590417

MSI CX620-i5447BW7P im Test

22.09.2010 | 09:30 Uhr |

Das MSI CX620 geht als kraftvoller Alleskönner an den Start: Das 15,6-Zoll-Notebook hat Blu-ray-Laufwerk, Wechsel-Grafik und einen Core-i5-Prozessor an Bord. Reicht das für eine gute Note im PC-WELT-Test?

Das MSI CX620 sitzt in einem glanzlackierten Gehäuse: Der Deckel ist schwarz, die Handablage in Silbergrau gehalten. Beide Bereiche sind mit einem Streifenmuster verziert. Im Gehäuse sitzen unter anderem zwei Grafikeinheiten: Eine bringt der Intel-Prozessor Core i5-430M mit. Außerdem hat MSI die ATI-Grafikkarte Mobility Radeon HD5470 eingebaut. Mit zwei Spezialtasten oberhalb der Tastatur wechselt man von der Grafikkarte zur integrierten Grafikeinheit und zurück. Allerdings fehlt eine Status-LED, die anzeigt, welchen Knopf man zuletzt gedrückt hat: Man kann also nicht erkennen, welche Grafikeinheit gerade aktiv ist.

Geschwindigkeit
Das MSI CX620 erzielte bei den meisten Anwendungen ein hohes Tempo: So darf man es von Notebooks mit dem Core i5 erwarten. Da MSI die 32-Bit-Version von Windows 7 Home Premium installierte, kann das Betriebssystem nur auf 3,2 GB des insgesamt 4 GB großen Arbeitsspeichers zugreifen. Aber selbst bei RAM-intensiven Programmen wie Foto- und Videobearbeitung arbeitete das MSI CX620 deswegen nicht langsamer als ähnlich ausgestattete Geräte mit einem 64-Bit-Windows.
Die Grafikkarte schulterte die meisten DirectX9-Spiele auch in der maximalen Auflösung. Für DX10-Effekte ist sie aber zu langsam.

Ausstattung
Das Laufwerk im MSI CX620 spielt Blu-ray-Medien ab und beschreibt DVDs: Für die Blu-ray-Wiedergabe hat MSI die Software Intervideo Win DVD for Blu-ray installiert, ein Brenn-Programm fehlte allerdings. Die Festplatte ist 500 GB groß. 10 GB davon sind von der Wiederherstellungs-Partition belegt. Das MSI-Notebook zeigt sich anschlussfreudig: Neben zwei USB-2.0-Buchsen besitzt es eine Kombibuchse, an den sich entweder ein USB- oder ein e-SATA-Gerät anschließen lässt. Wem eine Schnittstelle fehlt, kann sie über eine entsprechende Expresscard nachrüsten - der passende Einschub sitzt auf der linken Seite des Notebook-Gehäuses. Die Software-Ausstattung fiel abgesehen vom Pack-Programm Winrar mager aus.

Bildschirm
Der 15,6 Zoll große Bildschirm des MSI CX620 spiegelt, leuchtet aber hell, sodass er die Reflexionen einigermaßen überstrahlen kann. Das Display ist gleichmäßig ausgeleuchtet und zeigte einen hohen Kontrast. Außerdem arbeitete es sehr reaktionsschnell - das macht es als Multimedia-Bildschirm rundum gelungen.

Mobilität
Im Akkubetrieb hielt das MSI CX620 rund drei Stunden durch, wenn die Prozessor-Grafik aktiv war. Mit zwei Stunden war die Ausdauer noch geringer, wenn die ATI-Grafikkarte aktiv war. Damit schnitt das MSI CX620 rund eine halbe Stunde schlechter ab als vergleichbar ausgestattete Notebooks.

Ergonomie
Der Lüfter im MSI-Notebook hat viel zu tun: Er ist fast ständig in Betrieb und wechselt auch häufig die Drehzahl. Dieser ständig wechselnde Geräuschpegel nervt subjektiv mehr als ein dauerhaft lautes Lüftergeräusch -das hat das CX620 aber auch zu bieten, wenn es unter Dauerlast steht. Den Akku platziert MSI übrigens vorne an der Gehäuseunterseite, nicht hinten wie üblich: Deswegen steht das Notebook sehr wackelig, wenn man den Akku herausnimmt.

Tastatur
MSI bringt einen vierspaltigen Nummernblock in der Tastatur des CX620 unter. Dafür fallen aber die Tasten in der unteren Reihe schmaler aus. Auch die Eingabetaste ist nur einzeilig und damit kleiner als bei den meisten Note- und Netbooks.

Fazit
Das MSI CX620 macht Vieles richtig: Geschwindigkeit, Ausstattung und die Bildschirm-Qualität überzeugen. Die Akkulaufzeit könnte besser sein, aber das stört weniger bei einem Notebook, das vor allem als PC-Ersatz genutzt wird. Viel nerviger ist da schon der unruhige Lüfter.

Alle Testergebnisse zum MSI CX620-i5447BW7P finden Sie in PC WELT, Heft 10/2010.

0 Kommentare zu diesem Artikel
590417