Der Sensor der Fujifilm Finepix F70 EXR arbeitet wahlweise mit höchster Auflösung, wenig Bildrauschen oder erweiterem Dynamikumfang. Im Test schlug sich die Digitalkamera gut.
"EXR" - dieser Zusatz im Namen der Fujifilm Finepix F70 EXR bedeutet, dass sie mit dem gleichnamigen Sensor ausgestattet ist. Dieser arbeitet in drei Modi: "HR" mit voller Auflösung für maximale Details in den Bildern, "SN" für wenig Bildrauschen durch das Zusammenschalten von Pixeln (Pixel Binning) und "DR" für einen erhöhten Dynamikumfang. Welchen der drei Modi Sie einsetzen möchten, können Sie entweder selbst entscheiden oder der Finepix F70 EXR überlassen. Wir haben die Fujifilm-Digitalkamera in der regulären Programmautomatik getestet.
Ausstattung: Neben der Programmautomatik P lässt sich bei der Fujifilm Finepix F70 EXR auch die Blendenvorwahl nutzen. Eine Zeitvorwahl ist jedoch nicht möglich. Der Pro-Fokus-Modus simuliert eine offene Blende und stellt beispielsweise bei Porträts den Hintergrund verschwommen dar. Im Pro-Low-Light-Modus sollen schwach beleuchteten Motive besonders gut zur Geltung kommen. Beide Modi sind im Menü der Belichtungsprogramme ("SP") zu finden und arbeiten über das Zusammenmontieren von mehreren Aufnahmen.
Handhabung: Über die "F"-Taste gelangen Sie zu allen wichtigen Bildparametern. Den Belichtungsmodus - P, M, die EXR-Otionen und die Motivprogramme - wählen Sie über das Moduswählrad. Für die Gesichtserkennung gibt's einen separaten Knopf, die Taste der Belichtungskorrektur wird im Wiedergabemodus zur Löschtaste.
Bildqualität: Von ihren 9,8 Megapixeln nutzt die Fujifilm Finepix F70 EXR gerade mal 66,2 Prozent - ein nur befriedigender Wirkungsgrad. Grund ist, dass die Auflösung zum Bildrand hin stark nachließ. Umso lobenswerter war der Dynamikumfang der Digitalkamera: Die Eingangsdynamik war sehr hoch, so dass die Fujifilm Finepix F70 EXR auch kontrastreichere Motive darstellt, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Die Ausgangsdynamik, sprich die Anzahl der Helligkeitsstufen, die eine Digitalkamera zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbreichen produziert, war ebenfalls hoch. Hinsichtlich des Bildrauschens ermittelten wir ab ISO 800 Ergebnisse, die nicht mehr akzeptabel waren.
Fazit: Die zweite Fujifilm-Kamera mit EXR-Sensor schnitt im Test ordentlich ab. Einziger größerer Kritikpunkt war die Auflösung der Finepix F70 EXR, die etwas zu niedrig war. Dafür stellten wir einen hohen Dynamikumfang und ein gutes Rauschverhalten fest.
Alternative: Die erste Fujifilm-Digitalkamera mit EXR-Sensor, die
Finepix F200 EXR, schaffte zwar einen höheren Wirkunsgrad. Dafür war die Ausgangsdynamik der 12-Megapixel-Digitalkamera schlechter als bei der F70 EXR. Hinsichtlich Eingangsdynamik und Bildrauschen lagen beide Fujifilm-Modelle etwa gleich auf.
Varianten:
Fujifilm Finepix F70 EXR silberfarben
Fujifilm Finepix F70 EXR schwarz-silberfarben
Fujifilm Finepix F70 EXR_5
Die Digitalkamera setzt ein optisches 10fach-Zoom ein.
Fujifilm Finepix F70 EXR_5
Die Digitalkamera setzt ein optisches 10fach-Zoom ein.
Fujifilm Finepix F70 EXR_2
Der EXR-Sensor mit 9,8 Megapixeln arbeitet wahlweise mit voller Auflösung, mit reduzierter Auflösung für wenig Bildrauschen (Pixel Binning) oder mit erhöhtem Dynamikumfang.
Fujifilm Finepix F70 EXR_1
Das Display ist 2,7 Zoll groß.
Fujifilm Finepix F70 EXR_4
Sie ist wahlweise mit schwarz-silberfarbenem ...
Fujifilm Finepix F70 EXR_3
... oder komplett silberfarbenem Gehäuse erhältlich.
Fujifilm Finepix F70 EXR_7
Das Rückteil ist aufgeräumt, wichtige Parameter sind über die "F"- und die Menü-Taste erreichbar.
Fujifilm Finepix F70 EXR_6
Unser Testbild - aufgenommen mit ISO 400 - weist leichtes Bildrauschen auf.
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