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Canon Powershot A2100 IS

20.04.2009 | 13:56 Uhr |

Mit der Powershot A2100 IS schließt Canon die Lücke zwischen seiner bisher 3-stelligen A-Serie für Einsteiger und der leistungsorientierten SX-Serie. Im Test ließ sie jedoch wichtige Features vermissen.

Rein optisch erinnert die Canon Powershot A2100 IS an die Kameras aus der SX-Serie, etwa die Powershot SX200 IS. Auch einige Ausstattungsmerkmale wie das 6fach-Zoomobjektiv und der optische Bildstabilisator platzieren das 12-Megapixel-Modell eher im Mittelklassesegment als im Einsteigerbereich. Dennoch ist die A2100 IS dort nicht richtig aufgehoben.

Ausstattung: Denn obwohl das Gehäuse hinsichtlich Bauform und Material an eine Bridge-Kamera erinnert, verzichtet Canon bei der Powershot A2100 IS auf einen extra Sucher und Halbautomatiken. Dafür gibt's ein 3-Zoll-Display und zwei einsteigerfreundliche Automatikmodi - im "Auto"-Modus können Sie die Blitzfunktion ändern sowie den Selbstauslöser und die Gesichtserkennung nutzen. Die beiliegende SD-Karte mit 128 MB reicht fürs erste Ausprobieren der Kamera. Bei voller Auflösung passen immerhin 40 Bilder darauf.

Bildqualität: Bei kurzer Brennweite verzeichnete das Objektiv stark tonnenförmig und verlor zum Bildrand um 0,9 Blenden an Helligkeit. Auch bei der Auflösungsmessung erwies sich der Weitwinkelbereich als problematisch. So lag der Wirkungsgrad in der Bildmitte bei fast 100 Prozent, was für diese Megapixelklasse zu viel ist. Das Ergebnis weist auf eine zu aggressive Scharfzeichnung und daraus resultierende Artefakte hin. Im Normal- und Telebereich verlief die Auflösung fast konstant, allerdings lagen die beiden Ergebnisse um etwa 20 Prozentpunkte auseinander. Dennoch erzielte die Powershot A2100 IS insgesamt einen hohen mittleren Wirkungsgrad.

Auch der Dynamikumfang der 12-Megapixel-Kandidatin war gut. So wiesen unsere Testbilder eine sehr hohe Eingangsdynamik auf, die besagt, dass die Kamera kontrastreiche Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten ausbrennen. Die Ausgangsdynamik, die die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den hellen und dunklen Bildbereichen angibt, war ebenfalls hoch. In Sachen Bildrauschen schnitt die Powershot A2100 IS dagegen nicht so gut ab: Den niedrigsten Messwert ermittelten wir bei ISO 80, er war befriedigend. ISO 100 und 200 brachten nur ausreichende Ergebnisse, ab ISO 800 war das Bildrauschen kritisch.

Fazit: Die Canon Powershot A2100 IS ist schwer einzuordnen - für eine Einsteigerkamera ist sie zu schwer und klobig, für das Mittelklassesegment fehlen Sucher und Halbautomatiken. Die Bildqualität war okay, auch wenn wir eine ungleichmäßige Auflösung und zu starkes Bildrauschen feststellten.

Alternativen: Die Olympus Mju 5000 hat zwar "nur" ein 5fach-Zoomobjektiv, schnitt aber hinsichtlich Bildrauschens und Verzeichnung deutlich besser ab als das Canon-Modell. Darüber hinaus ist das Gerät etwa 40 Euro günstiger als die Powershot A2100 IS - bei nahezu gleicher Auflösung.

Varianten: Canon Powershot A2100 IS schwarz

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