Mit Weitwinkelobjektiv
Ricoh GX200
Ausstattung: Sie stecken das etwa 4 x 3,5 x 2 Zentimeter große Suchermodul, das in einem eigenen Ledertäschchen kommt, auf den Blitzschuh der GX200. Der Sucher lässt sich um 90 Grad nach oben klappen, blockiert in dieser Position allerdings den integrierten Pop-Up-Blitz. Brillenträger haben grundsätzlich das Nachsehen: Nur, wenn sich das Auge direkt an der Gummimuschel befindet, ist das Sucherbild vollständig zu sehen.
Die Weitwinkelkamera bietet verschiedene Optimierungsmaßnahmen, etwa eine Verzeichnungskorrektur und eine Rauschreduktion. Die automatischen Weißabgleichsmodi lassen sich manuell justieren. Außerdem gibt's einen manuellen Belichtungsmodus und eine Zeitautomatik.
Handhabung: Die linke Taste des Bedienkreuzes sowie ein Knopf auf der Gehäuseoberseite lassen sich frei belegen. So können Sie beispielsweise die Belichtungskorrektur einfach zugänglich machen. Zum schnellen Ausrichten des Motivs steht eine Wasserwaage zur Verfügung, die - falls zugeschaltet - im unteren Displaybereich angezeigt wird.
Bildqualität: Die Ricoh GX200 schaffte einen nur befriedigenden Wirkungsgrad. Das lag daran, dass die Auflösung in allen drei Messbereichen zum Bildrand hin stark abfiel. Im Weitwinkel stellten wir zudem eine sehr starke tonnenförmige Verzeichnung fest. Der Dynamikumfang der 12-Megapixel-Kamera lag ebenfalls nur im mittleren Bereich. So erzielte sie einen befriedigenden Wert für die Eingangsdynamik, sprich, die Anzahl der möglichen Blenden. Die Ausgangsdynamik, die die Anzahl der darstellbaren Helligkeitsstufen angibt, war sogar nur ausreichend. Und auch das Rauschverhalten konnte uns nicht überzeugen. Den niedrigsten Wert stellten wir bei ISO 64 fest, und selbst er war nur befriedigend. Ab ISO 800 erwiesen sich die Bildfehler als sehr stark.
Einkaufsratgeber Digitalkameras - darauf müssen Sie achten.


