149324

Canon Powershot SX200 IS

30.03.2009 | 13:30 Uhr |

Die Canon Powershot SX200 IS richtet sich dank vieler manueller Einstellmöglichkeiten auch an anspruchsvolle Anwender, die mehr Einfluss auf die Belichtung haben wollen. Allerdings hatte die Bildqualität die eine oder andere Macke.

Canon hat mit der Powershot SX200 IS mal wieder eine etwas massivere Kamera im Sortiment, die sich durch Ausstattung und Einstellmöglichkeiten eher an fortgeschrittene Anwender richtet. Außerdem macht das Modell HD-Videos mit 1280 x 720 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde und besitzt einen HDMI-Anschluss.

Ausstattung: Die 12-Megapixel-Kamera ist mit einem optischen 12fach-Zoomobjektiv ausgestattet, dessen Brennweitenbereich bereits bei 28 Millimetern beginnt - er ist also geeignet für Weitwinkelaufnahmen. Bei der Bildverarbeitung setzt Canon auf den neuen Digic-4-Prozessor. Dieser ließ uns selbst bei höchster Auflösung nicht lange warten und versetzte die Kamera nach dem Auslösen sehr schnell wieder in den Aufnahmemodus. Um ungewollten Wacklern und damit Unschärfen vorzubeugen verwendet die SX200 IS einen optischen Bildstabilisator, sprich, bewegliche Linsen im Objektiv wirken den Bewegungen entgegen. Wie derzeit üblich, gibt's eine Motivprogramm-Automatik. Wer's lieber manuell mag, der kann die Blenden- und Zeitvorwahl der Kamera nutzen.

Handhabung: Sie bedienen die Kamera hauptsächlich mittels zweier Knöpfe. Über den Func-Knopf ändern Sie Bildparameter wie die die Lichtempfindlichkeit, die Belichtungsmessung und den Weißabgleich. Alles weitere ist über die Menü-Taste einstellbar. Als störend empfanden wir den Popup-Blitz, der sich selbst im unterdrückten Modus nicht zuklappen lässt. Insgesamt gefiel uns die Bedienung der Kamera aber gut.

Bildqualität: Bei kurzer Brennweite stellten wir eine nur leicht tonnenförmige Verzeichnung fest. Dafür ließ die Helligkeit von der Bildmitte zum Rand um 0,9 Blenden nach, was etwas viel ist. Den Dynamikumfang konnten wir dann wieder positiv bewerten: So ermittelten wir eine sehr hohe Eingangsdynamik, dank der die SX200 IS auch kontrastreiche Motive wiedergeben kann, ohne dass Lichter und Schatten ausbrennen. Die Ausgangsdynamik war ebenfalls hoch, was bedeutet, dass die Kamera viele Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen darstellen kann. Die Auflösung verlief über den gesamten Brennweitenbereich relativ gleichmäßig, ließ jedoch zum Bildrand hin um etwa 20 Prozentpunkte nach. Insgesamt reichte das nur zu einem befriedigenden mittleren Wirkungsgrad. Auch in Sachen Bildrauschen war das Ergebnis nur Durchschnitt - zwar bekam kein Messwert das Prädikat "gut", es fiel jedoch auch keiner unterhalb von "ausreichend".

Fazit: Mittelmäßiges Rauschverhalten, befriedigende Auflösung, aber hoher Dynamikumfang - die Canon Powershot SX200 IS fiel in Sachen Bildqualität weder besonders positiv noch sehr negativ auf. Ihre Ausstattung dürfte Anwender überzeugen, die mehr Einfluss auf die Belichtung wollen, dabei aber eine leicht zu bedienende Kamera suchen.

Alternative: Die Canon Powershot G10 kostet zwar etwa 100 Euro mehr. Dafür schnitt die 14,6-Megapixel-Kamera hinsichtlich der Bildqualität etwas besser ab. Vor allem der Wirkungsgrad und die Helligkeitsverteilung waren deutlich besser. Dafür waren die Messwerte beim Bildrauschen schlechter - hier kommt die höhere Auflösung ins Spiel.

Varianten:
Canon Powershot SX200 IS schwarz
Canon Powershot SX200 IS rot
Canon Powershot SX200 IS blau

0 Kommentare zu diesem Artikel
149324