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Ricoh R8

16.07.2008 | 13:44 Uhr |

Die R8 - Hersteller Ricoh verzichtet mittlerweile auf den Markennamen "Caplio" - eignet sich besonders für Weitwinkelaufnahmen, da ihr Brennweitenbereich bereits bei 28 Millimetern beginnt. Helligkeit und Kontrast lassen sich nachträglich ändern.

Ricoh stattet die R8 mit einigen interessanten Funktionen aus. So bietet das "Dual Size Recording" die Möglichekeit, beim Auslösen zwei Bilder anzufertigen - einmal mit hoher, einmal mit niedriger Auflösung. Auch lässt sich der Fokuspunkt innerhalb eines Motivs verschieben, ohne dass Sie dafür den Bildausschnitt ändern müssen. Für kreative Köpfe ist dagegen das 1:1-Bildformat, mit dem Sie quadratische Aufnahmen machen können.

Bildqualität: Bei kurzer Brennweite stellten wir in der Bildmitte einen Wirkungsgrad von über 100 Prozent fest. Das bedeutet, dass die Ricoh R8 dort etwas zu aggressiv scharfzeichnet. Insgesamt erzielte die Kamera damit einen sehr hohen mittleren Wirkungsgrad, wobei die Auflösung zum Bildrand hin etwas nachließ. Bereits bei ISO 200 zeigten die Testbilder deutliches Bildrauschen auf. Hinzu kam eine leichte Verzeichnung in allen drei Messbereichen. Die Helligkeit war dagegen sehr homogen, und auch der Dynamikumfang erwies sich als hoch: So ließ die Eingangsdynamik - die Anzahl der möglichen Blenden - erst bei ISO 400 deutlich nach. Die Ausgangsdynamik, sprich, die Anzahl der darstellbaren Helligkeitsabstufungen, war sogar noch bei ISO 1600 akzeptabel.

Handhabung: Die R8 lässt sich über verschiedene Knöpfe und einen Mini-Joystick bedienen. Letzterer reagierte sehr gut, kleine Noppen hindern den Daumen am Abrutschen. Besonders gut gefiel uns jedoch das Tempo der 10-Megapixel-Kamera. Sie gehörte zu den schnellsten Kandidatinnen unseres Testfelds und war auch zwischen den Aufnahmen fast sofort wieder betriebsbereit. Hinzu kommt ein gut strukturiertes und intuitiv bedienbares Kameramenü.

Ausstattung: Die Kamera ist mit 24 MB internem Speicher ausgestattet, der sich mittels optionaler SD-Karte aufrüsten lässt. Um ungewollte Wackler auszugleichen, besitzt die R8 einen mechanischen Bildstabilisator, der über eine bewegliche CCD-Einheit funktioniert. Halbautomatiken gibt's nicht, dafür jedoch eine Funktion, die den höchstmöglichen Blendenwert wählt, um eine optimale Tiefenschärfe zu erhalten.

Fazit: Die Ricoh R8 wartet mit einigen interessanten Funktionen auf. Allerdings hatte die Kamera einige Probleme bei der Bildqualität, was sich vor allem im starken Bildrauschen und einer recht ungleichmäßigen Auflösung äußert.

Alternative: Die Samsung NV10 gehört der gleichen Megapixelklasse an wie die R8. Allerdings ist sie ein bisschen günstiger und schnitt bei unseren Bildqualitätstests etwas besser ab. Und auch in Sachen Design hat das Samsung-Modell die Nase vorn, obwohl sich beide Kameras diesbezüglich sehr ähneln.

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