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Kodak V1273

05.06.2008 | 13:48 Uhr |

Auf den ersten Blick macht die Kodak V1273 einen sehr schlichten Eindruck, ist ihr Gehäuse doch in einem unspektakulären Braunschwarz gehalten. Erwähnenswert sind jedoch das große Touchdisplay und die fünf überschaubaren Bedienknöpfe.

Die Kamera ist mit einem 3-Zoll-Touchscreen bestückt, der sich mit dem Finger bedienen lässt. Ein Stift wie etwa bei einem PDA liegt nicht bei. Über drei extra Knöpfe aktivieren Sie den Play-Modus und das Menü sowie die Anzeige der Einstellungen.

Handhabung: Die Bedienung über das Touchscreen gefiel uns recht gut, da sie übersichtlich und intuitiv war. Auch reagierte die berührungsempfindliche Fläche sehr schnell, was bei Komkurrenzprodukten nicht immer der Fall war. Dafür arbeitete das Zoom sehr schwerfällig und brauchte daher zu lange, um den gesamten Brennweitenbereich abzufahren. Auch verdecken die Infoleisten oben und unten etwa 1/4 der Displayanzeige.

Bildqualität: Die V1273 erzielte ein gutes Ergebnis in punkto Bildrauschen. Erst bei ISO 800 waren die Bildfehler deutlich sichtbar. Ein- und Ausgangsdynamik waren sehr hoch respektive ausgezeichnet, so dass die Kamera auch kontrastreichere Motive dank vieler Blenden- und Helligkeitsstufen gut darstellen kann. Auch der Wirkungsgrad stellte sich als sehr hoch heraus. Allerdings war die Auflösung bei kurzer Brennweite in der Bildmitte vergleichsweise hoch, was auf Überschärfung hindeutet. Insgesamt gesehen, verlor die Kamera in allen drei Messbereichen zum Bildrand hin deutlich an Auflösung.
Im Weitwinkel stellten wir eine starke tonnenförmige Verzeichnung fest, was jedoch typisch für Kameras dieser Baugröße ist. Bei mittlerer und langer Brennweite verzeichnete die Kamera dagegen nur minimal. Eine ähnliche Beobachtung machten wir auch hinsichtlich der Vigenttierung: Bei kurzer Brennweite ließ die Helligkeit von der Bildmitte zum Rand um 0,7 Blenden nach (mittelmäßig), im Normal- und Telebereich war sie dagegen nahezu homogen.

Fazit: Die ungleichmäßige Auflösung und das langsame Zoom erwiesen sich als Hauptkritikpunkte der Kodak V1273. Denn ihr Rauschverhalten war ordentlich, und auch die Kunstlichtbilder gelangen tadellos. Ein weiteres Highlight ist das Touchscreen, das sofort reagierte und dadurch die Bedienung sehr einfach machte.

Alternativen: Legen Sie etwas mehr Wert auf ein schickes Gehäuse, sollten Sie einen Blick auf die Casio Exilim EX-Z1200 werfen. Die Kamera arbeitet ebenfalls mit 12 Megapixeln und bot ansonsten eine ähnliche Leistung wie das Kodak-Modell.

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