meisten FSB-Raten zu. Auch für die Speicher- und die CPU-Spannung gibt's einige Übertaktungsoptionen im Bios.

Fazit: Die Gigabyte GA-P55-UD4 war durchschnittlich ausgestattet und hatte Probleme beim Cinebench-Test. Dafür hatte die Platine die niedrigste Leistungsaufnahme des ganzen Testfelds und war relativ günstig.

Alternativen: Im Tempo vergleichbar, aber deutlich besser ausgestattet, ist die Gigabyte GA-P55-UD6 für 60 Euro mehr. Sie bietet unter anderem einen dritten 16x-PCIe-Slot mit 4facher Bandbreite und einen zweiten Gigabit-LAN-Anschluss.

Varianten:
Gigabyte GA-P55M-UD2
Gigabyte GA-P55M-UD4
Gigabyte GA-P55-UD3
Gigabyte GA-P55-UD4
Gigabyte GA-P55-UD5
Gigabyte GA-P55-UD6

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