157648

Olympus SP-590 UZ im Test

04.06.2009 | 13:00 Uhr |

Die Olympus SP-590 UZ bietet alles, was aktuelle Kameras haben sollten. Im Test zeigte sich das 11,8-Megapixel-Modell jedoch nicht immer von seiner besten Seite.

Die SP-Serie von Olympus steht für Top-Auflösung, Mega-Zoom, Weitwinkel-Brennweite und viele manuelle Einstellmöglichkeiten. Das neueste Modell, die SP-590 UZ macht da keine Ausnahme: Neben ihrer 12-Megapixel-Auflösung setzt die Bridge-Kamera ein optisches 26fach-Zoom-Objektiv ein, dessen Brennweitenbereich bei 26 Millimetern beginnt. Und das ist längst noch nicht alles.

Ausstattung: Schärfe, Kontrast und Farbsättigung sind manuell anpassbar. Außerdem können Sie mit der integrierten Rauschminderung das Rauschverhalten der Kamera optimieren. Über das Moduswählrad gelangen Sie in das Menü der Motivprogramme sowie in den Beauty-Modus. Ist Letzterer aktiv, hebt die SP-590 UZ Hauttöne in Porträts hervor und beseitigt "Schönheitsfehler" wie Pickel oder Flecken im Gesicht.

Die 11,8-Megapixel-Kamera besitzt einen HDMI-Anschluss. Allerdings können Sie darüber nur Ihre hochaufgelösten Bilder auf einem HD-Fernseher ausgeben. Die Videofunktion der SP-590 UZ arbeitet nämlich nur mit maximal 640 x 480 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde.

Handhabung: Bei der Olympus SP-590 UZ lässt sich die Gegenlichtkorrektur über einen extra Knopf zuschalten. Im Test funktionierte das Feature sehr gut und beschränkte sich tatsächlich hauptsächlich auf die dunklen Bildbereiche. Gut gelöst: Möchten Sie den Blitz einsetzen, müssen Sie ihn manuell per Knopf aufklappen lassen. So kann es nicht passieren, dass ungewolltes Blitzlicht eine Aufnahme stört. Die Blitzmodi wählen Sie über das Bedienkreuz.

Bildqualität: Bleiben bei der Ausstattung nahezu keine Wünsche offen, sieht es mit der Bildqualität der Bridge-Kamera etwas anders aus. Bei kurzer und langer Brennweite ließ die Auflösung der SP-590 UZ zum Bildrand hin stark nach, so dass wir einen nur ausreichenden mittleren Wirkungsgrad ermittelten. Hinzu kommt, dass die Kamera bereits bei ISO 200 starkes Bildrauschen produzierte. Hier sollten Sie also die oben genannte Rauschminderung nutzen. Das 26fach-Zoomobjektiv verzeichnete im Weitwinkel deutlich. Bei langer Brennweite waren die Bildränder - vor allem die Ecken - um 0,9 Blenden dunkler als die Bildmitte, was etwas zu viel ist. Dafür war der Dynamikumfang hoch.

Fazit: Mit der SP-590 UZ bringt Olympus sein neues Bridge-Flaggschiff. Leider entsprach die Bildqualität nicht dem, was der Top-Ausstattung angestanden hätte. Denn die ungleichmäßige Auflösung, das teils starke Bildrauschen und die Verzeichnung kosteten wertvolle Punkte.

Alternative: Die Nikon Coolpix P6000 ist ähnlich gut ausgestattet wie die Olympus SP-590. Allerdings hatte sie bei der Bildqualität die Nase vorne. Dafür kostet sie auch etwas mehr als das Olympus-Modell.

0 Kommentare zu diesem Artikel
157648