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General Imaging GE-E1050TW

24.11.2008 | 10:57 Uhr |

Mit General Imaging versucht sich ein neuer Hersteller im hart umkämpften Kameramarkt. Interessant: Die Firmengründer waren bereits bei Olympus, Samsung, Sony und Panasonic beschäftigt - gute Voraussetzungen, um die Kamerabereich Fuß zu fassen?

General Imaging ist ein Neuling auf dem Kameramarkt, der gleich mit einer ganzen Palette an Geräten sein Glück versucht. Dabei sind alle Geräte gleich aufgebaut, streng nach dem Motto "Kann man eine bedienen, kann man alle bedienen". Lediglich in der Ausstattung - also Auflösung, Brennweite, Zoom - unterscheiden sich die einzelnen Modelle. Dennoch schlägt die GE-E1050TW aus dem Rahmen: Sie besitzt nämlich ein Touchscreen und ein Weitwinkelobjektiv.

Ausstattung: Die Kamera setzt zur Bildstabilisierung eine Kombination aus digitalem und elektronischem Verwacklungsschutz ein. Das bedeutet, dass einerseits die Empfindlichkeit angehoben wird, um kürzere Belichtungszeiten zu bekommen. Andererseits verschiebt sich der Bildausschnitt entgegen dem Wackler. Fehlende Bildinformationen liefern die Randpixel des Sensors. Neben einem USB-Anschluss besitzt die Digitalkamera eine HDMI-Schnittstelle vom Typ 1.3 C (Mini). Das dazugehörige Adapterkabel zu Ihrem HD-Fernseher bekommen Sie ab etwa 10 Euro. Außerdem packt General Imaging dem 10-Megapixel-Modell - wie allen seinen Produkten - einen zweiten Akku bei.

Handhabung: Das Touchdisplay der Kamera ist 3 Zoll groß und reagierte tadellos auf die Eingabe per Finger. Gut: Die stark mattierte Oberfläche, die bei ausgeschaltetem Gerät befremdlich wirkt, hat keine negativen Einflüsse auf die Qualität der Motivvorschau oder der Wiedergabe. Dafür arbeitete die GE-E1050TW sehr langsam, sowohl beim Auslösen als auch zwischen den Aufnahmen. Auch vergaß das Gerät nach dem Ausschalten alle geänderten Einstellungen, was sehr unpraktisch ist. Die Gesichtserkennung lässt sich um eine Smile-Shot-Funktion erweitern, die in unseren Tests allerdings nicht funktioniert hat.

Bildqualität: Die Kamera lieferte nahezu gleichmäßige Auflösungsergebnisse ab. Lediglich bei kurzer Brennweite war der Wirkungsgrad in der Bildmitte höher als in den übrigen Bildbereichen - was die etwas zu dominante Scharfzeichnung bis ISO 400 zu verantworten hat. Die Eingangsdynamik war hoch, die Kamera setzt demnach viele Blendenstufen ein. Dagegen stellten wir eine nur befriedigende Ausgangsdynamik (Anzahl der darstellbaren Helligkeitsstufen) fest. Auffällig waren das stark verzeichnende Objektiv und das deutliche Bildrauschen ab ISO 400. Die Kunstlichtbilder im Automatikmodus mit automatischem Weißabgleich wurden etwas grünstichig.

Fazit: Auflösung und Eingangsdynamik waren zwar hoch. Die Messwerte beim Bildrauschen, der Verzeichnung und der Ausgangsdynamik lagen jedoch unterhalb des Durchschnitts. Immerhin bietet die Kamera einige Ausstattungsschmankerl wie den zweiten Akku und die HDMI-Schnittstelle. Doch auch hier wäre ein passendes Kabel im Lieferumfang wünschenswert. Alles in allem hat die GE-E1050TW einige gute Ansätze.

Alternativen: Auch die Kodak V1273 besitzt ein Touchscreen und einen 12-Megapixel-Sensor. Sie schnitt hinsichtlich Bildrauschen sowie Dynamikumfang besser ab als das Modell von General Imaging und ist rund 50 Euro günstiger. Dafür müssen Sie bei der Ausstattung ein paar Abstriche machen, da die Kodak-Kamera keinen zweiten Akku und keine HDMI-Schnittstelle hat.

Einkaufsratgeber Digitalkameras - darauf müssen Sie achten.

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